Blender und DaVinci Resolve

Es gibt 11 Antworten in diesem Thema, welches 2.512 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von old_det.

  • Nachdem ich nun die erste Animation in 4k und erhöhter Farbtiefe angefangen habe, tun sich gleich mehrere neue Probleme auf. Das erste Problem sind die begrenzten Exportmöglichkeiten von Blender. Außer Einzelbilder (was jetzt kein Nachteil ist) gibt es kein Ausgabeprofil für Videosequenzen mit 10bit Farbtiefe. Da das Rendern von PNG-Bilder in 16bit Farbtiefe auch nicht länger dauert, als in 8Bit, nehm ich natürlich ersteres.

    Nun zum zweiten und eigentlichen Problem: Mit meinen Schnittprogramm läßt sich die Einzelbildfolge in der Vorschau nur mit fürchterlichem Geruckel abspielen. Auch die neueste Testversion gab kein wirklich besseres Bild ab. Alles andere hat auch nicht funktioniert - bis auf Davinci Resolve - alles in Echtzeit, auch als ich noch mehrere Audiospuren drunter gelegt , Titel draufgelegt und auch noch Farbanimation hinzugefügt habe. Gut - DVR ist z.T. ungewöhnlich in der Bedienung und es bedarf Einarbeitung. Nach ein paar Stunden "Gefummel" komm ich aber schon ganz gut zurecht. DVR unterstützt moderne Grafikkarten und das merkt man. Da können sich alle anderen NLEs (Schnittprogramme) eine Scheibe von abschneiden.

    Allein die kostenlose Version hat einen gigantischen Funktionsumfang. Bedeutet natürlich auch, daß man einiges an Zeit opfern muß, um damit zurecht zu kommen. Belohnt wird man mit einer Software, die keine Wünsche offen läßt*

    DVR hat mich schneller überzeugt als Blender seinerzeit. :thumbup:


    *Es gibt für die Free-Version erwartungsgemäß natürlich Einschränkungen. Für den Export von h.265 in 10Bit Farbtiefe bedarf es z.B. der Bezahlversion.

  • DaVinci Resolve erlaubt, wie Blender auch, das Arbeiten mit Proxies. Das heisst du erstellst Vorschaubilder in kleinerer Auflösung mit denen sich schneller arbeiten lässt. Dauert dann halt erst mal bisschen bis selbige erstellt sind.


    LG Tiles


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  • DaVinci Resolve erlaubt, wie Blender auch, das Arbeiten mit Proxies.

    Ich hätte es wohl gleich im ersten Post erwähnen sollen: In DaVinci kann ich OHNE Proxies in Echtzeit arbeiten. Hätte ich das gewollt, könnte ich das auch in meinem alten Schnittprogramm machen, da geht das auch.

  • Aber was spricht denn eigentlich gegen den Blendereigenen VSE (VideoSchnittEditor)?

    Einiges - aber das hängt auch vom Anspruch ab. Großes Manko ist z.B. der Export, weil hier wichtige Formate fehlen. Die Schnittfunktionen und Möglichkeiten sind gegnüber Programmen wie Davinci eher als rudimentär anzusehen, da liegen leider Welten dazwischen.

  • Hm... okay. Das man es als Manko betrachten kann, wenn Exportfunktionen in ein gewünschtes Format fehlen, kann ich noch nachvollziehen, obwohl es mir auf den ersten Blick logischer erscheint, fehlende Importfunktionen als Manko zu sehen.


    Bei den Schnittfunktionen komm ich nicht mehr mit, weil ich mich damit noch nicht so intensiv auseinander gesetzt habe. Meine Vergleichsbasis dazu ist ein Wochenendkurs über Videoschnitt, den ich in den 90er Jahren mal besucht habe. Da wurden zwei Videorecorder über ein Schnittpult angesteuert: einer als Zuspieler, der andere zum Aufzeichnen. Wenn man mehr Quellen für den Zuspieler hatte, musste man entweder einen weiteren Zuspieler ans Pult anschliessen oder häufiger die Cassetten wechseln. Ob das Pult auch Effekte wie Fade-in und Fade-out beherschte oder ob dazu ein weiterer Zuspieler nötig gewesen wäre, weis ich nicht mehr. Was ich noch weis ist, dass das alles Analogtechnik war. Für digitalen Videoschnitt in akzeptabler Qualität für Film und Fernsehen waren zu der Zeit ja noch vier- oder fünfstellige Beträge zu bezahlen, wenn ich mich recht erinnere. - Okay, das war bei der Analogtechnik auch nicht viel anders, weil Schnitttaugliche Recorder teurer waren als reine Consumer-Geräte und ein gutes Schnittpult auch mal eben 2000 DM oder mehr kostete...


