Die Fearless-Sonde

Es gibt 39 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von PYGMALION.

  • So, das ist nun mein Beitrag hier. Die Fearless2b-Sonde. Wird, nach meinem Science-Fiction-Roman in etwa 100 Jahren, kurz vor Ausbruch des 3. Weltkrieges, zum Stern Tau-Ceti geschickt, wo er dank seines neuartigen Fusionsantriebes in etwas mehr als 200 Jahren ankommen sollte. Mit dieser Szene fängt an sich das Buch an, denn diese Sonde entdeckt einen erdähnlichen Planeten, den die Wissenschaftler im Jahre 2320 mit ihren Instrumenten auf der Erde noch als unwirtlich einstuften (wegen einigen giftigen Gasen in der Atmosphäre). Erst Fearless2b (b deshalb weil sein a-Vorgänger scheiterte (auf Drittel Wege)) deckt auf, daß dies falsch ist, weil sich lediglich eine Art Gasring um den Planeten (in zigtausend Km Höhe) befindet , welche eben das Trugbild erzeugte, der Planet sei unwirtlich.
    Von etwas mehr als ein Dutzend Sonden, die man zu den näheren Sternensystemen , vor dem dritten Weltkrieg schickte, war die Fearless2b eine die es geschafft hat ihren Auftrag zu erfüllen (auch wenn diese Sonde bei gut ein Zehntel Lichtgeschwindigkeit, einige Schäden davontrug). Hier ist sie auf jeden Fall noch unbeschädigt, gerade von der Erde gestartet. Bezeichnungen auf der Seite trägt sie deswegen nicht, weil sie aus militärischen Geldern finanziert wurde (wie sich im Buch entpuppt, hatte das auch einen Grund). Das ist also der Hintergrund, hinter diesem Bild. Bin gespannt, was ihr dazu sagt.


    [IMG:http://www.active-rendering.de/old_web/upload/Fearless2b.jpg]


    Liebe Grüße,
    euer Pygmalion

  • Hallo PYGMALION,


    Dein Bild finde ich ganz gut.
    Nur die Sonde sieht ein wenig verspielt aus. Macht aber eigentlich nix, da eh keiner weiß wie im Jahre wasweißich die Raumsonden aussehen werden.


    Ich hätte vieleicht in den Hintergrund ein paar Sterne eingebaut und der Erde einen leichten Atmospährenschimmer verpasst. Der ist zwar nicht sonderlich realistisch, sieht aber gut aus.


    Ansonsten gefällt es mir aber.


    Gruß


    Theoderich

  • Das All ist mir zu leer, da iss nix außer der untexturierten Sonde und der vermeintlich unbekannte erdähnliche Planet läßt gerade Afrika in seiner vollen Blüte erstrahlen...


    Auch wenn es sich um eine neue Art Antrieb handelt, mit heißer Luft wird diese Kapsel nicht fliegen, wäre vielleicht schön gewesen dies ein wenig herauszuarbeiten.


    hmmmm der Zufall wäre Preisverdächtig, daß der Afrikanische Kontinent nochmals im All rumgondelt....



    ;)

  • Dire-Wolf


    Hallo, da mit Afrika habe ich zuerst auch gedacht, aber er schreibt


    --Hier ist sie auf jeden Fall noch unbeschädigt, gerade von der Erde gestartet--.


    Aber Recht hast Du, sieht wirklich ziemlich leer aus.
    Wie ich schon geschrieben habe, ein paar Sterne könnten nicht schaden.


    Ich habe mir mal Weltraumbilder der Erde angesehen. Es sieht darauf wirklich alles so leer aus. Aber schöner wäre es doch, wenn es etwas mehr zu sehen gäbe. Obwohl ich das Bild an sich gut finde.


