Hilfe!! Linux versus Windows 10 bzw. Windows 7 - Kann mir jemand helfen?

Es gibt 19 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Ghostpanther.

  • Mein Freund versucht mir Linux schmackhaft zu machen. Wir haben inzwischen das System inzwischen auf eine externe 2TB-Platte gesetzt, die ich an meinen Laptop anschließen kann, damit Win10 Professional nicht angekratzt wird. Vorher haben wir es vergeblich an meinem Desktop-PC versucht, der noch Win7 Pro hat und inzwischen seeeeeehr langsam läuft. Ob das aber an der Hardware oder an der installierten Software liegt, sei mal dahin gestellt.


    Was für mich sehr vorteilhaft klingt, ist, daß ich mir mit Linux die gesamte zusätzliche Sicherheitssoftware sparen könnte und beide Maschinen dadurch wesentlich schneller liefen.

    Ich bekomme allerdings Bauchschmerzen, wenn ich an meine mit MS Office 2003 geschriebenen Texte und die ganzen 3D- , Fraktal- und Fotoprogramme denke. Von Spielen wie Creatures oder Heroes of Might & Magic IV ganz zu schweigen.

    Gibt es hier jemanden unter euch, der mir sagen kann, welche Programme mit Linux laufen und welche nicht ?

    Von Blender und Gimp mal abgesehen, das weiß ich.


    Nachteilig ist für mich, daß die Menüs in Linux so elendig klein sind und ich quasi mit der Nase auf dem Bildschirm kleben muß, um sie lesen zu können.

    Gibt es eine Möglichkeit, die Menüs so anzupassen, daß sie in Größe und Aufbau Windows 7 oder 10 entsprechen?


    Und zum Lernen ganz wichtig - wo kann ich ein gut lesbares Linux-Handbuch finden? Mein Freund zieht sich ein YouTube-Video nach dem anderen rein, das scheidet für mich zum Lernen aber aus. Ich brauche entweder eine ausdruckbare PDF-Datei oder ein Buch.

  • Welche Linux-Distribution hast Du denn? Es gibt zig verschiedene Distributionen von Mint über Knoppix, Redhat, Ubuntu usw. usw. Die kann man nicht alle über einen Kamm scheren.

    Wenn Du gezielter suchst, findest Du bestimmt was Schriftliches.


    LG

    Kushanku

  • Hi,


    das lässt sich nicht so einfach beantworten, da Linux von Distribution zu Distribution sich unterscheiden.

    Das liegt auch schon an den verschiedenen verfügbaren Desktop-Umgebungen (Gnome, KDE etc.).

    Komplett auf Sicherheitssoftware würde ich auch unter Linux nicht verzichten, das ist aber Geschmackssache.


    Bücher gibt es bezogen auf die Distributionen.


    Ein allgemein umfassendes Werk ist die Linux Bibel von Michael Kofler, siehe hier: https://kofler.info/buecher/linux/


    Mittlerweile gibt es auch viel an Software für Linux, die vormals Windows vorbehalten war. Außerdem gibt es Emulatoren, die es möglichen machen, dass Win Software unter Linux läuft.



    PS: Hier findest du noch OpenBooks zu verschiedenen Distris: https://www.rheinwerk-verlag.de/openbook/


    Und noch zur Info: Linux ist kein Windows.


    rk66.

  • Ich habe Mint.



    Angeblich ist Linux Mint Windows sehr ähnlich und soll auch von der Oberfläche her anpaßbar sein. Bis jetzt kann ich das aber so noch nicht bestätigen.

    Wie gesagt, Nase auf Bildschirm ist nicht so die optimale Arbeitsposition.

  • Hochinteressantes Thema! :thumbup:

    Leider habe ich selbst dieselben Fragen wie du und noch keine Antworten, auch weil der Umstieg für mich derzeit noch nicht aktuell ist.

    Wenn du herausfindest, wie es mit unseren 3D-Programmen auf Linux aussieht, gibst du bitte hier Bescheid?

  • .. wie es mit unseren 3D-Programmen auf Linux aussieht ..

    .. für 'Mediengestalter' im weitesten Sinne und ganz allgemein .. afaik: schlecht!.. IMHO


    Mit viiiel Wohlwollen, könnte man sagen, das Fotografen und/oder 2D-Grafiker noch am ehesten eine Chance haben, damit auf 'nen grünen Zweig zu kommen. Voraus gesetzt, man kann sich bspw. mit einem Programm wie GIMP als Nonplusultra unter den Bildbearbeitern anfreunden. Im 3D-Bereich ist es ganz ähnlich .. es gibt eben Blender als quasi-'Hauptprogramm', dann ein paar Modeler, Renderer und sowas, aber viele dieser kleineren Geschichten bleiben erfahrungsgemäß eher früher als später auf der Strecke, weil's eben doch recht häufig auch Ein-Mann-Hobby-Projekte sind.


