Der Shader Mixer ist eher sowas wie das Skript IDE Tab: ein nettes Extra für Leute, die gern basteln, aber für den Normal-User gar nicht notwendig.
Womit wir beim Thema "Warum eigentlich [kein Feature für die breite Nutzermasse]" wären: DS ist so aufgesetzt, dass selbst das Mausschubser-Männchen/-fräuchen à la "ICH HABE DAS INTERNET GELÖSCHT!!" es einigermaßen bedienen kann, um damit halbwegs brauchbare Bilder zusammenzukriegen. Wenn man den leicht hinkenden Vergleich heranziehen will: es ist wie Windoof, DAU-sicher. Die Shader-self-Setups wären aber schon eher was für den versierten Unix-User.
In DS reicht "ich klick meine Textur rein" für die Hausmütterchen/-väterchen-Nachmittags-Kreativität nach dem Motto "Papierblumen an Faden kleben" aus. Wer die Papierblumen noch selber ausschneiden will, beschäftigt sich mit den Shader-Channels und macht seine Posen und Licht-Setups selber. Und wer das Papier noch selbst erfinden will, bastelt sich seine eigenen Klamotten, Charaktere und Shader. Für ein anständiges Bild reicht alles davon. Aber der Sprung, gerade im 3D-Bereich, zum "Papier selbst machen" ist, gerade für DS-User, meiner Meinung nach nur selten den Aufwand wert. Es gibt massig guten Content, der sich mit ein bisschen Phantasie, Shadern (oder dem Wissen um die Channels und dem Willen, ne kleine Map selbst zu pinseln) und den mit DS mitgelieferten Möglichkeiten wie Dformern, Dforce, Geometry Editor und Geometry Shells in den allermeisten Fällen irgendwie zu dem verbasteln lässt, was man will, oder doch wenigstens auf 90% rankommt. Und für die 10% mach ich mir die Arbeit nicht, einen ganz eigenen Shader zu erstellen. Vor allem dann nicht, wenn ich wiederum 80% der fehlenden 10% per Postwork erledigen kann.
DS richtet sich vor allem an Hobbyisten. Ich finds gut, dass auch Profis es benutzen können, und DAZ die User eben nicht nur mit dem vorgefertigten Kram abspeist, sondern ihnen die Möglichkeiten gibt, zu fummeln und zu probieren. Aber die ganz-ganz-ganz Selbstmacher sind nun mal nicht der Fokus der Software.