    Gruß


    Theoderich

  • @ Theoderich und Direwolf ,
    Danke erstmal für deine Kritik. Bei der verspielten Sonde ist es fürwahr so, daß ich Funktionalität über Design gestellt habe - ähnlich wie man sich bei der Landeeinheit von Apollo-11 auch nicht kümmerte, wie bucklig und häßlich die aussieht.
    Dabei wirst du sehen, daß die Sonde, auf einem "Ring" 6 Steuerdüsen hat. Von einem solchen Ring, gibt es 3. Also insgesamt 18 Steuerdüsen. Davon wird der mittlere Ring noch kaum gebraucht. Die Betonung liegt auf "noch". Diese Ringe sind ihrerseits mit Treibstoffflaschen/Kugeln verbunden. Die Steuerdüsen bedienen ich dabei nicht des Fusionsantriebes, sondern des einfachen Treibstoff-Rückstoßprinzips. Deswegen : wenn aus einigen Treibstoffflaschen mehr Treibstoff weg ist (beispielsweise weil er öfter benutzt wurde, oder aber weil er beschädigt wurde), so steht durch das Röhrensystem, durch Ventile-Verteilung Treibstoff von anderen Flaschen, einer Steuerdüse zur Verfügung. Dies erklärt das systematisch ausgerichtete Röhrensystem, welches eben auch mal kindisch rund wirken kann.
    Das das der Fusionsantrieb nicht so koloßal wirkt, wie ein Raketenantrieb mit Flüssigtreibstoff - geschweige ein Raketenantrieb mit Feststoff-Treibstoff (Feststoff-Booster), liegt daran, daß erstens im Weltraum erhitzte Gase kaum leuchten (selbst bei Weltraumaufnahmen von Stufenraketen sieht man praktisch nur kurze Stichflammen, welche eher der Reaktion mit der Hülle der Rakete zu verdanken sind, als dem Treibstoff), und zweitens ist der Fusionsantrieb ein weitaus sauberer Antrieb, als eben die alten Raketen mit Sauerstoff-Wasserstoff-Gemischen.
    Ausserdem geht es beim Fusionsantrieb auch ums Rückstoßprinzip - vermutlich von magnetisch beschleunigtem Plasma. Es könnte durchaus sein, daß das Gas (Deuterinium/ Tritium) schockartig in den Plasmazustand versetzt wird (starke Druck- und Hitzeerhöhung), welche dann im Weltraum, vor allem auch dadurch, indem die meiste Hitzeenergie, in kinetische Energie (um einen Impuls loszuwerden) umgewandelt wird. Dabei kann ich mir gut vorstellen, daß das Gas hinten so wenig leuchtet, wie man es am Bild sieht. Es war also aus wissenschaftlicher Überlegung, wieso ich den Ausstoß der Sonde nicht "koloßal" gemacht habe - und es kostete mich Unmenge an Zeit, bis ich diesen Ausstoß genau so aussehen lassen konnte, wie ich es mir vorstellte, und wie man es hier sieht.
    Der verhältnismäßig große Kegel im Hintergrund dient teils der Kühlung des schon ausgestoßenen Gases/Plasmas (damit dieses die Hülle nicht beschädigt) - teils wird durch diese Hitze wieder Energie zurückgewonnen (fast wie bei einem Sonnenkollektor - erhitzte Flüssigkeit dient als Energielieferant (Wärme ist Energie), der Flüssigkeit, der diese Wärme entzogen wurde, wird dann wieder in den Kegel gepumpt, um ihn abzukühlen, und eben auch vor der strahlenden Hitze (Hitze ist vor allem im Weltraum eine Strahlung)das übrige Schiff zu schützen). Wegen diesen übergroßen Kegel (bei heutigen Raketen ist das nicht notwendig) kann die Sonde durchaus zusätzlich noch kindisch wirken.
