Kamera in Innenräumen

Es gibt 9 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von esha.

  • Hallo allerseits!
    Habe dieses Forum eben erst entdeckt und hab auch gleich eine Frage:
    Irgendwie komme ich trotz vieler Versuche mit den Dimensionen nicht ganz zurecht.
    Wenn ich einen Innenraum baue, wird alles recht groß, so daß ich durch die Himmelseinstellungen dann manchmal Nebel bzw. Dunst im Zimmer habe.
    Wenn ich den Dunst ausschalte, fehlt er mir dann in der Landschaft, die man durchs Fenster sieht.
    Also habe ich das ganze verkleinert, weil der Dunst ja nur bei größeren Entfernungen auffällt.
    Dann hat aber die Kamera nicht mehr ins Zimmer gepaßt, also habe ich die auch skaliert und dadurch eine ganz komische Weitwinkelperspektive oder sowas ähnliches bekommen, und trotz Herumspielen mit den Kameraeinstellungen habe ich keine realistische Ansicht mehr zustande gekriegt.
    Hat da jemand vielleicht einen Tip?
    Liebe Grüße,
    esha

  • Hallo esha


    Wenn man die Bryceeinheit als 1 Meter annimmt, kommt man eigentlich gut hin, wenn es um Größenverhältnisse geht.
    Also 1 Bryce = 1m, ein Grundquader ist somit 20,48m groß.
    Um in Innenräumen gut mit der Kamera klarzukommen solltest du sie nicht skalieren. Dies entspräche einem herein-, bzw.
    herauszoomen. Besser kommst du wenn du erstmal den Sichtwinkel änderst, das geht am besten im Objektmenü ( klick A, bei aktiver Kamera, oder in der Kameraansicht, doppelklick auf den Kameraeinsteller, das ist die Kugel mit den vier Pfeilen).Hier kann man sich auch an den Bildwinkel eines Fotoapperates orientieren.
    dabei gelten folgende Einstellungen:
    Bildwinkel Brycekamera entspricht Brennweite Fotoapperat
    94 Grad ==> 20mm
    75 Grad ==> 28mm
    62 Grad ==> 35mm
    46 Grad ==> 50mm
    29 Grad ==> 85mm
    18 Grad ==> 135mm
    12 Grad ==> 200mm


    Ich hoffe ich konnte etwas helfen


    Spreenix

  • Im Grunde geht das Ganze viel einfacher...
    Die Kamera darf ruhig aus der Szenerie herausschauen - wichtig ist nur : die Spitze der Kamera (hinten wo alle blauen Linien zusammenlaufen) muß innerhalb der Szenerie sein. Diese ist der eigentliche Bezugspunkt der Kamera. Das das die Kamera aus der Szenerie (Innenraum) schaut, macht also gar nichts.
    Die Kamera ist mit Absicht so groß gemacht worden, damit sie in einer großen Szenerie noch immer zu finden ist.
    Die Kameraperspektive ist weiters für Standbilder unwichtig. Ich schalte sogar oft auf die "Regisseur (Director)"-Perspektive um. Das kann man oben links machen, wo auch das Kamerasymbol ist. Einfach draufklicken, und schon wird aus dem Kamerasymbol ein Stuhl (Director). Vorteil der Regisseur-Perspektive ist, daß sie wesentlich flexibler ist, was die Navigation der Perspektive betrifft. Es können mehrere Arten von Navigationen gewählt werden (bei dem vorletztem grauen kleinen Pfeilchen links), als bei der Kameraperspektive.
    Ausserdem löst sich dann auch die unbegründbare Angst auf,daß etwas aus der Perspektive verloren gehen könnte, nur weil die Kamera nicht "ganz" in der Szenerie ist (obwohl, wie gesagt Bryce sich nur auf den Fokuspunkt der Kamera fixiert).


