Nun, wo waren wir stehen geblieben? Ach ja, das Flugzeug. Aber die Geschichte beginnt eigentlich schon viel früher. Wie die meisten Geschichten beginnt sie mit einer Frau und dem unwiderstehlichen Verlangen nach Ihr.

Es war das Jahr 1939 ich war Pilot und Mechaniker bei der Luftwaffe als ich sie das erste mal sah. Sie trug die Uniform eines Major Kommandanten. Ich war tief beeindruckt! Sie hatte lange dunkle Haare, eine Figur wie aus dem Bilderbuch... ein, ich möchte nicht zu weit in die Details gehen aber es genügte um mich auf der Stelle in Sie zu verlieben. Nennen wir Sie Kassandra. Ob das Ihr richtiger Name ist kann ich weder bestätigen noch verneinen. Es ist klassifiziert.

Ihr Flugzeug war bei mir in Wartung und ich muss wohl kaum betonen, dass ich besonders viel Aufmerksamkeit in Ihre P-51 Mustang investiere. Wir freundeten uns schliesslich an und das war die beste Zeit meines Lebens.


Doch eines Tages war sie weg. Einfach verschwunden. Ich fragte so unauffällig wie möglich meinen Kommandanten ob er wisse wo Sie ist. Doch kriegte ich kein brauchbaren Informationen. Das beunruhigende daran war, dass Ihr Flugzeug noch im Hangar stand. Da stand es also eine Woche und ich hatte langsam das Gefühl, dass irgendetwas nicht stimmte.

Die Gewissheit, dass etwas nicht stimmte erhielt ich ein paar Tage später als ich Ihren Spind ausfindig machte und sah, dass er unberührt war. Alle Ihre persönlichen Dinge waren noch drin.


Eigentlich würde ich die folgenden Ereignisse lieber geheim halten aber die Dringlichkeit der Sache erfordern eine detaillierte Schilderung der Ereignisse.

Es war irgendwann anfangs Juli und ich erinnere mich das die Temperatur in dieser Nacht über 30ºC betrug. Mein Dienst endete um 00:30 Ich hielt es nicht mehr aus und als Mechaniker kannte ich viele Tricks, auch wie man Schlösser ohne Schlüssel öffnet. Ich schlich mich in dieser Nacht in das Büro des Kommandanten und suchte das Dossier von Major Kassandra. Was ich im Schweisse der Angst ertappt zu werden fand verschlug mir den Atem. Nicht nur war sie ein hochrangiger Geheimdienst Offizier, sondern geriet auch unter Verdacht ein Doppelagent zu sein. Sie spricht 8 Sprachen fliessend, hat Zusatzausbildungen in Strategie, Entwaffnung, und war eine Spezialistin für Detonatoren nuklearer Waffen. Die Liste ist unvollständig aber zusammengefasst kann man sagen Sie ist eine der hochqualifiziertesten Fachkräfte die ich je gesehen hatte.

Der letzte Eintrag war höchste Geheimhaltungsstufe.

BAU A2C2 TARFU AAO CCD UCP WMD USAMRICD usw.

Es wurde allmählich hell und ich schlich mich aus dem Büro raus und kroch in meine Koje.


Am nächsten Tag gingen mir all diese Dinge durch den Kopf die ich im Staff Office gelesen hatte. Zum Glück hatte ich einige Photos gemacht. Ich hatte damals eine Ihagee Kine Exakta. Wenn Sie mich erwischt hätten wäre ich vermutlich im Kerker gelandet, dessen Schlüssel sie danach weggeworfen hätten.

Ich ging heute in die Bibliothek und las etwas über Codierung und militärische Abkürzungen. Wie es aussieht wurde Sie zu einem Verhör zwangsversetzt. Es war eine Akronym dabei das ich aber nicht einordnen konnte. Etwas mit 51. Ich muss Sie finden. Vielleicht ist Sie in Gefahr.


Ich werde Dir die Geschichte in allen Einzelheiten ein anderes mal erzählen aber soviel sei gesagt. Ich fand schliesslich heraus wo sie Sie hingebracht hatten und auch warum. Ich entwendete in einer Nacht ein altes Transportflugzeug. Ich stürzte nach 18 Stunden Flug am Zielort ab. Naja, es gab halt keine Landebahn. Ich habe aus ersichtlichen Gründen kein Mayday abgesetzt. Ich sprang aber aus der Frachtlucke in den Ozean. Das Flugzeug krachte auf einen nahegelegenen Sandstrand.

Hier muss Kassandra irgendwo gefangen gehalten werden.

Kommentare 3

  • Dann drücken wir die Daumen, dass seine Herzdame da irgendwo ist ...

    • Gespannt auf die Fortsetzung!

      Gruß, Alex

    • @Alex Wirklich? Die Fortsetzung ist aber haarsträubend. Das ertragen nur die Wenigsten. Nur die Hartgesottenen.