    Wie dem auch sei - der Kegel, und der davorliegende Kanister mit Deuterinium/Tritium (Kandidaten für die Fusion - so meint man heute), wird, wenn er aufgebraucht ist, weggestoßen. Damit stößt sich auch der hintere Ring mit den Navigationsdüsen weg.
    Übrig bleibt der mittlere Ring und der vordere Ring mit Steuerdüsen. Unmittelbar hinter dem vorderem Kanister gibt es auch (auf dem Bild schwer zu sehen) noch einen "Kegel", welcher noch einen Teil eines Fusionsantriebes darstellt. Dieser benutzt eben nur mehr den vorderen Kanister - weil die hintere Hälfte ja auch schon abgestoßen wurde. Damit spart sich natürlich Treibstoff, weil der hintere unnütze Teil nicht mehr mitgeschleppt werden muß (das war im Grunde auch die Philosophie, wieso man Stufenraketen verwendete (Saturn V)).
    Diese vordere Hälfte macht dann also etwa das letzte Drittel auf dem Weg zu seinem Ziel. Angekommen im neuen Sternensystem, wird der vordere Kanister mit dem Fusionsantrieb ebenfalls abgeworfen, mit dem hinteren (welcher ehemals der mittlere Ring war) Ring. Damit bleibt am Ziel-Sonnensystem wirklich nur der Bug mit den Kugel-Treibstoff-Behältern übrig. Diese dürften noch eben genug Treibstoff haben, um sich mit Swing-By-Manövern (dieser bedienten sich die Voyager-Sonden, um Treibstoff zu sparen) das neue Sonnensystem entlang-schaukeln zu können - vor allem, weil ja der Treibstoff durch die Ventile und das Rohrsystem dynamisch verwaltet werden konnte auf der Reise (freilich wurde dabei eben restlicher Navigationstreibstoff an die Treibstoffbehälter abgegeben, die nicht abgeworfen wurden).
    An sich besitzt das Gerät zwar eine Stromversorgung, aber die Sonde (wo auch der Rechenteil der Sonde liegt) ist auch von Solarzellen überdeckt, damit dieser den Rechner auch speisen kann, falls die bestehenden Stromagregatte mit der Zeit (schließlich sind 200 Jahre viel) nicht mehr genug Strom liefern können. Die effektiven Solarzellen schaffen es den Rechner zu speisen - für diese Zeit würde die Sonde einfach in eine enge Umlaufbahn um die Zielsonne gehen, und dort bleiben, bis sie genug Strom wieder in die Akkus getankt hätte.
    Ganz am Bug, vor der Solarzellen-bedeckten Kugel befindet sich eine Art Kupferkugel , welche von einem ellipsoiden Drahtkäfig umgeben ist. Dies ist zugegebenermaßen eine etwas neue Erfindung. Kugeln und Käfige finden sich aber in etwa derselben kindischen Form auch bei namhaften Wissenschaftlern wie Tesla und Faraday, welche damit elektrische Potentiale aufbauten bzw. abschirmten (Faraday-Käfig). In diesem Falle dient das der vorzeitigen Beseitigung von kleinen Kollosionsobjekten auf der Reise - quasi auf dem Wege der Elektrostatik oder so ;-) - die kleineren Objekte würden auf der 11,8 Lichtjahre langen Reise der Sonde also abgelenkt werden, sodaß sie mit der doch etwas schnell fliegenden (über 10 000 km/s - Vergleich : Sternschnuppen erreichen maximal 70 km/s) Sonde nicht zusammenstoßen können. Und da kleine Objekte im All auch die häufigen sind, wäre damit einem "Unfall" gut vorgebeugt. Ungeachtet dessen hatte sich die Sonde natürlich etwas beschädigt, was aber in 200 Jahren verzeihlich ist (wenn mans mit den Sonden des 20. Jahrhunderts vergleicht ;-)).


