Das Problem, daß ich da hatte waren einfach extrem hohe Glanzlichter bei einer hellgrauen Glanzlichtfarbe. Darunter war die Textur völlig in Ordnung. Bei der Gelegenheit habe ich mal die OBJ-Dateiformate die DAZ-Studio erzeugt mit denen verglichen, die Carrara-3 verwendet.
Beide Programme verwenden keine Kurven/Bezier-Patches im OBJ, sondern nur Meshes, drum sind die OBJ-Dateien bei HiPoly-Modellen riesengross. In den Dateien folgen
Vertices (v), Texturvertices (vt), Normalenvektoren (vn) und zu Meshgruppen (g) zusammenfasste Faces (f) aufeinander. Das ist alles 100% kompatibel.
In den MTL Dateien verwendet Carrara die folgenden Tags:
Glanzlicht-Wert (shinyness, Ns) 0..1000
Transparenz-Wert (alpha, d) 0..1.0
Lichtbrechung (refraction, Ni) >=1.0
Beleuchtungsmodell (illum) 0..2
Farbe (diffuse color, Kd) RGB-Wert
Glanzlicht-Farbe (specular color, Ks) RGB-Wert
wie Carrara die ambient color (Ka) genau nutzt, weiss ich nicht, die fehlt beim Shader user interface.
Statt Farben können auch Maps verwendet werden, den Tags im MTL-File wird dann ein map_ vorangestellt. Also:
map_Ka: Dateiname der ambient color map
map_Kd: die "normale" (diffuse) Texturmap
map_Ks: die Glanzlicht- Map.
bump: eine Bumpmap.
Ob Carrara die Einträge map_Ka, map_Ks und bump auswertet weiss ich noch nicht, habe bisher nur map_Kd gesehen, wenn ich aus Carrara exportiere.
Was die "Km" Tags machen, die Carrara rausschreibt, hab ich noch nicht rausfinden können.
Das alles nur für Leute, die selbst OBJ/MTL- Dateien von/zu andren Proggies konvertieren wollen.
Sowas wie Transposer ist natürlich klar vorzuziehen, weil mit OBJs nur "statische" Objekte ausgetauscht werden können und eben auch in einer festgelegten Mesh-Auflösung, d.h. Bezier/Splines verlieren ihre Rundungen wenn man nicht mit riesigen Polygonmonstern konfrontiert werden will.
Aber so kriegt man zur Zeit von DAZ für um die 50 Euro die Figuren Victoria, Michael, alle Millenium- Viecher und ne Menge mehr für DAZ-Studio, exportiert sie für Bryce und nimmt sie so in Carrara rein. Man muß hier nur die Glanzlicht-Einstellungen (etwa per Perlscript automatisch) korrigieren, nachdem man die Figuren zuvor im kostenlos erhältlichen DAZ-Studio "geposed" hat.
Das erspart in einigen Fällen sicher die Anschaffung von Poser und Transposer.