Hier eine Frau. Ich habe dem Thread absichtlich einen recht nichtssagenden Namen gegeben, weil ich euch fragen wollte, was ihr in ihrem Gesicht lest - Emotionen, Einstellungen.
Was ist das für eine Frau?
Und natürlich ist Kritik willkommen. Es ist schon eine Menge Postwork in das Bild geflossen, ich hoffe, ich hab nichts verschlimmbessert.
Meine Frage ging dahin, ob ich auch das getroffen habe, was ich wollte. Ich wollte euch aber auch nicht beeinflussen.
Die Frau ist im Endeffekt eine Verräterin. Sie stammt aus einem Sci-Fi-Sternenreich, in dem für Vergehen an der Gesellschaft, die keine Menschenleben kosten, die Verbannung ausgesprochen wird. Man darf dann nicht mehr in das Reich zurückkehren, sonst riskiert man Geldbußen / Haftstrafen mit anschließender Wiederverbannung.
Sie war vor fünfzehn Jahren Mitglied eines der Planetenräte, die den jeweiligen Planeten verwalten und regieren. Sie hatte sowieso nie viel, war jedoch nicht ganz unglücklich. Zwar war ihr Mann verstorben und sie mit ihrer kleinen Tochter allein zurückgeblieben, aber das hatte sie schon irgendwie verwunden. Dann wurde ihre Tochter entführt und ein viel zu hohes Lösegeld gefordert. Die Behörden konnten ihr nicht helfen; Hinweise wurden keine gefunden und eine Schein-Übergabe schlug fehl. Das Geld konnte sie aber privat auch nicht auftreiben. Also hat sie öffentliche Gelder veruntreut, um ihre Tochter wieder zu befreien.
Der Entführungsfall an sich hatte schon viel Aufsehen erregt, doch als die Veruntreuung ans Licht kam, wurde die öffentliche Meinung zwiegespalten. Die einen gaben der verzweifelten Mutter Recht, die anderen argumentierten, dass man solch ein Verhalten niemals tolerieren sollte, weil sonst reihenweise Ratsmitglieder erpresst würden und es ja allgemein der Gesellschaft schade. Sie wurde verurteilt, ging in Berufung, wurde wieder verurteilt. Dann wurde sie in die Verbannung verbracht. Ihre Tochter kam in ein Waisenhaus.
Nun ist sie verbittert und voller Haß, eine eiskalt kalkulierende Gegnerin des Systems, die sich mit den Strukturen und einigen wichtigen Interna auskennt. Gleichzeitig ist sie einsam und sehnt sich nach ihrer Tochter, von der sie nicht einmal weiß, dass sie gerade angefangen hat, zu studieren...
Mein erster Gedanke war, dass sie mich an die Chefin von James Bond erinnert. Also das mit eiskalt und berechnend hast du gut rübergebracht, finde ich.
Die Schuhe sind ein einziger Klumpen mit den Klamotten. Ich konnte sie also leider nicht weglassen. Allerdings hab ich auch vergessen, nachzusehen, ob ich sie vielleicht einzeln unsichtbar gemacht bekomme... Ich guck mal, wann ich sie noch mal neu gerendert bekomme; aktuell ist meine Halbdrachin in der Überarbeitung.