    Aus diesen Erklärungen wird ersichtlich, daß ich die Sonde sehr genau plante, und mir auch viel wissenschaftliches Referenzmaterial von Internetseiten dafür hernahm. Alles bei der Sonde hat seinen Sinn und Zweck und nichts wurde deswegen geschaffen damit sie "cool" wirkt. Ich wollte die Sonde wissenschaftlich plausibel gestalten - so wie es sie in 100 Jahren wirklich geben könnte ! Naja, ich hoffe, das das jemand von uns noch erleben wird ;-)


    Zu dem mit den Sternen muß ich sagen, daß das Bild sehr wohl Sterne hat - man muß nur entweder den Monitor heller stellen, oder aber genau hinschauen. Ich habe die Sterne nicht gerade sehr hell gemacht. Auf Weltraumphotos von der Erde, sieht man Sterne praktisch überhaupt nicht (wegen der Lichtempfindlichkeit der Filme). Wenn in 100 Jahren diese Szene also real werden sollte, und jemand photographiert es, dann werden die Sterne da noch weniger zu sehen sein, als auf meinem Bild (es sei denn er macht das Photo mit einer Kamera aus dem 22. Jahrhundert ;-)).


    Zu dem mit dem Atmosphärenschimmer : es gibt sehr wohl einen Atmosphähren-Schimmer - links sieht man das hauchdünn auf der Erde. Damit man das besser sehen kann, müßte man der Erde näher sein. Der wirklich sichtbare Teil der Lufthülle der Erde beträgt etwa 30 km .Um davon einen Eindruck zu haben, stelle man sich vor, den Durchmesser von Berlin, nur den halt gen Himmel gerichtet. Dies wäre dann die Höhe der sichtbaren Atmosphäre etwa (auf Weltraumphotos kommt das gut rüber - aber die fliegen auch 150 km über der Erde, während dieses Bild etwa gute 100 000 km von der Erde entfernt ist. Aus 100 000 km Entfernung kommen 30 km eben nicht sehr beeindruckend rüber - sorry ;-) - gerade das machte es auch, wieso Astronauten so oft meinten, die Erde wirke für sie so zerbrechlich. Ich habe, um den Hauch von Atmosphärenschimmer zu erzeugen, dennoch eine extra Lufthülle (Kugel) für die Erde angefertigt, und sie eben reingesetzt. Diese Lufthülle ist, proportional gesehen etwa 60 km im Durchmesser größer als die Erde (ergibt 30 km, wenn mans radial nimmt).


    Dennoch - manche halten viel davon, es nicht nur photorealistisch haben zu wollen, sondern wirklich auch ego-realistisch - also als ob man wirklich vor der Sonde wäre - und dann gäbe es zugegebenermaßen auch Sterne.
    Der Gedanke ist also schon reizvoll, Sterne reinzutun - vor allem, weil das eben doch einer der geringsten Aufwände ist, um ein Bryce-Bild zu verbessern ;-)


    Danke für die Kritiken aber. Im übrigen wollte ich das Bild auch leer aussehen lassen, damit der Eindruck des leeren Weltraums eben doch besser rüberkommt. Ich befürchtete sogar, daß das mit der verhältnismäßig großen Erde, und der komplexen Sonde nicht so rüberkommen wird - aber hätte ich beide aus der Ferne gerendert, dann hätte man von der Sonde noch weniger gesehen, als jetzt. Also eigentlich ganz gut, wenn das Bild für euch leer wirkt.
    Vor Sternen widert mir aber bei diesem Bild etwas, weil ich es doch eher als Photo haben wollen würde, und nicht so, als ob man dort wäre.
    Deshalb habe ich in Photoshop auch diesen phototypischen Korneffekt noch draufgegeben, und zugegebenermaßen auch farblich etwas optimiert das Bild ;-)


    Liebe Grüße,
    euer Pygmalion

  • Hey Pyg,


    nettes Bildchen aber die Story in allen Ehren mich hätte es viel mehr Interessiert ob Du das Teil selbst gebastelt hast.


