Siedlerschicksale

Es gibt 45 Antworten in diesem Thema, welches 10.492 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (12. August 2010 um 12:18) ist von Sharwyn.

  • Verwendete(s) Programm(e): Bryce 5.5

    Nach über siebenjähriger Abwesenheit ist das Versorgungsschiff Popol Vuh der WASA (World Aeronautics and Space Administration, ein Zusammenschluss aus NASA und ESA) zum Planeten Hunahpu im Wegasektor zurückgekehrt. Eine paradiesische Welt mit den besten Voraussetzungen zur Besiedelung, da der Planet kein intelligentes Leben hervorgebracht hat.
    Unter der Kommandantin Guisepina Garau hat es den fünfzehnmonatigen Flug gut überstanden und ist vollgeladen mit allem was auf einer Siedlerwelt gebraucht wird.
    Beim Anflug auf Hunahpu ist keiner der Funkanrufe beantwortet worden, obwohl die planetaren Anlagen technisch in Ordnung scheinen. Um den Sicherheitsvorschriften zu genügen hat Kommandantin Garau die Landung auf dem Ozean in Nähe der Küste angeordnet.
    Auch hier scheitern alle Versuche über Funk mit den Siedlern in Verbindung zu kommen. Also werden die bordeigenen Flug- und Fahrmobile eingesetzt um die Siedlungen zu erreichen.
    Man findet technisch voll intakte Siedlungen vor, allerdings völlig menschenleer. Dann macht die Besatzung der Popol Vuh grausige Entdeckungen. Überall verstreut auf dem Kontinent werden die sterblichen Überreste der Siedler gefunden.
    Noch kann sich niemand erklären, was in den letzten sieben Jahren auf Hunahpu geschehen ist. Die Leichen weisen auch keine Anzeichen von Gewalteinwirkung auf.
    Das Sterben der Siedler bleibt lange ein Mysterium. Erst sehr viel später kommt man dem Rätsel auf die Spur. Eine Pflanze, ähnlich dem irdischen Pilz, die planetweit vertreten ist (auf dem Bild unten links), stößt alle zwei Hunahpujahre ihre Sporen aus. Ein unzählige Anzahl von Sporen treibt dann durch die Atmosphäre. Zwangsläufig geraten beim Atmen Sporen in die Lunge und Blutkreislauf. Die Sporen entwickeln mit dem körpereigenen Eiweiß einen stark halluzigenen Wirkstoff, der die Realität des Betroffenen völlig ausschaltet. Man vermutet, dass die Siedler allesamt davon betroffen waren und wohl bis zur Entkräftung gelaufen sind. Da keiner dem Anderen helfen konnte kam es wohl zum Massensterben.
    Hunahpu ist mittlerweile als Siedlungswelt gestrichen und hat einen Sperrvermerk erhalten.
    Es ist nicht einfach Siedler zu sein.

    mfG
    Elfmann

    Irren ist menschlich, aber für das totale Chaos braucht man einen Computer.

    • Offizieller Beitrag

    Uuuuuh, das ist aber eine düstere Geschichte. Hoffentlich ist auf meinem Kolonieplaneten nicht auch so ein übersehener lebensfeindlicher "Faktor" vorhanden.
    Alles das ist aber gut in Szene gesetzt :applaus , so traurig die Geschichte auch ist.

    Lg
    Kushanku

  • Klasse ! Klingt fast wie der Pern-Zyklus von Anne McCaffrey - mit dem Unterschied, daß es dort ein roter Stern ist, der in einer elliptischen Umlaufbahn um Pern herumzieht und dabei Sporen auf den Planeten runterregnen läßt. Diese verätzen Mensch und Tier, verbrennen Pflanzen und graben sich tief in den Boden ein.
    Um die Sporen zu bekämpfen, entwickeln die ersten Siedler aus einer heimischen Tierart, den Feuerdrachen (so eine Art Minidrache), die großen Drachen, die den Legenden der menschlichen Heimatwelt entlehnt sind.
    In einer telepathischen Verbindung von Mensch und Tier bekämpfen Drachen und Drachenreiter fortan die Sporen und bauen dabei eine völlig neue Gesellschaftsstruktur auf.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Anne_McCaffrey

    Honi soit, qui mal y pense.

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