Designstudie und W.I.P.: Außerirdische Vegetation

    Es gibt 58 Antworten im Thema. Der letzte Beitrag () ist von Liopleurodon

      Danke, Spacebones und Kushanku. :)

      Die Verteilung der Pflanzen finde ich jetzt ein wenig logischer und es steht tatsächlich nicht so viel "im Weg" wie auf dem ersten Bild. Auch das Gleichgewicht zwischen den Bäumen und dem Bodenbewuchs finde ich natürlicher. Mehr würde eventuell wieder stören. Vielleicht sieht man es sogar, dass sich alle Pflanzen der Sonne entgegen strecken.

      Ich hatte auch darüber nachgedacht, eine etwas anders gestaltete Szene mit einem Ökosystem zu bepflanzen. Allerdings müssten dafür die einzelnen Instanzen auf die Richtung des Sonnenlichtes ausgerichtet werden. Wie ich das erreichen kann - denn nach der automatischen Bepflanzung kann ich die einzelnen Objekte nicht mehr selektieren - dafür muss ich mir noch etwas einfallen lassen. :nachdenklich:

      Liopleurodon schrieb:

      Ich hatte auch darüber nachgedacht, eine etwas anders gestaltete Szene mit einem Ökosystem zu bepflanzen. Allerdings müssten dafür die einzelnen Instanzen auf die Richtung des Sonnenlichtes ausgerichtet werden. Wie ich das erreichen kann - denn nach der automatischen Bepflanzung kann ich die einzelnen Objekte nicht mehr selektieren


      Hier ein Beispiel mit Sonnenblumen:

      Bild 1 -> Eco-System mit Sonnenblumen

      Bild 2 -> alle Sonnenblumen kunterbunt durcheinander

      Bild 3 -> im Materialeditor / TAB Scaling and Orientation / auf das eingekreiste Symobol klicken (Drive with a funtion) ; damit öffnet sich der Function Editor

      Bild 4 -> im Function Editor "Constant Number" anklicken und den Wert auf 1 ändern

      Bild 5 -> Pflanzen mit Ausrichtung Wert "1"

      Bild 6 -> dto. mit Wert "1.5"

      Bild 7 -> dto. mit Wert "1.75" ........u.s.w., u.s.w., funktioniert auch mit Objekten


      VG
      SIG
      Bilder
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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „SIG“ ()

      Mit der nachfolgenden Szene bin ich mal spektral in die andere Richtung gegangen. Waren zuvor die leuchtschwachen M-Sterne das Thema und wie Organismen sich an eine Umgebung mit wenig photosynthetisch verwertbarem Sonnenlicht anpassen könnten, so stehen Sterne der Spektralklasse F ihnen genau entgegen gesetzt gegenüber. Unsere eigene Sonne gehört zur Spektralklasse G2V. Dabei steht das "V" als Zeichen für die Hauptreihe der stellaren Evolution. Die Hauptreihe unterteilt man von ganz schwer schwer / ganz hell nach sehr leicht / sehr leuchtschwach in die Klassen O, B, A, F, G, K, M. In dieser Phase nutzen die Sterne Wasserstoff als Energiequelle. Jede dieser Klassen wird wiederum unterteilt in Unterklassen von 1 (schwer/hell) bis 9 (leicht/schwach). Als "G2V" ist unsere Sonne somit ein relativ heller Stern der Klasse G. Man schätzt, dass >90% aller Sterne in unserer Galaxis sich auf die schwächeren Klassen verteilen. Somit ist unsere Sonne schon mal ein sehr besonderer Stern. Ein Stern der Klasse "F2V" wäre um ca. 50% leuchtstärker. Ein bekannter F-Klasse Stern ist z.B. Procyon. Sirius A gehört schon zur Klasse A.

