Affinity Photo 1.6

Es gibt 12 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Bluepix.

  • rk66 hatte das zwar schon mal HIER angesprochen, die dortige Debatte, was angeblich andere Programme auch können oder nicht,
    passt aber nicht zu meinen Motiven.



    Affinity ist ein 2D Postworker, welcher neben den üblichen Dateien auch PSD, RAW, sowie 360 Grad Bilder und vor allem(!) OpenEXR Dateien (32bit HDR) bearbeiten kann.
    Denn genau dieses Format, mit vollem Belichtungswerteumfang, können unsere PB Rendermaschinen ja hinten raus hauen. Octane jedenfalls.
     
    Wer wie ich, ein PSD und EXR fähiges Bildbearbeitungsprogramm sucht und nicht gewillt ist, nach mühevoller Einarbeitung in das Monster Photoshop oder die kleine Schwester, vielleicht 2% davon zu nutzen, wird dieses Programm evtl. auch mögen.


    Die 10 Tage Demo habe ich mir gleich mal gezogen und jawoll, Affinity läd EXR Dateien und bietet gleich mal etliche Vorschläge im Tonemapping, zzgl. aller erforderlicher Manipulatoren. Compositer und Tonemapper werden hier ihre helle Freude haben 8) Layout mehrsprachig, auch in deutsch.






    Bisher war ich mit PSPproX4 und (wegen PSDs) Gimp unterwegs. Affinity ist - wie eindeutig zu sehen - übersichtlich wie PSP, bietet auch dieselben Werkzeuge aber ein gänzlich anderes, Layer-/Filtersystem samt Tonemapping sowie Zugang zu RAW, PSD und eben dem immer mehr um sich greifenden EXR Dateiformat. Den Apple Design Award gibt's halt nicht für Humbuck. Und das alles für unter 50 €. Nicht schlecht.
     
    Dieser coole Promo Video lief mir bei YouTube über den Weg...


    Promo


    Hier noch mal die Homepage


    Affinity Photo



    Vielen Dank an PSPproX4 für die jahrelange gute Zusammenarbeit :thumbup: 
    Willkommen Affinity Photo 8) 
     


  • ... Affinity schau ich mir bei Gelegenheit auch an.

    Gerade als PSP Anwender kann ich Dir Affinity nur empfehlen :)




    Sodele. Nach einer überraschend glatt laufenden Einarbeitung, hier meine nächsten Sprüche.
    Und das von einem der Postwork bisher ablehnte... also ein PW Nichtswisser :rolleyes: Nun, dies ändert sich gerade...
    Inzwischen liegt die neueste Version 1.5.2 vor und auch die ersten kostenlosen Macros sind geladen und ausprobiert. Coole Sachen 8)


    Intuitives Layout? :nachdenklich: Damit prahlen (und lügen) ja alle :rolleyes:
    Gerade als Tonemapping und Postwork Anfänger, erlaube ich mir also dieses Urteil: Affinity Photo ist zugänglich wie kein anderes 3/2D Programm.
    Begründet im selbstverstehenden Layout, einer congenialen Layerstruktur und den über 200 Affinity Video Tuts, welche wunderbar kurz und verständlich
    jeden Aspekt des Programms auf den Punkt bringen. Daran sollten sich mal all die och-ich-mach-mal-ein-Tut-endlos-Laberköppe orientieren.


    So wie Affinity macht man hilfreiche Video Tutorials 


    Eigentlich braucht Ihr Euch nur das ein oder andere Video ansehen und ich könnte jetzt hier schluss machen.
    Aber Anwender Eindrücke und ein par Bilder kommen hier im Forum ja auch ganz gut, also...



    Zur Sache:


    In Affinity komme ich mir mitunter vor wie ein Kind im Bon Bon Laden. Das will ich und die nehm ich auch noch, und davon noch etwas, oh, die will ich auch und oh ja ja, dass muss ich auch haben... usw. Man findet fast kein Ende, weil es so einfach ist und Affinity einen ständig verleitet jede Möglichkeit auszuprobieren. Es sind aber einfach zu viele. Also heute mal nur dieser kurze Einblick:



    Einen Octane Render als PNG16 im Postwork Modus (Photo Persona) geladen...






    Affinity bietet vier verschiedene Bearbeitungsmodie (1) und ich lerne jetzt gerade mal nur die Bereiche Postwork (Photo Persona) und Tonemapping (Tonemapping Persona) kennen. Links (2) befindet sich die übliche (und PSP sehr ähnliche) Werkszeugleiste. Jedes Fenster (3), incl. aller Anpassungen (hier Tonwertkorrektur) lassen sich frei im View bewegen und fixieren. Falls ich nicht als Affinity Datei abspeichern will, muss ich exportieren (4), schöner Weise mit allen gewünschten Manipulationsmöglichkeiten. Speicher ich als Afffinity Datei, bleiben natürlich alle Ebenen, Filter und Effekte als einzeln bearbeitbare Layer erhalten. Die ultimative EXR Datei (HDR) - falls geladen - kann natürlich auch gespeichert werden, und somit der lineare Workflow. (5) sind die o.g. kostenlosen Macros (ab Light Leaks abwärts). Default ist Standard.