    Wo's imho seeehr übel aussieht, ist bspw. im gesamten 'Soundbereich'. Es gibt zwar auch bspw. für 'Musikproduktion' ein paar seeehr wenige Auswahlmöglichkeiten, die jedoch allesamt eigentlich nicht an Software, die für Windows oder Mac-OSse verfügbar sind, heran reichen. Außerdem fand ich's auch fuuurchtbar fisselig, solche Sachen unter Linux gescheit zum Laufen bringen. :gaehn.. Linux an sich ist imo aber auch ohnehin schon eher 'was für Bastler'.


    Also, meine persönliche Meinung: für Medien-gestalterischer Enthusiasten .. forget it!.. und das betrifft Leute, die damit ihren Lebensunterhalt verdienen wollen oder müssen nochmals umso mehr.


    Es wird ja gern von den Hardcore-Linuxianern propagiert, dass es eigentlich für alle Bereiche entsprechende Anwendungen gibt .. stimmt im Prinzip auch, aber wenn man die Möglichkeiten der Windows- oder Mac-Welt gewohnt ist, muss man schon seeehr viele Kompromisse eingehen und Vieles ist dann trotzdem nicht drin. Ich habe zweimal Anlauf genommen und dachte mir, ich probier's einfach mal als Zweitsystem parallel aus .. beide Male hab' ich's nach einiger Zeit aus verschiedenen Gründen wieder in die Tonne gekickt und für mich ist dieses Thema nun auch endgültig durch. Eben, gerade weil mein Computer-Schwerpunkt halt auch im 'gestalterischen Bereich' liegt.

  • Hi,


    also vorab:

    Studio, Carrara etc. laufen offiziell nicht unter Linux. Es gibt wohl ein paar wenige Möglichkeiten, es mittels Emulator zum Laufen zu bringen, aber das ist nicht so das Wahre.


    Mal zum Lesen eine Liste über verfügbare Software zu verschiedenen Bereichen:

    https://wiki.ubuntuusers.de/Multimedia/


    Linux wird mittlerweile immer Bediener-freundlicher. Es als komplettes Außenseiter-System zu bezeichnen, halte ich für überholt.


    Man sollte sich schon vorab klar darüber werden, welches System einem (auch von der Bedienung her) zusagt und welche Systeme was unterstützen.

    Es gib zig verschiedene Derivate, viele haben sich dabei auf verschiedene Bereiche spezialisiert.


    Houdini gibt es bspw.. auch für Linux.


    Als sehr Einsteiger-freundlich gelten bspw.


    Mint (https://www.linuxmint.com),

    Ubuntu (https://www.ubuntu.com),

    Zorin OS (https://zorinos.com),


    Knoppix (http://knoppix.net).


    Eine aus Nürnberg stammende Distri wäre bspw. OpenSuse (https://www.opensuse.org).


    Oder bspw.:

    Mandriva - https://www.openmandriva.org

    Fedora - https://getfedora.org/de/

    Debian - https://www.debian.org/index.de.html



    Viele von euch verwenden hin und wieder jetzt schon Linux, ohne es vllt. zu merken, bspw. basiert Router-Software zumeist auf Linux, auch Software auf TVs, Receivern etc., im Server-Bereich ist es weit verbreitet. In Windows 10 ist bspw. auch ein abgespecktes Linux enthalten.


    Es ist auch kein Problem, Linux parallel zu Windows auf derselben Platte zu installieren.


    Zum Testen und Ausprobieren empfehle ich ein Live-System. Lässt sich normal booten, lädt Daten in den Arbeitsspeicher und man kann sich alles erstmal anschauen - ohne dass auf eurer Platte irgendetwas verändert wird.



    Linux ist allerdings kein Windows. Solche Dinge wie ausführbare Dateien ala *.exe gibt es unter Linux so nicht.


    rk66.

  • Knoppix war im Großen und Ganzen bisher das einzige, was ich mit Linux verbunden habe. Ebenso, daß Blender und Gimp darunter laufen.

    Meine in MS Office 2003 geschriebenen Texte sind anscheinend nicht mit Linux-basierten Programmen kompatibel - was schonmal ein großer Minuspunkt ist, denn ich habe nicht vor, alles zu konvertieren solange es nicht zwingend nötig ist.

