Die Machart des Bildes gefällt mir – die Szene ist gut gebaut, das Licht sitzt, die Stimmung ist stimmig.
Aber der dargestellte Kontext ist hart.
Er erinnert daran, dass Gewalt nicht immer laut, sichtbar oder eindeutig ist.
Kontrollsucht, Narzissmus, unterschwellige Demütigungen, Abhängigkeiten, Neid, verletzter Stolz –
all das kann genauso zerstörerisch sein wie offene körperliche Gewalt.
Viele Menschen denken bei Gewalt nur an das Offensichtliche.
Doch oft spielt sich das eigentliche Drama im Verborgenen ab.
Und es ist wichtig zu sagen:
Gewalt wird nicht nur von Männern ausgeübt. Auch Frauen können kontrollieren, manipulieren, verletzen –
nur wird darüber viel seltener gesprochen.
Das eigentliche Problem liegt häufig in den Abhängigkeiten:
emotional, finanziell, familiär.
Wer abhängig ist, bleibt – und wer bleibt, wird übersehen.
Insofern ist es gut, dass es solche Bilder gibt.
Nicht weil der Inhalt schön wäre,
sondern weil sie sichtbar machen,
was sonst im Alltag oft unsichtbar bleibt.
Natürlich können auch Frauen Täter sein, aber Männer sind Frauen nun mal körperlich überlegen und die Statistiken zeigen, dass Frauen überwiegend Opfer von männlicher Gewalt werden. Dabei darf man auch nicht vergessen, dass die meisten Opfer von Straftaten Männer sind. Ich will damit nicht sagen, dass Männer per se das Problem sind. Meiner Meinung nach ist es die Kombination von Patriarchat und Kapitalismus. Diese Kombi nützt nur wenigen Menschen, der Rest der Bevölkerung wird in Abhängigkeit gehalten mit dem vagen Versprechen, dass man auch in den illustren Kreis der Reichen und Mächtigen aufsteigen kann. Aber ich möchte hier jetzt auch keine Grundsatzdiskussion anfangen, dazu sind die Probleme viel zu komplex.
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Vom Thema allerdings nicht so sehr. Aber das Leben ist nicht immer rosig. Bei der Erwachsenenbildung hatten wir eine junge Frau die von ihrem Mann geschlagen wurde und mit einem blauen Auge in den Unterricht kam.
Kommentare 18