      Leuchtkraft und Verweildauer auf der Hauptreihe verhalten sich umgekehrt proportional zueinander - je heller der Stern, desto schneller wird er seinen Wasserstoffvorrat verbraucht haben und die Phase des Roten Riesen eintreten. Für Sirius A schätzt man, dass er ca. 1 Milliarde Jahre auf der Hauptreihe bleiben wird. Sehr schwache M-Sterne bleiben wahrscheinlich bis zu 1 Billion Jahre (--> 1.000 Milliarden Jahre) auf der Hauptreihe. Unsere Sonne bleibt ca. 10 Milliarden Jahre in dieser Phase.

      Astrobiologen schätzen, dass Sterne der Klasse F die schwersten sind, die auf ihren Planeten noch so etwas wie dem irdischen Leben Vergleichbares beherbergen könnten. Ihre Hauptreihenphase ist etwas kürzer als die der Sonne (je nach Masse ca. 5-8 Milliarden Jahre). Damit könnte ein Planet immer noch lange genug ein lebensfreundliches Klima erhalten. Schwerere Sterne wie Sirius A könnten zwar Planeten besitzen, aber die schneller einsetzende Phase des Roten Riesen würde jede Biosphäre vernichten, bevor sich dort komplexeres Leben entwickeln könnte.

      In dem weiter oben erwähnten Artikel von Nancy Kiang ging es um die Farben der Photosynthese unter verschieden hellen Sternen. Ein Stern der Klasse "F2V" wäre um ca. 50% heller als die Sonne und das Spektrum wäre zum blauen Bereich hin verschoben (auch wenn das menschliche Auge das Licht immer noch als weiß wahrnehmen würde). Pflanzen auf einem Planeten um solch einen Stern hätten viele hochenergetische Photonen zur Verfügung. Ihre Blätter würden vermutlich im blauen Bereich absorbieren, während sie die roten Wellenlängen weitgehend vernachlässigen und wieder zurückwerfen. Das äußere Erscheinungsbild wäre eine rote Vegetation.

      Auch irdische Pflanzen verwenden rote Blattfarbstoffe, die Carotinoide. Diese dienen sowohl als Hilfspigmente bei der Photosynthese als auch zur Abschwächung des einfallenden blauen Lichtanteils. Es sind vor allem die blauen und violetten Wellenlängen, die in den Zellen sehr reaktive Sauerstoffradikale freisetzen, welche wiederum die DNA schädigen. Bei den meisten Pflanzen überwiegt allerdings mengenmäßig das grüne Chlorophyll, weswegen die Blätter grün aussehen. Pflanzen unter einer F-Klasse Sonne könnten nicht nur Chlorophylle besitzen, die stark im blauen Bereich absorbieren, sondern zudem auch noch intensiven Gebrauch von Carotinoiden machen, um sich vor den schädlichen Wirkungen des Sonnenlichtes zu schützen.

      Die folgende Szene soll mal solch ein kleines fremdartiges Biotop darstellen. Bei den Pflanzen habe ich mich aus dem Vue-Bestand bedient und sie dem Szenario entsprechend abgewandelt. Einige von Spacebones Blättern sind auch dabei. Das Gelände trägt Ökosysteme auf zwei Schichten: Einmal eine Artengemeinschaft direkt am Ufer, die zweite in den Höhenlagen. Die Bäume sind einzeln gesetzt. Ich hoffe mal, dass es einigermaßen natürlich gewachsen aussieht. ;)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Liopleurodon“ () aus folgendem Grund: Dateianhang durch Galeriebild ausgetauscht

      Das sieht aber hübsch aus.
      Klasse, und irgendwie, wie ganz natürlich gewachsen, toll gemacht :thumbup:

      Liopleurodon schrieb:

      Für Sirius A schätzt man, dass er ca. 1 Milliarde Jahre auf der Hauptreihe bleiben wird. Sehr schwache M-Sterne bleiben wahrscheinlich bis zu 1 Billion Jahre (--> 1.000 Milliarden Jahre) auf der Hauptreihe.