    Ansonsten alles ein bißchen Farblos und leer. Ich hätte ja zu gerne Dein Bild auch bis ins kleinse Detail auseinander genommen aber da ist ja nix :D



    Gruß Wizard

  • PYGMALION :


    Dies ist quasi die Fortführung meiner Antwort zu Deiner Kritik im "verlorene Seelen" Posting zum Thema Kritik.


    Wie ich dort schon geschrieben habe, erschlägt Deine Kritik/Antwort evtl. die anderen Teilnehmer.


    Nun zu Deiner Antwort:
    Es ist ja sehr lobenswert, wenn Du Dein Bild so realistisch wie möglich gestalten willst. Sei Dir auch gegönnt ;D .
    Nur sehen manchmal "übertrieben" dargestellte Szenen besser aus als allzu realistische. Es ist ja echt wahnsinn, wie tief Du Dich in die Materie einarbeitest, "nur" um ein Bild zu designen, dafür Respekt.
    Meine persönliche Meinung ist nur, daß so ein Bild auch ein bißchen was hermachen soll und evtl. sogar anderen gefallen soll.
    Es ist genauso wie im Kino. Ein Film sieht meistens ganz toll aus, weil er nachbearbeitet wurde. Gigantische Hintergrundbilder werden per Computer erstellt und eingebaut, es werden diverse Lichtfilter in den Kameras verwendet, etc.. Das alles hat den Sinn den Zuschauer in seinen Bann zu ziehen. Manchmal sieht man von einem Film ein Making-Of und ist entäuscht, wie leer, bzw. steril die Szenen aussehen, die im Kino noch so toll waren. Da ist es ganauso, zum einen ist die Szene real (Making-Of) und realistisch, sieht aber bescheiden aus. Zum andern ist da die fertige Kinoszene die zwar absolut unrealistisch ist, aber umwerfend aussieht.
    Natürlich gehorchen auch "unrealistische" Filmszenen einer gewissen Gesetzmäßigkeit (Physik, Größenverhältnisse etc.).
    Aber Szenen die mehr beinhalten, als notwendig (realistisch) ist, sehen meistens einfach besser aus.


    Wie ich zu Deinem Bild schon geschrieben habe: Ich habe Fotos der Erde vom Weltraum und vom Mond aus gesehen, die sehen genauso aus, wie auf Deinem Bild. Trotz allem sähe das Bild, wenn es auf etwas unrealistisch getrimmt wäre (größere Atmospähre, hellere Sterne usw.) etwas besser, imposanter, eindrucksvoller aus und würde mehr Menschen beeindrucken.


    Wie gesagt, das ist meine Meinung. Wenn Du jetzt natürlich sagst, "das soll aber so realistisch dargestellt werden", würde ich das kurz beim Posting des Bildes mitteilen.


    Trotz allem,
    schreib vieleicht etwas kürzere Kritiken (O.K. meine ist jetzt auch lang, ist aber auch ne Ausnahme) die dafür dann leichter verständlich sind.


    Gruß


    Theoderich


    P.S.: Trotzdem gut das Du auf diesem Board bist ;)

  • Schön, ich sehe eine untexturierte Sonde (die mir Realität nichts zu tun hat) und eine Kugel mit der Textur des Planeten Erde. Dahinter alles schwarz.
    Deine Jagd nach Realismus in allen Ehren, aber was willst Du denn mit diesem Bild aussagen?? Es kommt vom Bild selber nichts herüber, allenfalls die Leere des Alls.
    Ist es denn nicht die Freiheit der Kunst, manche Dinge eben NICHT realistisch darzustellen, um eine Stimmung oder wie auch immer geartete Aussage herüberzubringen?
    Wie viele Künstler aus der Vergangenheit haben denn „falsch“ gemalt? Da folgt z.B. Caspar David Friedrich dem Gesetz der Romantik und malt immer diesen „geigenbraunen“ Vordergrund, egal ob das nun so realistisch ist oder nicht. Oder diese armen Frauen auf den diversen Kirchengemälden – die haben alle die Brüste fast unter dem Kinn hängen, anatomisch völlig daneben!
    Mark74 z.B. hat „Babys“ (du meinst „Putten“ –> mit Flügeln = Engelsputten) an den Kirchenwänden, die vielleicht in die falsche Richtung schauen, na und? Die düstere Stimmung kommt trotzdem rüber!
    KUNST ist doch etwas anderes als die akribische Wiedergabe der Realität, oder?
    Bei plattem Realismus... da packen wir doch einfach unsere Kamera aus und machen dokumentarische Aufnahmen, die aber dann bitteschön völlig wertfrei sein sollten.
    Ich hätte noch eine ganze Menge dazu zu sagen, aber da ich möchte, dass jemand diesen Text auch liest, lasse ich es dabei bewenden!