    Aber das hier rechts, ist die eigentliche Spielwiese...






    Die erste Ebene beinhaltet das Ausgangsbild. HINWEIS für die die noch weniger wissen als ich: Affinity erklärt in den Anfänger Tuts auch, was ein Layer (Ebene) überhaupt ist :thumbup: Diese Ebene markieren und auf Anpassungen wechseln. Dort einen der etlichen Filter auswählen (hier Gradationskurve) und schon wird diese Anpassung als weitere Ebene angelegt, selbige ist ab und zuschaltbar, verschiebbar oder auch als Child an jede andere Ebene anzuhängen. Filter können also direkt auf das Grundbild, oder als separater Layer, oder aber als Filter auf einen Layer angewendet werden.





    Und wenn man das nach kurzer Zeit verstanden hat, gehts erst richtig los... und vor lauter Begeisterung, wie einfach das alles funktioniert, hat man ruckzuck eine ganze Ebenenlatte rechts im Bearbeitungsraum (1) Hier ein Child Filter am Ursprungsbild hängend. Die Manipulationsmöglichkeiten in einem Filter (2) sind endlos (3) und(!) werden nur durch drüber hovern mit dem Mauszeiger in Echtzeit angezeigt 8)






    Selbiges gilt für die Effekte die ihrerseits auf die Layer (hier mein grüner Kringel für diesen Post) wirken.







    Alles im Affinity Postwork sind faktisch Ebenen (Layer) und damit, bezogen auf das Ausgangsbild, zerstörungsfrei anzuwenden.
    Selbst als Anfänger kommt man aus dem Spielen gar nicht raus ^^ Und am Ende hat man dann z.B. sowas...







    Weitere Eindrücke folgen... vielleicht ;)

  • Gerade als PSP Anwender kann ich Dir Affinity nur empfehlen


    wie gesagt, ich muß es mir erst anschauen - dafür sind aber auch eher andere Funktionen für mich wichtig. Z.B. Bilder ver - oder entzerren, wenn die Perspektive des Fotos nicht passt. Das geht zwar in PSP, aber es braucht immer einige Zeit, bis ich ein annehmbares Ergebnis habe. Dafür brauch ich auf jeden Fall etwas anderes.

  • Bluepix

    Hat den Titel des Themas von „Affinity Photo goes...“ zu „Affinity Photo 1.6“ geändert.
  • Kamera / Programme:

    Nikon D5000

    Affinity Photo 1.6

    Nik Collection Pro 2/4



    Affinity Photo und Nick Collection. Ein cooles Gespann 8)


    INFO:

    die kostenlose Effekt- und Filter Software Nik Collection   (7 Filtersysteme / Programme) wurde inzwischen - und es wäre auch Schade drum gewesen - von DxO übernommen und wird weiter entwickelt. Eine neue Version ist für Mitte 2018 geplant. Die bisherige Nik Collection soll kostenfrei erhalten bleiben und lässt sich in Photoshop, Gimp, PSP und eben auch Affinity Photo als Plugin direkt einbinden. Derzeit noch bei Google herunterzuladen.



    Zur Sache:


    Das folgende Foto entstand auf der Isle of Harris bei meinem Motorradtrip durch Schottland.

    Hier zeige ich kurz (vom Final zurück zum Ursprungsfoto) die wenigen Schritte der sehr einfachen Nachbearbeitung.


    Ein gelungenes schwarzweiß Foto also, könnte man meinen...




    In diesem Bild war der letzte Schritt die Rauschunterdrückung, welche vom Filtersystem Dfine2 aus der Nik Collection sehr ordentlich umgesetzt wurde.

    Nur einmal Knöpfchen drücken, mehr war es nicht.




    Vorher sah es so aus...




    Deutliches Rauschen am Himmel und im Sand. Im Anhang noch ein Bild der Kontrollfunktion Lupe, in welchem der Unterschied deutlich sichtbar ist.

    Nik's Dfine 2 Filter reduziert das Rauschen ohne Details zu vermatschen. Sauberere Sache, das.




    Der entscheidende schwarzweiß Schritt lief auch über einen Nik Filter, nämlich Silver Efex Pro 2. Hier macht das Filterprogramm automatische Vorschläge. Also auch nur einmal Knöpfchen drücken und dann vielleicht noch nach eigenem Geschmack Kontrast und Farben verändern. Vorher sah das Foto so aus...







