Von Zbrush in die Realität

    Es gibt 14 Antworten im Thema. Der letzte Beitrag () ist von spacebones

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      Von Zbrush in die Realität

      Welche Kamera wurde verwendet:Iphone.

      Von Zbrush in die Realität hier mal zwei Bilder von 3D Objekten die es in die Wirklichkeit Geschäft haben... :)

      Gruß

      Oliver
      Bilder
      • Münze_Steel.jpg

        1,51 MB, 1.536×2.048, 21 mal angesehen
      • Käfer_Steel.jpg

        1,44 MB, 2.048×1.530, 21 mal angesehen
      Tolle Teile! :thumbup:
      Welche Funktion hat die rechteckige Vertiefung auf dem Rücken des Käfers? Ist das nur Dekoration oder wird dort was eingesetzt?

      --- Kein Wind ist günstig für den, der nicht weiß, in welchen Hafen er will. --- (Seneca)
      Astrein. Schade nur, dass man das bisher immer noch in Auftrag geben muß. Mit einem handelsüblichen Filamentdrucker wird das -auch bei metallhaltigem Filament- leider nie so schön glatt und homogen an der Oberfläche.

      :thumbsup:

      vg
      space
      Geist ist geil!
      Hallo,

      ich habe die Objekte in Zbrush entstehen lassen dann werde diese im obj Format an Shapeways gegeben und dort werden Sie erst in 3D ausgedruckt und dann in Metal gegossen. Wie genau Shapeways das macht weiß ich leider auch nicht. Zu den Preisen die Münze hat etwa 49 Euro gekostet und ist aus SteelBronze. Der Käfer ist aus Steel und um die 100 Euro teuer... :)

      Gruß

      Oliver

      DigitalDream schrieb:

      Wie genau Shapeways das macht weiß ich leider auch nicht.

      Ich hab mich vor einiger Zeit mal schlau gemacht: Im traditionellen Goldschmiedehandwerk werden Formen erst aus Wachs erstellt (im Falle von Shapeways eben gedruckt), dann in eine Form gesetzt und es wird eine Art Zement drumherum gegossen. Das Ganze wird dann erhitzt, so dass das Wachs flüssig wird und abfließt. Zurück bleibt eine Höhlung im Zement in der Form des Objektes, und da wird dann das flüssige Metall hineingegossen. Das Metallobjekt muss danach noch bearbeitet werden, weil man den Ansatz der Kanüle noch sieht, die zum Abfließen des Wachses eingebaut wurden. Und poliert muss es auch werden.
      Ist also ein ziemlich komplizierter Prozess - und wohl einer der Gründe, warum solche Sachen relativ teuer sind.

      --- Kein Wind ist günstig für den, der nicht weiß, in welchen Hafen er will. --- (Seneca)

      DigitalDream schrieb:

      Von Zbrush in die Realität hier mal zwei Bilder von 3D Objekten die es in die Wirklichkeit Geschäft haben... :) ...
      Schön gemacht DigitalDream :thumbup:

      esha schrieb:

      ... werden Formen erst aus Wachs erstellt (im Falle von Shapeways eben gedruckt), dann in eine Form gesetzt und es wird eine Art Zement drumherum gegossen.
      Schön erklärt Esha :) Deshalb heißen die Dinger auch Gussformen, praktisch ein Negativ des zu gießenden Objektes. Jeder Motorblock in Euren Autos wird genau so hergestellt. Vor der Gussform steht der Modellbau, also das Positiv, um den herum die Gussform gebaut wird. Nach dem Guss muss jedes Teil nachbehandelt werden, Entgraten, Schleifen, Polieren usw.

      Die neueste Technik im Zuge von Industrie 4.0 sind Fertigungsverfahren mit hochfrequenten Laseranlagen. D.h. der ganze Kladeradatsch mit Postiv-Negativ-Positiv bauen bzw. gießen plus Nachbearbeitung wird in nicht all zu ferner Zukunft entfallen. Ähnlich wie bei 3D Druck, braucht man nur die CAD Daten, vergleichbar zu unserer Mesh Datei. Der Laser schneidet dann aus einem Rohblock (egal welches Material) direkt das fertige Produkt (Positiv) heraus. Modellbau, Gussformenbau, Entgraten, Schleifen, Polieren und all das Zeugs entfallen, weil der Laser alles in einem Aufwasch erledigt. Leider werden damit auch ein ganzen Haufen Arbeitsplätze entfallen :( Wer in der klassischen Fertigungsbranche unterwegs ist, sollte rechtzeitig darüber nachdenken.

      Rechtschreibfehler sind vom Autor beabsichtigt. Sie dienen der allgemeinen Unterhaltung und fördern die Aufmerksamkeit.

      Wer einen findet darf ihn behalten
      .


      Shapeways benutzt hierfür wahrscheinlich das Sinterverfahren (Rapid Prototyping): eine Box wird mit feinem Metallgranulat gefüllt und der Laser schweisst innerhalb des Füllvolumens praktisch punktgenau die Granulatpartikel zusammen. Das Material, das nicht verbraucht wurde, wird danach einfach entfernt und übrig bleibt das fertige Objekt.

      vg
      space
      Geist ist geil!

      spacebones schrieb:

      Shapeways benutzt hierfür wahrscheinlich das Sinterverfahren (Rapid Prototyping): eine Box wird mit feinem Metallgranulat gefüllt und der Laser schweisst innerhalb des Füllvolumens praktisch punktgenau die Granulatpartikel zusammen. Das Material, das nicht verbraucht wurde, wird danach einfach entfernt und übrig bleibt das fertige Objekt.

      Hört sich gut an, aber Shapeways scheint noch die traditionelle Methode zu verwenden.
      Auszug aus der Materialbeschreibung für Silber:
      For Silver, the maximum bounding box is determined by the size of the printer we use to create a wax version of your product, as well as the limitations of the plaster molds used for casting.

      --- Kein Wind ist günstig für den, der nicht weiß, in welchen Hafen er will. --- (Seneca)
      Ich warte noch ab, bis solch ein Drucker jedes Detail drucken kann. Dann leih ich mir solch einen Drucker aus und drucke damit einen Drucker, der jedes Detail drucken kann...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „old_det“ ()