    Gruß


    Nekhbet

  • Hi Pygmalion,


    1) schönes Bild
    2) ich kann auf meinem Monitor Texturen sehen, warum sehen die anderen keine Texturen ?(
    3) die Sterne sind zu dunkel (Sterne leuchten mehr oder weniger Stark)
    4) das soll doch die Erde darstellen oder? wenn ja möchte ich nicht darauf leben weil die Atmosphäre fehlt!
    5) bitte etwas kürzere Texte
    6) ich bin fertig.


    Grüße


    Mark74 :bryce:

  • Hallo!


    ich finde an diesem Bild ein bisschen komisch, dass auf der linken Seite der Erde ein blauer Streifen zum Vorschein kommt.
    Es sieht aus, als sei auf der anderen Seite des Planeten noch eine Lichtquelle (oder ist das der Mond, welcher von der Sonde verdeckt wird?).
    Die Sterne erkenne ich auch, jedoch finde ich diese ein wenig zu dunkel geraten(evtl. sind bei einigen die Monitore zu dunkel eingestellt ?().


    Wie jemand anderes weiter oben schon geschrieben hatte, ist die Abbildung von Realismus relativ, da man das bei solchen Szenen schlecht beurteilen kann. In den Köpfen der meisten Menschen wird sich aber bestimmt das Bild eines Weltraums mit relativ hellen Sternen finden. Daher würde ich auch zu der Meinung tendieren, nicht unbedingt Realismus um jeden Preis betreiben zu wollen sondern eher das Klischee(?) eines Weltraums mit Sternen zu bedienen.


    so far - 3dc.


    PS: Vielleicht hilft es bei deinen zukünftigen Postings, diese ein wenig zu strukturieren; z.B. könntest Du mit den technischen Daten der Szene anfangen und dann nach einem Absatz mit der allgemeinen Geschichte anfangen.
    Dies hilft dem Leser, da er die für ihn relevanten Informationen so einfacher herausfiltern bzw. nur die Absätze lesen muss die ihn auch interessieren.


    PPS: Kennt ihr Speedreading?

  • @ Wizard...
    Ja die Sonde ist allein mein Werk, und sie kostete mich nicht wenig Mühe (wie auch noch weiter unten in diesem Posting ich beschreiben will). Wenn du willst, kannst du die Sonde als .obp haben - naja zumindest könnte ich es dir versuchen es zu schicken - wieviel es einnimmt weiß ich nicht. Die Gesamtszene ist um die 50 mb groß (kaum zu glauben gel ? aber die Texturen der Erde, sowie des Mondes (nicht im Bild zu sehen) verschlingen Unmengen (ausserdem weiß jeder erfahrene Brycer : die Dateigröße der Szenerie wächst exponentiell mit der Anzahl der darin enthaltenen Objekte. (also nicht linear)). Die Sonde selbst besteht, wie gesagt aus etwa 250 Einzelobjekten, und beinhaltet auch eine Lichtquelle am Heck ;-) - dürfte an sich nicht unbedingt sehr groß als .obp-Datei sein.


    Gilt übrigens auch für andere - wer die Sonde haben will, dem kann ich sie geben. Für einen Upload auf diese Seite, so befürchte ich, wäre die Sonde aber von der Dateigröße zu groß.