    Oder auch nicht. Denn mit diesem Foto hatte die Kamera auch Spaziergänger und Seevögel am Strand abgelichtet.




    Ok, nun bieten Postworker ja meist eine Latte von Werkzeugen um störende Objekte zu entfernen. So auch Affinity Photo. Aber die "Restauration" Funktion von AP ist schlichtweg genial. Manche sagen sogar, magisch. Weil vollautomatisch. Klick 1, "Restauration" Werkzeug aktivieren. Klick 2 auf das zu entfernende Objekt... und das war's schon. Ohne, dass ich hier noch etwas nacharbeiten müsste. Kaum zu glauben aber wahr. Und das klappt auch mit größeren Objekten, wie dem Felsen halblinks im Sand (siehe die beiden zusätzlichen Bilder im Anhang).



    Na ja, und im Ursprung sieht das Foto so aus.




    Als Rohmaterial nicht schlecht, nur halt schief irgendwie. Aber zuschneiden und grade machen, kann ja jeder. Affinity auch. Incl. Wasserwaage und automatischer Begradigung usw. Vom Ursprungsfoto bis zum Final sind das gerade mal 3 Arbeitsschritte, und auch noch sehr Einfache.



    ...und wie ich heute erst im Netz gelesen habe, gibt es mit Affinity 1.6 schon die nächste Erweiterung dieser genialen "Restauration" Funktion.

    Affinity entfernt nun nicht mehr nur noch störende Objekte im Bild und ergänzt selbstständig (berechnet aus dem angrenzenden Umfeld)

    die zu ersetzende Fläche. Jetzt ergänzt Affinitys "Restauration" sogar Flächen außerhalb der Pixelebene.


    Wozu das?

    Wenn ich ein Bild begradige, also die Schieflage wie im Ursprungsbild oben beseitige, entstehen beim Drehen des Bildes automatisch am Rand

    leere Bildbereiche (schmale Dreiecke), wie hier zu sehen, wenn ich das Bild wieder schief machen wollte...





    Jetzt kurz die Pixel Ebene gerastert, Auswahl der mittleren Tranzparenz, um ein par Pixel erweitert und dann wieder der magische Knopf: Restauration...





    Affinity kann nicht nur ersetzen. Affinity kann auch anbauen! 8) Das ist schon wirklich ein bissl magisch, und sehr hilfreich wenn ich beim Fotografieren, Genick im Nacken, Weitwinkel auf Anschlag, das gewählte Motiv gerade soeben in den Sucher bekomme, also im Bild später kaum Beschneidungsraum vorhanden ist ohne das Motiv selbst zu cutten.

  • Danke für das indirekte Kompliment Kushanku :)

    Mit dem Foto bin ich auch recht zufrieden und es bedarf keiner nennenswerten Nachbearbeitung.

    Bei meinen derzeitigen Affinity Experimenten greife ich aber blind in meinen Foto Pool, und in dem Fall war es eben dieses.

  • Lieben Dank für die schöne und ausführliche Einführung in das Programm!

    Ich hab es auch auf meinem Rechner, hab mich aber immer etwas zu wenig damit befasst, da es in manchen Dingen etwas sperrig für mich ist, weil es ein etwas anderes Ebenenmanagement und Import Export Workflow hat als Gimp.(für einen Autisten mit Inselbegabung wie mich ist das immer schrecklich:wacko:) Ich muß mich wohl noch etwas mehr damit befassen :)


  • Es lohnt sich glaube ich, mich mit Affinity näher zu befassen.

    Vielen Dank!

    Ganz sicher siddartha und gerne :)

    Obschon bei solchen ausführlichen Posts auch immer ein gewisser Eigennutz mitschwingt.

    Ich zwinge mich selbst, alles nochmal genauer zu durchleuchten . Das schärft die Lernkuve :S



    Danke für den Hinweis Dargain  8) aber eben nur die stark abgespeckte Essential Version :/ 

    Insbesondere das gute Prime Rauschunterdrückungssystem und weiteres, fehlen.

    Btw ist das nicht nur ein RAW Konverter. Auch klassische JPEG Bildbearbeitung ist bei OpticsPro möglich.



    ... etwas sperrig für mich ist, weil es ein etwas anderes Ebenenmanagement und Import Export Workflow hat als Gimp.(für einen Autisten mit Inselbegabung wie mich ist das immer schrecklich:wacko:) Ich muß mich wohl noch etwas mehr damit befassen :)

    Danke schön Susann :) und nein, warum mit Affinity rumquälen, wenn Du mit Gimp gut arbeiten kannst? Gimp sagt man ja benfalls nach, fast alles zu können.

    Hingegen für Leute die aus der PSP Ecke kommen wie ich, ist der Übergang zu AP seidenweich :love: