Keine Sorge, dein Bild ist wirklich nicht schlecht! Besonders die Wasseroberfläche mit dem Bootsschatten hast du sehr schön hingekriegt. Mein 11. Brycebild damals hat jedenfalls nicht so viel hergemacht!
Kommen wir mal zu ein paar Verbesserungstips:
- Die Bodenfläche ist zu platt, das wirkt ein bißchen langweilig. Schöner wäre es, wenn du hier einige sanfte Hügelterrains verwenden würdest.
Ganz allgemein gilt: Die unendliche Bodenfläche in Bryce schaut gut aus, wenn man eine Wasserfläche oder einen wirklich waschbrettflachen Boden (Innenraum, Straße etc.) benötigt. Dann und nur dann sollte man sie verwenden. Bei allen anderen organischen Böden, gerade bei Landschaften, wirkt sie einfach viel zu unnatürlich, da sollte man mit Terrains arbeiten. Am besten, man erstellt sich ein paar flache und ganz leicht hügelige Terrains, speichert sie in der Bibliothek und baut sich daraus bei Bedarf seine Szene zusammen. Ist ein kleiner Schritt, aber gerade der macht es oft aus, ob ein Bild wie ein völliges Anfängerwerk oder schon etwas fortgeschrittener wirkt.
- Was hier auch schon angesprochen wurde: Die Beleuchtung. Sehr schön bei solchen Unterwassersachen machen sich schräg einfallende, sichtbare Lichtstrahlen. Das geht entweder mit volumetrischen Lichtquellen (siehe Tip von Naoo), was die Renderzeiten ziemlich hochschraubt, oder man arbeitet sie per Postwork ein (Tip von Esha; ich mache es übrigens genauso). Ich finde es so einfacher, außerdem spart es Renderzeit.
- Ganz wichtig bei Unterwasserbildern sind die Caustics. Darunter versteht man die Spiegelung von durchsichtigen Objekten, durch die das Licht hindurchscheint. in diesem Fall wären das die Unebenheiten der Wasseroberfläche, die man auf dem Meeresgrund als Lichtreflexionen erkennt. (Siehst du auch auf meinem Bild oben).
- Ein paar zusätzliche, verschiedene Unterwasserpflanzen würden sich gut machen, genauso wie Steine, Geröll und/oder sonstiges Gerümpel. Halt soviel, daß es einerseits nicht so sauber aufgeräumt aussieht, aber andererseits auch nicht überfüllt wirkt.
- Deine Fische treiben sich 'klumpenweise' herum. Bei den orangefarbenen sieht es gut aus, bei den anderen wirkt es zu gleichförmig. Um das zu lösen, hat Bryce ein wunderbares Tool: Das Streuwerkzeug. Ich hab dir schnell ein kleines Tut gemacht:
1. Du erstellst einen Fisch, markierst ihn und gehst dann auf Edit --> Multi Replicate. Repliziere ihn 20 oder 30 mal (oder so oft du halt willst). Dein künftiger Fischschwarm sitz jetzt markiert auf einer Stelle. Behalte die Markierung bei und klicke auf das kleine Dreieck unterhalb des Streuwerkzeugs. Im sich öffnenden Fenster markierst du 3D Disperse.
2. Deine Fischgruppe ist noch immer markiert, jetzt mache einen Linksklick auf die kleine Kugel rechts oberhalb des Streuwerkzeugs und fahre den Cursor bei gehaltener, linker Maustaste langsam nach rechts oder links (Richtung ist egal). Du siehst, daß deine Fische in alle Richtungen auseinanderdriften.
3. Gerendert hast du jetzt einen Schwarm Fische, und zwar ohne daß du jeden einzelnen mühselig hättest platzieren müssen.
Viel Spaß beim Ausprobieren!
LG
Yoro