Hallo.
...und wieder was "Dunkles" von mir...
2012 hatte ich in Poser Drachengesicht erstellt. Irgegendwann gönnte ich diesem ein Update und jetzt vor Kurzem ging ich da nochmal ran.
Dabei kam dann das Pic raus, das ich hier jetzt präsentieren möchte.
Hier habe ich eine Sequenz dieses Videos von AdobeStock verbaut sowie dieses Foto, bebnfalls von AdobeStock.
Und wieder einmal Brushes von Ron Deviney, diesmal seine Sand und seine Ashes - Brushes.
Außerdem kamen hier Redfields Fractalius, DXO NIK Collection 8, Luminar Neo, OnOne NoNoise und OnOne Effects zum Einsatz.
In das Update habe ich unmengen an Stunden investiert, hat aber auch voll Spaß gemacht. ![]()
Eine passende Geschichte zum Bild habe ich auch wieder:
Kha’Rethis, der Sandsturmfürst
Man sagt, lange bevor die Meere salzig wurden und bevor die ersten Menschen lernten, die Dunkelheit zu fürchten, existierte eine Zeit, in der selbst die Wüste ein Bewusstsein hatte — und dieses Bewusstsein litt.
In jener vergessenen Ära fiel ein Stern vom Himmel. Doch er war kein Stern. Er schrie, als er fiel. Ein endloser, gequälter Laut, der sich in die Welt brannte und alles Leben verstummen ließ. Sein Licht war krankhaft, flackernd, als würde es gegen etwas Unsichtbares ankämpfen.
Dort, wo er aufschlug, riss die Erde auf — nicht wie Wunden reißen, sondern wie ein Mund, der sich öffnet.
Und aus diesem Schlund kroch Kha’Rethis.
Er war kein Drache. Der Begriff wäre eine Lüge, eine Beschwichtigung für etwas, das nicht gedacht ist, verstanden zu werden.
Sein Körper war ein Wirbel aus zermahlenen Knochen, verrottetem Fleisch und Sand, der sich bewegte, als würde er von tausend fremden Willen zugleich gelenkt. Zwischen den Dünen seines Leibes ragten Fragmente uralter Kreaturen hervor, Schädel, die noch flüsterten, Rippen, die sich bewegten, als wollten sie atmen.
Seine Augen… waren keine Augen. Es waren offene Risse in der Wirklichkeit, in denen etwas blickte, das niemals hätte sehen dürfen.
Und sein Atem war kein Sturm. Er war Auslöschung.
Wenn Kha’Rethis sich erhob, verschwand nicht nur die Welt — sie wurde vergessen. Städte lösten sich nicht einfach auf, sie wurden aus der Erinnerung selbst herausgerissen. Mütter vergaßen ihre Kinder, Namen lösten sich von Lippen, und selbst die Götter verloren für einen Moment den Halt an ihrer eigenen Existenz.
Die frühen Stämme nannten ihn nicht bei einem Namen. Sie wagten es nicht. Stattdessen brannten sie Zeichen in ihre Haut, um sich daran zu erinnern, dass sie existierten — denn allein seine Nähe ließ Gedanken zerfallen.
Die Götter… beobachteten.
Nicht aus Mut. Sondern aus Furcht.
Denn sie erkannten etwas in Kha’Rethis, das älter war als sie selbst. Etwas, das nicht erschaffen wurde — sondern übrig blieb.
Schließlich wagten sie einen verzweifelten Versuch. Drei Krieger wurden erwählt, doch man sagt, sie seien bereits tot gewesen, als sie loszogen. Ihre Körper waren nur Gefäße, gefüllt mit Runen, gebrannt bis auf die Knochen. Ihre Waffen bestanden nicht aus Metall, sondern aus verdichtetem Schmerz und gefrorenem Donner, der bei jeder Bewegung schrie.
Sie trafen Kha’Rethis am Rand der Welt. Dort, wo der Himmel zu Staub zerfällt und die Realität dünn wird.
Der Kampf… lässt sich nicht erzählen. Nicht, weil es niemand gesehen hat — sondern weil niemand sich erinnern kann, ohne den Verstand zu verlieren.
Man weiß nur dies: Die Sonne verschwand, die Zeit stockte und etwas begann, zurückzublicken.
Am Ende banden die Krieger ihn. Nicht durch Stärke, sondern durch die Opfer ihrer Körper, Geistern und Seelen. Jeder von ihnen wurde Teil seines Gefängnisses — ihre Körper zermahlen, ihre Seelen zu Ketten verflochten, die sich tief unter den wandernden Dünen winden. Ein Gefängnis, das lebt. Ein Gefängnis, das leidet.
Doch die Wüste vergisst nichts. Sie bewegt sich. Sie flüstert. Sie träumt.
Und manchmal, wenn der Wind nicht weht und doch alles erzittert, hört man es:
Ein langsames, mahlendes Atmen unter der Erde.
Kein Geräusch — sondern ein Gedanke, der sich aufzwingt.
Manche sagen, wer lange genug lauscht, beginnt sich an Dinge zu erinnern, die nie geschehen sind. Städte aus Knochen. Himmel aus Staub. Sich selbst — begraben, noch atmend.
Und in den schwärzesten Nächten erhebt sich ein Sturm.
Kein natürlicher Sturm.
Er bewegt sich gegen den Wind.
Er folgt keinem Gesetz. Und in seinem Inneren sieht man Formen — zu groß und zu falsch, um real zu sein.
Dann wissen jene, die noch wissen können:
Das Gefängnis wird schwächer.
Kha’Rethis… träumt nicht mehr... er erinnert sich...
Und wenn er sich vollständig erinnert, wird nicht nur Blut den Sand tränken. Seelen, Gedanken, sterbende Liebe, Schmerz und Tod werden den größten Teil des Endes übernehmen.
Die gesamte Welt selbst wird erkennen, dass sie niemals hätte existieren dürfen.
Jetzt hoffe ich wieder, dass es Euch gefällt. ![]()
Kommentare 5
spacebones
rjordan
Erinnert an "Die Mumie"!
Klasse!

Kushanku
Mit Sicherheit kein angenehmes Wesen, so Haut- und Leben-zerstörend, gestaltgewordenes Schmiergelpapier , macht sich sehr gut.
Catoul Autor
Vielen, vielen Dank, Thunder!
Freut mich sehr!!!

Thunder666
Genialität kommt nicht von allein