    Also zurück zu den Schnittfunktionen in Software: Ich denke, da kommt der Anspruch ins Spiel. Was sind das denn für Funktionen, die der VSE von Blender nicht kann, auf die Du aber Wert legst? - Ich kann mir in dem Zusammenhang nämlich gerade nur Effekte beim umblenden vorstellen.

  • Das man es als Manko betrachten kann, wenn Exportfunktionen in ein gewünschtes Format fehlen, kann ich noch nachvollziehen, obwohl es mir auf den ersten Blick logischer erscheint, fehlende Importfunktionen als Manko zu sehen.

    Man braucht beides. Bei den Importfunktionen ist es z.B. wichtig (nicht jetzt für CGI), daß die ganzen Kameraeigenen Formate unterstützt werden. Kein Filmer mag es, wenn er seine Rohdaten erst noch konvertieren muß, weil jedes Umrechnen zwangsläufig mit Qualitätsverlust einher geht. Kann man nicht im gewünschten Format exportieren, nützt ja das ganze Programm nichts. Das Blender hier einiges vermissen läßt, kann man dem Programm selbst nicht anlasten, weil einige Formate Lizenzpflichtig sind und mit hoher Wahrscheinlichkeit keinen Einzug in Blender finden werden.


    Also zurück zu den Schnittfunktionen in Software: Ich denke, da kommt der Anspruch ins Spiel.

    Nun, das sagte ich ja bereits in #5. Nicht die Anzahl der Funktionen ist dabei entscheident, sondern ihre Qualität. Ein gutes Color-Grading z.B., Stabilisierung der Aufnahmen, gute Filter etc.

    Effekte sind eher Nebensache. Wer es braucht bekommt das mit jeden Programm genug.


    P.s.

    Hier kannst du das Handbuch von Davinci einsehen und dir ein Bild über den Funktionsumfang machen: sind nur über 3500 Seiten ;)

  • Man braucht beides. Bei den Importfunktionen ist es z.B. wichtig (nicht jetzt für CGI), daß die ganzen Kameraeigenen Formate unterstützt werden. Kein Filmer mag es, wenn er seine Rohdaten erst noch konvertieren muß, weil jedes Umrechnen zwangsläufig mit Qualitätsverlust einher geht. Kann man nicht im gewünschten Format exportieren, nützt ja das ganze Programm nichts. Das Blender hier einiges vermissen läßt, kann man dem Programm selbst nicht anlasten, weil einige Formate Lizenzpflichtig sind und mit hoher Wahrscheinlichkeit keinen Einzug in Blender finden werden.

    Okay, das leuchtet ein. - Zu den Rohdaten hab ich zwar auch schon anderes gelesen, also dass einige Leute es vorziehen, die RAW-Daten ihrer Kamera auch in den Rechner zu holen, und keine von der Kamera schon irgendwie konvertierten Daten. Aber das ist wahrscheinlich Geschmacksache oder hat was mit den Ansprüchen zu tun.

    Ein gutes Color-Grading z.B., Stabilisierung der Aufnahmen, gute Filter etc.

    Okay, das verstehe ich allerdings nicht unter Schnittfunktionen, sondern unter Bildbearbeitung. (Bildbearbeitung deshalb, weil man den Film ja in Einzelbilder herunter bricht.)

    Effekte sind eher Nebensache. Wer es braucht bekommt das mit jeden Programm genug.

    Ah ja.

    P.s.

    Hier kannst du das Handbuch von Davinci einsehen und dir ein Bild über den Funktionsumfang machen: sind nur über 3500 Seiten ;)

    ^^


    Ich hab mir gestern noch die Artikel bei Wikipedia zu DaVinci angesehen, in deutsch und englisch. Das reichte mir schon um zu verstehen, dass es eben nicht nur um Schnitt geht, sondern auch um Bildbearbeitung und andere Funktionen zur Postproduction.


    Ich glaube, ich bin mit dem, was der VSE von Blender kann, erst mal zufrieden. :)

  • Zu den Rohdaten hab ich zwar auch schon anderes gelesen, also dass einige Leute es vorziehen, die RAW-Daten ihrer Kamera auch in den Rechner zu holen, und keine von der Kamera schon irgendwie konvertierten Daten. Aber das ist wahrscheinlich Geschmacksache oder hat was mit den Ansprüchen zu tun.

    Stimmt, ich fotografieren auch nur RAW.

    Die Bildoptimierung kommt dann nachträglich mit Camera RAW / Lightroom und, falls nötig und/oder sinnvoll, mit Photoshop.

    Aber, das ist eben Geschmackssache.

    Aber, schon sind wir wieder "off topic" - pardon

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