Sehe ich genauso wie Esha, hier ist der Zylinder vermutlich der einfachere Weg. Aber zu deiner Frage: du "Schnellextrudierst" das Ganze, indem du den Kreis (warum hast du es nicht als 8-seitigen Kreis aufgezogen, dann hättest du dir die Arbeit mit den Punkten und dem Messen erspart?) markierst, STRG drückst und entlang des Z-Pfeils ziehst - dann hast du schon mal einen Hohlzylinder. Oder du drückst STRG und skalierst nach innen, dann hast du schon mal eine Fläche mit einem Loch in der Mitte. Doch das Loch muss ja auch weg.
Jetzt hast du zwei Möglichkeiten: Du bastelst selbst die Polys (s.u.) oder du schließt das Loch mit Hilfe der "Close"-Funktion (im Vertex Tab) - dann bekommst du ein einziges, achteckiges Poly. Um das in Quads umzuwandeln, stehen dir wiederum mehrere Optionen offen. (Ich würde allerdings als erstes, weil du ja die Mitte eh nach hinten versetzen musst, alle Edges auswählen und mit dem "Edge"-Tool (Vertex-Tab oder "E") nach innen eine weitere Linie ziehen. Bleibt ein achteckiges Poly in der Mitte.)
- Das könntest du mit dem Connect-Tool und dem Tesselate-Tool (Vertex Tab) unterteilen - zwei gegenüberliegende Punkte auswählen, Connect-Tool benutzen, Tesselate-Tool anwenden (oder "X" drücken) und mit SHIFT deine Maus auf die Eckpunkte bzw. Mitte der Mittellinie magnetisieren und die beiden fünfseitigen Polys so zu vier Quads machen.
- Oder du wählst das Facet aus und benutzt Tesselate-Tool mit "Convert to Triangles" - dann läuft von jedem Eckpunkt aus eine Linie ins Zentrum.
Mit dem Bridge-Tool (Vertex-Tab) könntest du die Polys allerdings auch von vornherein selbst basteln, ohne die Close-Funktion. Dazu wählst du die auf der gleichen Seite der (bislang noch gedachten) Mittellinie befindlichen, gegenüberliegenden Edges und benutzt das Bridge-Tool. Ein langes Quad erscheint. Das gleiche machst du symmetrisch. Bleiben zwei offene Dreiecke übrig. Wie machen wir die denn jetzt zu Quads? Ganz einfach. Du wählst alle drei Edges der beiden langen Quads aus (Dreiecks-Grundseiten und Mittellinie) und drückst "X". Hier wird er dann automatisch in der Mitte dieser drei Linien eine weitere einfügen. Jetzt kannst du einfach die gegenüberliegenden Seiten der "Dreiecke aus vier Punkten" wieder mit dem Bridge-Tool schließen - voila! - ein Achteck aus sechs Vierecken.
Was sind die Vor- und Nachteile?
Das Close-Tool macht dir n-Gons, und wenn man da nicht schwer aufpasst, fressen einen andere Programme dann dafür. Ist also immer zu kontrollieren, ob noch irgendwo welche übrig sind (da gibts übrigens eine schöne Selection-Option: mit der Rechten Maustaste in die Szene klicken, Advanced Selection auswählen, dann "Select over-4-Points-faces" wählen) und die dann händisch in Quads oder, wenns sein muss, Tris umzuwandeln. Dafür hast du dann natürlich auch Linien, entlang derer sich leicht weitere Edge-Loops verschieben lassen (du könntest z.B. bei den mit Close geschlossenen Polys auch einfach weiter mit dem Edge-Tool Linien nach innen verschieben) und die regelmäßiger sind als die händisch gemachten.
Das Bridge-Tool gibt dir eine leicht bessere Möglichkeit, die Polys zu kontrollieren. Ich persönlich würde es für deinen Fall nicht anwenden; du willst die regelmäßigen Linien im Achteck lieber haben, da du "zentrisch" orientierte Sachen machen willst - die Mitte noch nach hinten verschieben, bzw. die Außenkanten nach vorne klappen.