@ alle: vielen Dank
Epilog:
Nach dem ersten Schock ordnete Kommandantin Garau die Schutzanzugspflicht an, es war ja nicht auszuschließen, dass ein tödlich wirkender Erreger bisher nicht entdeckt wurde. Alle Besatzungsmitglieder die ungeschützt mit der Atmosphäre in Kontakt waren wurden strengstens ärztlich überwacht.
Zwei noch nicht ganz skelettierte Leichen wurden unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen eingefroren, damit sie auf der Erde untersucht werden konnten. Dann startete die Popol Vuh und ging in einen Orbit, hier erfolgten die sehr langwierigen und komplizierten Kursberechnungen. Garau wollte auch im Orbit auf das Schwesterschiff der Popol Vuh, die Ricarda Huch, warten. Dort waren 1600 Neusiedler an Bord, das Schiff durfte auf keinen Fall landen.
Drei Monate später traf die Ricarda Huch im Wegasektor ein. Die Kommandatin Conceptione Moya erhielt von der Popol Vuh die Kursberechnungen für den Rückflug und machte sich gleich auf den Weg zurück. Die Siedler landeten schließlich auf Gerstins Stern, einer Siedlungswelt im System Alpha Centauri.
Nach siebzehnmonatigem Flug erreichte die Popol Vuh die Erde. Der Bericht von Kommandantin Garau, untermalt von Aufnahmen der Funde, löste bei der WASA großes Entsetzen aus. Hunaphu erhielt sofort den Eintrag: Unbewohnbar, da ein unbekanntes todbringendes Bakterium vorhanden ist. Landung strengstens verboten.
Die Besatzung der Popol Vuh wurde auf der Erde gründlich untersucht, es waren jedoch alle ausnahmlos kerngesund. Die mitgebrachten Siedlerleichen erwiesen sich als unbrauchbar, alle Tests waren negativ in Bezug auf Erreger.
Zehn Jahre später kam es auf dem Siedlungsplaneten Goby, nur zwei Lichtjahre von Hunahpu entfernt, zu Engpässe bei der Versorgung mit technischem Siedlungsgerät. Bei der WASA erinnerte man sich an Hunahpu und schickte den eher mit militärischen Aufgaben betreuten schweren Kreuzer "Guadalquivir", unter dem Kommando von Paul LeClerc, in den Wegasektor. An Bord waren neben den Spezialisten für technisches Gerät auch ein Team Wissenschaftler die noch einmal den Fall "Siedlertod" untersuchen sollten. Chef des wissenschaftlichen Teams war Professor für extraterrestrische Biologie, Martin Mohr. Man hatte einige Wirbeltiere mitgenommen, die zur Beobachtung auf dem Planeten ausgesetzt werden sollten.
LeClerc war ein vorsichtiger Mann und landete erst gar nicht auf Hunahpu, sondern blieb im Orbit und ließ die Spezialisten und Wissenschaftler mit Beibooten zur Planetenoberfläche bringen.
Die Landung erfolgte just zu der Zeit, als die Pilzpflanze wieder ihre Sporen ausstieß. Die Fruchtkörper der Pflanzen hatten sich um ein Vielfaches aufgebläht. In ihrem Inneren hatte sie ein Treibgas entwickelt, das in Verbindung mit Sauerstoff zur Explosion kam. Durch die starke Ausdehnung des Fruchtkörpers enstanden Risse in der Oberfläche und der Sauerstoff konnte eindringen und die Explosion auslösen. Dadurch wurden die Sporen kilometerweit in die Atmosphäre geschossen. Die Pflanze erhielt von den Wissenschaftlern den Namen "Big Bam". Die mitgenommenen Wirbeltiere reagierten postwendend, sie stoben panikartig ausseinander und rannten, bis sie völlig entkräftet irgendwo liegen blieben. Ein Großteil der Tiere konnte gerettet werden, waren sie erst einmal dem Einfluß der Sporen entzogen, beruhigten sie sich wieder.
Professor Mohr konnte nun sehr schnell Ursache und Wirkung herausfinden. Er gab dem halluzigenen Wirkstoff einen Namen der nie bekannt wurde, denn sein abschließender Bericht und alle Unterlagen wurden vierzigfach verschlüsselt und im Geheimarchiv der WASA sicher verwahrt. Man wollte natürlich nicht, dass Hunahpu zum El Dorado für die Drogenkartelle wurde, so blieb es offiziell beim Eintrag mit dem tödlichen Bakterium.