      Interessant! Was passiert danach mit Sirius A?
      Klappt er danach praktisch weg, oder zerfällt er in seine Bestandteile?
      Angeblich soll es ja so etwas wie ein letztes Aufbäumen geben. Ich würde so etwas gerne mal sehen :/ :)

      LG
      Linda
      Jeden Morgen steht die Lüge als Erste auf, bis die Wahrheit ausgeschlafen hat... ;)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Linda“ ()

      Vielen Dank Linda, SIG, Spacebones, Mermaid und Kushanku. :)

      Linda schrieb:

      Liopleurodon schrieb:

      Für Sirius A schätzt man, dass er ca. 1 Milliarde Jahre auf der Hauptreihe bleiben wird. Sehr schwache M-Sterne bleiben wahrscheinlich bis zu 1 Billion Jahre (--> 1.000 Milliarden Jahre) auf der Hauptreihe.


      Interessant! Was passiert danach mit Sirius A?
      Klappt er danach praktisch weg, oder zerfällt er in seine Bestandteile?

      Sirius A wird die Hauptreihe über die Phase des Roten Riesen verlassen. Dabei dehnt sich der extrem aus. Ein Teil seiner äußeren Hülle dürfte von seinem Partner Sirius B eingefangen werden und dort (bei Sirius B) zu einer oder mehreren Nova-Explosionen führen. Am Ende wird Sirius A den größten Teil seiner Hülle seinerseits in einem Nova-Ereignis verlieren. Übrig bleiben zwei Weiße Zwerge, Sirius A und B.

      Linda schrieb:

      Angeblich soll es ja so etwas wie ein letztes Aufbäumen geben. Ich würde so etwas gerne mal sehen :/ :)

      Aus sicherer Entfernung ist das ein spektakulärer Anblick. Von der Erde aus wird man das Ende von Sirius aber wohl nicht beobachten können, weil Sonne und Sirius sich bis dahin wieder sehr weit voneinander entfernt haben werden (beide folgen ihren eigenen Umlaufbahnen um das galaktische Zentrum).

      Der von uns aus gesehen nächste Stern, der zum Szenario des Bildes passen würde, ist Procyon. Allerdings ist Procyon noch sehr jung, man hat dort Hinweise auf ein sich gerade bildendes Planetensystem gefunden.

      Liopleurodon schrieb:

      Sirius A wird die Hauptreihe über die Phase des Roten Riesen verlassen. Dabei dehnt sich der extrem aus. Ein Teil seiner äußeren Hülle dürfte von seinem Partner Sirius B eingefangen werden und dort (bei Sirius B) zu einer oder mehreren Nova-Explosionen führen. Am Ende wird Sirius A den größten Teil seiner Hülle seinerseits in einem Nova-Ereignis verlieren. Übrig bleiben zwei Weiße Zwerge, Sirius A und B.


      Das meinte ich mit aufbäumen :)

      Tolle Erklärung(en) von dir :thumbup:

      Ein wirklich spannendes Thema....
      Jeden Morgen steht die Lüge als Erste auf, bis die Wahrheit ausgeschlafen hat... ;)
      Das passt auch hier hinein:

      Extragalaktischer Planet



      Abenddämmerung auf einen Planeten fernab im intergalaktischen Raum. Der Raum zwischen den Galaxien ist nicht leer. Die einzelnen Sterne dort sind allerdings so weit verstreut, dass sie schwierig aufzuspüren sind. Manchmal sieht man jedoch explodierende Sterne oder Rote Riesen am Ende ihrer Hauptreihenphase. Anhand dieser hellen Objekte kann man schlussfolgern, dass es auch kleinere, sonnenähnliche Sterne geben muss. Im Virgo-Cluster - einer großen Ansammlung von Galaxien - konnten Astronomen sogar zeigen, dass 10% der gesamten Masse des Haufens auf solche extragalaktischen Sterne entfallen müssen.

