Hallo.
Jetzt endlich kann ich auch mal wieder hier sein. Waren nicht ganz so einfach, die letzten Wochen...
Nichts desto Trotz habe ich mal wieder ien Bild im Gepäck; ist mal wieder eines aus dem Sci - Fi - Genre.
Das Gelände entstand bereits vor einigen Jahren in Gaea, die Raumschiffe in Poser, diese habe ich wieder einmal als .obj in Vue importiert und dort mit der Szene mitgerendert, um sie danach noch viele Stunden in Photoshop weiter zu bearbeiten.
In PS kamen dann wieder einmal
seine Fog I und Fog II Brushes zum Einsatz.
Desweiteren die NIK - Collection 8 von DXO,
OnOne NoNoise sowie OnOne Effects.
...hierzu habe ich wieder eine Geschichte - allerdings ist die dem S<ystem zu lang.
Schade.
...2. Versuch...
Die letzte Flotte
Die Erde starb nicht an einem einzigen Tag.
Sie starb langsam, Jahr für Jahr, Atemzug für Atemzug.
Zuerst verschwanden die Vögel. Niemand bemerkte es wirklich, bis die Städte vollkommen still wurden. Dann kam der Staub – feiner grauer Staub, der aus den ausgetrockneten Böden aufstieg und wochenlang in der Luft hing. Die Ozeane erwärmten sich, wurden sauer und schließlich schwarz vor Algen. Die Atmosphäre veränderte sich so langsam, dass eine Generation glaubte, es sei noch normal.
Doch die Messstationen logen nicht.
Der Sauerstoff sank.
Die Temperaturen stiegen. Unaufhörlich.
Stürme und die ansteigende Hitze wurden zu Kontinent verschlingenden Monstern.
Die Menschheit hatte Jahrhunderte lang gewarnt. Dann ignoriert. Und dann versucht zu reparieren.
Und schließlich aufgegeben.
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Der Plan Exodus
Als die ersten Regionen dauerhaft unbewohnbar wurden, gründeten die letzten Regierungen gemeinsam das Exodus-Projekt. Es war das größte Bauprojekt der Menschheitsgeschichte.
Im Orbit der Erde entstanden Werften – gigantische ringförmige Stationen aus Titan und Keramiklegierungen. Dort wurden die Archen gebaut: Raumschiffe so groß wie Städte.
Nicht ein Schiff.
Nicht zehn.
Hunderte.
Jedes konnte Millionen Menschen tragen. Mit künstlicher Gravitation, Ozeanen aus recyceltem Wasser, hydroponischen Wäldern und Samenbanken für tausende Pflanzenarten.
Doch selbst hundert Archen reichten nicht.
Die Erde hatte einmal zehn Milliarden Menschen beherbergt.
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Auswahl
Die Auswahl begann leise.
Zuerst Wissenschaftler.
Ingenieure und Ärzte.
Biologen.
Dann Kinder.
Immer mehr Länder akzeptierten eine grausame Wahrheit: Die Zukunft der Menschheit bedeutete, dass Milliarden zurückbleiben mussten.
Die Nachrichten wurden schließlich abgeschaltet. Niemand wollte mehr die Zahlen sehen.
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Die letzten Jahre der Erde
Die Atmosphäre wurde giftig.
Inzwischen hatte sich die Konstellation der Planeten dramatisch verändert.
Irgendwann gehörten Filtermasken zur normalen Kleidung. Städte bauten Kuppeln über ganze Bezirke.
Wälder verbrannten jedes Jahr, jede Woche, jede Minute.
Der Himmel war meist orange oder grau.
Kinder sahen echte Sterne nur noch auf alten, vergilbten Bildern.
Doch hoch über der Erde wuchsen die Schiffe weiter.
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Die Flotte
Die Menschen nannten sie irgendwann einfach „die letzte Flotte“.
Ihre Namen klangen wie alte Mythen:
• Aurora
• Horizon
• Zeus
• Gaia Nova
• Helios Ark
• Athena
• Odyssey
• Neptun
• Valhalla und Freya
Eine kleine Auswahl.
Gigantische Zylinder mit rotierenden Lebensringen. Manche hundert oder zweihundert Kilometer lang. Andere noch größer.
Viel größer.
In ihnen lagen ganze Städte, Länder...
In ihnen Schulen. Parks. Seen und Wälder.
Und Erinnerungen an eine Welt, die bald sterben würde.
Sehr bald sogar.
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Der Tag des Abschieds
Als die Atmosphäre schließlich so instabil wurde, dass selbst geschützte Städte zusammenbrachen, kam der letzte Befehl.
Start innerhalb von 72 Stunden.
