Die Königin des Waldes.

Hinter vorgehaltener Hand erzählen sich die Leute merkwürdige Geschichten. Geschichten die manch einen in Sprachlosigkeit versetzen. Die Wirklichkeit ist aber noch erschreckender als die Erzählung, so sagt man. Diese Geschichte wurde nie niedergeschrieben, bis jetzt. Ich lasse nun das geneigte Ohr teilhaben an der unglaublichen Geschichte der Königin vom Walde.


Im Jahre 835 n.C herrschte ein König über das Reich Wisimer. Er hatte ein weiches Herz und regierte mehr mit Wein und Blumen und weniger mit Zepter und Schwert. Er hatte zwei Frauen. Eine lebte im Palast, die andere aber, die er aus seiner Jugend kannte, lebte tief im Wald hinter vielen Bergen. Amalia, Sie lebte in einer Einsiedelei. Es ist nicht viel über Sie bekannt aber man sagt Sie sei eine Hexe die mit Pflanzen und Mineralien Elixiere braut. Der König hat eine Tochter mit Ihr, Franziska die aber nie in der Stadt gesehen wurde.


Seine Rivalen erkannten Ihn als schwach und erlaubten sich zunehmend die Geschicke des Landes selbst in die Hand zu nehmen.

Es dauerte nicht lange bis ein kultureller Zerfall einsetzte. Die Frauen konnten sich wegen der Belästigungen nicht mehr frei bewegen und die einst schönen Erntedankfeste verkamen zu einem wüsten Saufgelage. Die Musik wurde stumpfsinnig und überall verbreitete sich Armut, Bettelei und Diebstahl.

Das ging so vor sich her bis der Übelste aller dekadenten Kerle namens Moramell auf die Idee kam den König zu vertreiben. Dieser flüchtet mit einem Teil seiner Vasallen aber viele von Ihnen wurden ermordet.


Franziska wuchs im Wald auf. Sie kannte alle Bäume, Tiere und viele Geheimnisse des Waldes. Ihre Mutter brachte Ihr Bogenschiessen, Schwertkampf, Jagen, Astrologie und Spagyrik bei.

Eines Tages begegnete Franziska einem Nudisten der sich in den Wald verirrt hatte. Dieser trug nur einen Lodenmantel und als er die schöne Franziska sah, schlug er seinen Mantel auf und entblößte seine Armseligkeit. Franziska lachte kurz und berührte Ihn mit einer Pfeilspitze worauf ein Schrei, der einen die Haare zu Berge stehen liess ertönte und die Haut des Molestier rauchend verbrannte. Man sagt der irre heute noch als Fleischklumpen durch den Wald.

Des weiteren wird von einer Begegnung zwischen Räubern und Franziska erzählt. Die Räuber stahlen Ihr ein Ziborium. Danach sahen sie überall Goldkelche, Amulette, goldene Halsketten, Truhen mit Edelsteinen und vieles mehr herumliegen aber sobald sie sich näherten war es entweder Tierkot oder verschimmeltes Obst. Sie fanden nie wieder aus dem Wald.

Franziska hatte ein Pferd. Man sagt es war ein Geschenk der Götter. Es war das schnellst Pferd im ganzen Königreich.

Als nun das Verbrechen und die Sittenlosigkeit in der Stadt überhand nahm, erschien sie mit einem Schwert. Sie kam mit ein paar Freunden. Auch diese hat man nie zuvor gesehen und es ist nicht überliefert woher diese kamen. Sie geboten dem Verbrechen in der Stadt Einhalt. Augenzeugen erzählten Sie enthauptete sieben wehrhafte Männer in Rüstung mit einem Streich Ihres Schwertes.


Dieses Gemälde ist uns überliefert. Ich habe mir erlaubt es zu restaurieren und die Farben zu retuschieren.

Kommentare 3

  • Eine wundersame Geschichte aus dem spagyrischem Mittelalter. Heutzutage wäre Paracelsus vielleicht ein YT-Influencer und bei jenen gefragt, die schlechte Erfahrungen mit der wissenschaftlichen Schulmedizin machten. 8o

    Bei Franciska wäre vielleicht eine Psychotherapie hilfreich. :nachdenklich:

  • Immer diese Nudisten ... ;)

    Die Ausmaße der Pflastersteine erscheinen mir zu groß. Aber sonst ein schönes Bild.

    • Dachte ich auch. Wenn ich sie aber kleiner mache wirken sie repetitiv. Ich hätte mit viel suchen bestimmt etwas besseres finden können. Aber eben, Zeitfaktor. Aber zu gross? Wofür? Die hatten da starke Leute und einen ausgiebigen Steinbruch. Auch die Gebäude sind sehr massiv gebaut. 8o