      Die Nahaufnahmen zeigen einige Lebensformen auf einem erdähnlichen Planeten vor dem Hintergrund einer großen Spiralgalaxie am Himmel. Die Kamera wurde von einer späteren Expedition geborgen. Vom Fotografen fehlt jede Spur. Einziger Hinweis ist eine Sprachnachricht, in welcher er ganz aufgeregt eine Lebensform namens Selachophyton beschreibt. Die Nachricht endet mit den Worten: "Das muss ich mir unbedingt näher ansehen!".
      :D ...die "Bäume" sehen gut genährt aus....

      Liopleurodon schrieb:

      Die Nachricht endet mit den Worten: "Das muss ich mir unbedingt näher ansehen!".


      Gut gemacht :top , alle drei Pics und ja die Textur der Bäume sieht bei den Close-ups in Richtung Boden etwas seltsam aus.

      Diese Bäume haben nun also auch das Land erobert. Meine letzte Begegnung mit dieser Art war unter Wasser.

      Lg
      Kushanku
      Der Weg ist das Ziel!

      SIG schrieb:

      Drei feine Szenen! :)

      Danke, SIG. :)

      SIG schrieb:

      Was mir auffällt ist die grobe Textur der Alienbäume. Aber ist ja wohl von dir extra so angelegt. Trotzdem würde mich interessieren, wie das Baummaterial aussieht wenn du die Textur um den Faktor /10 verkleinerst; bzw. um den Faktor *10 vergrößerst.

      Diese zahnbewehrten Anemonen waren ursprünglich gar nicht für Nahaufnahmen vorgesehen. Aber auf dem Hügel standen einige so fotogen herum und da wollte ich einfach mal ranzoomen.

      Mit der Textur gebe ich Dir Recht. Das ist sicher noch verbesserungsfähig.

      Kushanku schrieb:

      :D ...die "Bäume" sehen gut genährt aus....

      Die haben sicher schon einige Fotografen verspeist. ;)

      Kushanku schrieb:


      Gut gemacht :top , alle drei Pics und ja die Textur der Bäume sieht bei den Close-ups in Richtung Boden etwas seltsam aus.

      Danke, Kushanku. :)

      Kushanku schrieb:

      Diese Bäume haben nun also auch das Land erobert. Meine letzte Begegnung mit dieser Art war unter Wasser.

      Das ist interessant. Würde ich allerdings unter Wasser einige haizahnbewehrte Anemonen sehen, dann würde ich mich wohl fragen, in welcher Richtung das Atomkraftwerk steht oder welche Firma hier ihren Giftmüll verklappt hat...

      Diese Haianemonen habe ich mit dem Pflanzengenerator von Vue gebastelt. Ausgangspunkt war ein großblättriges grünes Gewächs. Daran habe ich den Stamm und die Zweige verdickt, das Foto einer Fischhaut als Textur aufgezogen und die endständigen Blätter durch Haizähne ersetzt. Bei der Verwendung in Ökosystemen sorgt Vue auch für genügend Variationen, so dass die Objekte derselben Art nicht alle exakt gleich aussehen.

      Was dem Modell allerdings noch fehlt, ist eine Mundhöhle. Die kann ich mit Vue allerdings nicht richtig umsetzen. Dafür muss ich das Modell wahrscheinlich separat nochmal neu aufsetzen. Mit etwas mehr Zeit fallen mir auch einige Dinge zur Ökologie dieser Wesen ein, mal schauen...

      Liopleurodon schrieb:

      Das ist interessant. Würde ich allerdings unter Wasser einige haizahnbewehrte Anemonen sehen, dann würde ich mich wohl fragen, in welcher Richtung das Atomkraftwerk steht oder welche Firma hier ihren Giftmüll verklappt hat...


      Das war eine Unterwasserszene in der Nähe der Incendia-Küste :D .


      Cooler Workflow zum Selachophyton :top .

      Lg
      Kushanku
      Der Weg ist das Ziel!