Die Startplätze lagen an den Küsten alter Raumhäfen – riesige vertikale Startanlagen, die einst für Marsmissionen gebaut worden waren.
Nun starteten sie im Minutentakt.
Raketen so groß wie Wolkenkratzer trugen die letzten Menschen in den Orbit.
Viele wussten, dass ihre Familien unten bleiben mussten.
Die Abschiede waren leise.
Keine großen Reden.
Keine Musik.
Nur Umarmungen und Tränen.
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Lira
Lira war sechzehn.
Sie war auf der Liste, weil sie ein außergewöhnliches Talent für Biologie hatte. Man hoffte, dass sie eines Tages helfen würde, neue Ökosysteme auf fremden Planeten aufzubauen.
Ihre Mutter stand nicht auf der Liste.
Am Raumhafen umarmte sie ihre Tochter ein letztes Mal.
„Du musst leben“, sagte sie.
„Aber du—“
„Die Menschheit braucht dich mehr als mich.“
Lira versuchte zu antworten, doch ihre Mutter hatte sich schon umgedreht.
Manchmal sind die schwersten Entscheidungen die, bei denen man nicht zurückblickt.
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Der letzte Blick
Als Lira schließlich im Orbit ankam, betrat sie die Ark Aurora.
Durch die Panoramafenster sah sie die Erde.
Nicht blau.
Nicht grün.
Graue Wolkenbänder bedeckten die Kontinente. Staubstürme wirbelten über ganze Hemisphären.
Die Ozeane wirkten dunkel und still.
„Ist das wirklich unsere Heimat gewesen?“ fragte ein Junge neben ihr.
Eine alte Frau nickte.
„Und sie war einmal wunderschön.“
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Start der Flotte
Die letzten Schiffe dockten an.
Die Flotte formierte sich.
Hundert gewaltige Archen schwebten im Erdorbit, begleitet von tausenden kleineren Versorgungs- und Schutzschiffen.
Die Menschheit hatte noch nie etwas Größeres gebaut.
Ein letztes Signal ging über alle Kanäle:
„Exodus beginnt.“
Die Triebwerke zündeten.
Sonnenhelle Plasmastrahlen leuchteten hinter den Schiffen auf.
Langsam entfernten sie sich vom Planeten.
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Das Schweigen
Niemand jubelte.
Millionen Menschen standen an Fenstern.
Die meisten weinten.
Andere starrten nur still auf die kleiner werdende Erde.
Die Wiege der Menschheit.
Die einzige Heimat, die sie je gekannt hatten.
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Die Reise
Ihr Ziel war ein Planet um einen Stern, den alte Astronomen Tau Cetii nannten.
Die Reise würde über hundert Jahre dauern.
Die meisten Menschen würden sie nicht überleben.
Ihre Kinder. Oder deren Kinder.
Die Flotte war nicht nur ein Transport.
Sie war eine wandernde Zivilisation.
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Hoffnung
Monate später schrieb Lira in ihr Tagebuch:
„Heute habe ich im Hydroponikgarten einen neuen Baum gepflanzt.
Ein echter Baum, aus einer Samenbank der alten Erde.
Vielleicht wird eines Tages ein Kind darunter sitzen und fragen, woher er kommt.
Und wir werden sagen:
Von einer Welt, die wir verloren haben.
Und von einer Spezies, die gelernt hat, weiterzugehen.“
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Am Rand der Dunkelheit
Die Flotte flog weiter.
Hinter ihnen verblasste die Sonne langsam zu einem hellen Punkt.
Vor ihnen lag nur die Tiefe des interstellaren Raums.
Doch irgendwo dort draußen wartete eine neue Welt.
Und vielleicht …
...eine zweite Chance für die Menschheit.
Hoffe, es gefällt Euch.
Viele Grüße, Catoul
Kommentare 6
interozitor
Die Geschichte muss ich erst noch lesen
Aber das Bild ist schon mal gut.
Gurkenbier
Ich bin jetzt nicht so der fleißige Leser von Geschichten aber das Bild hat mich dann doch (in der Vergrößerung) ein paar Momente lang gefesselt und zu Interpretationen hingerissen.
Danke für diese schönen Momente!
Sheeban
Cooles Bild. Auch das Format gefällt mir. Dadurch entsteht eine Dynamik im Bild.
Licke
Tolles Bild!!!
Kushanku
"die letzte Flotte der Menschheit".....haben wir es also geschafft..... alles zu versauen. Das Bild ist jedenfalls nicht versaut, sondern sehr gelungen
.
Thunder666
Hoffe es geht Dir gut ?!!
Sehr beeindruckendes Bild
Filmreif
.
Effekte, Farbgebung, Inszenierung , Strukturen = toll. Sieht sehr gut auf meinem Desktop.