    Da ich mit dem Menü von Gimp bisher nie warm werden konnte, war das für mich nie eine Option.

    Wenn allerdings 3D-Programme etc. nur bedingt unter Linux laufen, bleibt das System auf der externen Platte - zumal ich mir mit meinen Zeichnungen gerne ein zweites Standbein aufbauen möchte und dafür nicht auf Basteleien angewiesen sein möchte.

  • Hi,


    Bei Gimp bspw. ist es so, dass es ursprünglich für Linux entwickelt und erst später auf Win portiert wurde. Heißt, Gimp ist eigentlich ein reines Linux Programm vom Urpsrung.


    MS Office Dateien:

    Da muss ich dir widersprechen. LibreOffice etwa sollte damit klarkommen können. Und das gibt es für Linux, siehe hier - https://www.libreoffice.org/

    PS: Anbei mal ein Screenshot der möglichen zu importierenden Formate.


    Du könntest die das Linux auch als Zweitsystem auf deine Festplatte installieren. parllelbetrieb geht ohne Probleme. Du würdest dann nur beim Start des Rechners auswählen, welches System geladen werden soll.


    Bzgl. Programme:

    Da müsste man dann schon näheres wissen, um nachschauen zu können, ob es dies für den Pinguin gibt oder ggf. Alternativen.


    Wie gesagt, Houdini, Wings3D, Blender gibt es für Blender.


    rk66.




  • Wie gesagt, ich muß mal eine Liste meiner Programme machen ;-)

    Mir geht's aber auch um Bryce, Daz Studio, Apophysis, Mandelbulb, Mandala3 und einige mehr.


    Inkscape ist in Mint drin. Bei mir geht's vornehmlich um Zeichnungen wie diese:






    Und das sind nur die unfertigen Bilder. Wenn ich sie am PC weiterbearbeiten will, muß das Programm mit meiner Detailverliebtheit klar kommen.

  • Hi,


    also, Bryce, Studio, Carrara etc. laufen nicht unter Linux - zumindest nicht offiziell.

    Für deine oben aufgeführten Programme gilt wohl selbiges.


    Ich glaube, so wird das nichts.


    Mein Vorschlag:

    Richte dir ein Multibootsystem ein, heißt Win und Linux auf eine Platte. Per Bootmanager kannst du dann beim Start in das entsprechende OS booten.

    Somit wäre dann mit deinen Programmen alles okay.


    Oder verzichte komplett auf Linux bzw. nimm es nur zum Surfen.


    rk66.

  • Ich habe Linux unter Qt zu laufen. Plattform ist Windows7 und das kann ich nur empfehlen. Linuxderivate sind Suze und Redhat. Unter Qt kann man ix- beliebige Betriebssystem installieren. Man braucht halt Platz auf der Plattr. Es ist nicht besonders schwierig zum Laufen zu bringen und man kann seine Erfahrungen damit sammeln. Zu der lauffähigen Programmen unter Linux kann ich nichts sagen da ich es als Entwicklungssystem für Embedded Linux benutze und damit keine Grafiken erstelle.

    Qt kostet nichts und wie gesagt zum ausprobieren ist es ideal.

  • Für Linux gibt es weit mehr diverse Programme, also offenbar bekannt. Einige Hersteller haben sie, machen aber wenig Werbung dafür.


    3D-Modeller/Suiten:

    Autodesk Maya, Houdini, Real 3D, 3DCoat, Blender, Art of Illusion, Insight3D, Wings 3D, K-3D,

    Ayam, 3delight (beide Renderman konform),

    externe Renderengines:

    Renderman, Octane, Redshift u. a.

    2D-Programme:

    Gimp, Krita, Pinta

    Außerdem gibt es eine Menge diverser Tools wie Meshlab etc. - also ganz so dünn ist die Linux-Decke nun auch wieder nicht.

    Sicher - manches gibt es halt gar nicht.

    Für Cinema 4D gibt es auch eine Linux-Version - leider bleibt sie ausgewählten Kunden vorbehalten und wird nicht offen verkauft.

  • Das Problem mit der Größeneinstellung des Menüs und sämtlicher anderer Bedienelemente haben wir inzwischen gelöst.

    Meine Texte lassen sich auch 1:1 bearbeiten.

    Jetzt muß ich noch rausfinden, wie es sich mit meinen ganzen Programmen verhält.


    Ich berichte dann weiter ;-)