    Im übrigen nehme ich eine Bryceeinheit als etwa 0,5 Dezimeter. Vor allem bei Innenraumszenerien, ist diese Umrechnung ziemlich sinnvoll, weil bei komplexeren Szenerien durchaus mal kleinere Gegenstände vorkommen können (Reißnagel) - und die skalierbare untere Größengrenze von Bryce liegt um die 0,07-0,14 Bryceeinheiten. Da kanns schnell zu problemen kommen, wenn man eine Bryceeinheit, wie Spreenix vorschlug, als Meter annimmt. Das macht lediglich bei Landschaften, bzw. architektonischen (Aussen-)Ansichten mehr Sinn. Ich arbeite nichts desto trotz bei jeder Art Szenerie mit dem 0,5 Dezimeter-Umrechnungsfaktor.


    Weiters die Brennweite...
    Der Mensch sieht ja in einem Winkel von etwa 60 Grad...
    Weiters steht in einem Photobuch, daß dieser Winkel etwa 50 mm Brennweite entsprechen - also kann an deiner Tabelle (@ Spreenix) etwas nicht stimmen.
    Und Bryce hat sicher keine Bryceeigene Graddefinition, sondern eine mathematische, zumal Bryce ja ein parametrischer Renderer ist.

  • Zwar nicht 100%ig themenbezogen, teilweise aber doch passend: ;)
    Ich nehme mir beim Konstruieren von Indoor-Szenen immer eine Standard-Poserfigur und orientiere mich daran. Damit lassen sich Grössenverhältnisse gut erkennen und ggf. anpassen. Zu der Sache mit den BryceEinheiten: 1BE kommt -wie meine Vorredner;) schon festgestellt haben- ca. 1 Meter im Reallife recht nahe.
    Wenn dir das Navigieren mit der Kamera in kleinen Szenen schwerfällt, kannst du ja auch erst alles 10x so gross bauen und dann im Gesamten wieder auf die gewünschte Grösse runterskalieren (das Gruppieren vorher nicht vergessen ;))


    Gruss - 3dc.

  • Bei 3d-Crews Vorschlag mit dem 10-mal größer bauen, und dann runterskalieren, hab ich eine Vorwarnung :
    Sollte es sich dabei beispielsweise um ein Zimmer handeln oder ähnliches, so ist höchste Vorsicht geboten.
    Werkseitig stellt Bryce für jedes Objekt, bzw. jede Textur (es sei denn, es ist eine Phototextur) die Weltperspektive ein. Das heißt, daß bei einer Verkleinerung der Szenerie sich die Texturen verändern (zu groß werden). Dann muß man bei jedem Objekt wieder von Hand umstellen. Ist eine immense Arbeit bei vielen Objekten. Wie das sich mit Parametrischer Ausrichtung der Textur (die Bryce gewöhnlich bei Phototexturen verwendet) verhält, weiß ich nicht genau.
    Bei einer kleiner-skalierung der Szene empfehle ich (wenn überhaupt schon eine klein-skalierung so notwendig ist), daß die Texturen Objekt-Ausgerichtet sind. Ich denke so kann man noch am ehesten Verzerrungen/Veränderungen der Texturen vermeiden.
    Wollt ich nur mal warnend gesagt haben , damit sich keine Überraschung einstellt, wenn man kleiner skaliert hat, und man die ursprüngliche Größe (die man immer auf ein Papier aufschreiben sollte) nicht exakt wiederherstellen kann.

  • Zitat

    Sollte es sich dabei beispielsweise um ein Zimmer handeln oder ähnliches, so ist höchste Vorsicht geboten.


    Da sieht man wieder mal wie gefährlich die Arbeit mit Bryce werden kann. :]


    Allerdings kann man dieses Problem mit der Skalierung umgehen, wenn man die Texturen erst dann vergibt, wenn die Szene fertig ist. Was sowieso von Vorteil ist wenn man seine Modelle selber baut, da dann die Proberenderings schneller sind.

  • Stimmt schon, daß mit den ohne-Texturen-Rendern...
    Ich selber aber mach das nie so, wenn ich was modelliere, weil ich von jedem Detail wissen will,wie es im Zusammenspiel mit den anderen wirkt. Und da sind Texturen seeeehr wichtig... Auch wenns dann ständig Zeit abzieht, wenn man jedesmal Proberendert, um das Ergebnis zu sehen...