    @ Theoderich :
    Vielen Dank für deine ergänzende Kritik. Sie hat mir doch geholfen, einiges in Bryce anders nun zu sehen. Denn ich geb dir unbedingt recht, daß bei einer optisch gelungenen Darstellung man manchmal Abstriche bezüglich Realismus in Kauf nehmen muß. Vor allem dein gelungener Vergleich zu Kinofilmen macht das sehr deutlich.
    Dennoch will ich diese Szene so halten - weil daraus eine Animation wird. Da wäre es vielleicht nicht ganz so ratsam, das ganze nun überm Haufen zu schmeißen - und außerdem :
    wenn ichs pompöser machen würde, dann würde das Bild nach deinen Begriffen ja noch kindischer wirken, als es eh schon tut ;-)


    @ Nekhbet :
    Vielen Dank auch für deine erkenntnisreiche Kritik. Die Sonde ist aber sehr wohl texturiert. Falls du es so willst, und die anderen zustimmen, will ich, um das zu beweisen, nur ein Bild von der Sonde Posten, wo man sie besser beleuchtet, in einem günstigeren Winkel, und größer sieht. Ok?
    Zu deinem Einwand, es wäre nicht sehr künstlerisch, hast du recht - und um eine künstlerische Ader ging es mir im Bild nicht - mehr noch, ich wollte es absichtlich verhindern, und bin doch froh, das sich in dieses Bild keine künstlerische Regung einschleichen konnte.
    Es gibt Computerbilder im Internet, welche wirklich auch nicht künstlerisch wirken wollen, sondern nur realistisch (obwohl man beides auch kombinieren kann - aber meistens wählt man sich, zugunsten der leichteren Arbeit es aus, entweder ein künstlerisches Bild zu machen, oder ein realistisches). Künstlerisch einwandfreie und realistisch einwandfreie Bilder sind ziemlich selten. Und da ich bei diesem Bild eben sehr viel wert legte auf Realismus, also als ob es wirklich eine dokumentarische Aufnahme aus der Zukunft wäre, so habe ich eben das künstlerische Element weitgehend beiseite gelassen. Es gibt Bilder aber, wo ich mehr Kunst einfließen hab lassen. Diese will ich, dann auch zu rechter Zeit posten (ich überhäufe schließlich schon zur genüge dieses Forum - wenn auch nur mit Texten am ehesten ;-)). Texte, vor allem solche, wie sie hier von dir, und einigen anderen gepostet wurde, werte ich aber für genauso wichtig, wie Bilder, weil eben dadurch man neue Betrachtungswinkel einnehmen kann, was ich für ungemein wichtig halte ! Vor allem bezüglich künstlerischer Entwicklung.


    @ BB, ich halte im Grunde auch die Bilder für die wertvollsten, wo man keine Erklärung braucht, damit sie wirken können - keine Rechtfertigung, wieso es sie gibt.
    Ich aber hielt es für angebracht etwas über den Hintegrund dieses Bildes zu schreiben, weil der künstlerische Hintergrund fehlt. Deswegen wollte ich eben durch den Weg des Hintergrunds das Bild dem Publikum nahebringen. Ein Dokumentarfilm ohne Text ist weitgehend wertlos. Ein künstlerischer Film kann aber auch ohne Text wirken. Deswegen hielt ich es für nützlich den dazugehörigen Text dazuzuschreiben.


    @ Mark74,
    Freut mich, vor allem von dir auch eine Kritik zum Bild zu erhalten. Sie ist erstaunlich inhaltsreich und kurz verfasst. Ich glaube, insofern sollte ich dich als Vorbild nehmen ;-) - all deinen Punkten möchte ich auch recht geben. Ausser beim 4. Punkt : denn wenn du die Textur auf der Sonde siehst, was andere, offensichtlich nicht sehen, dann muß es dir auch nicht schwerfallen, die Atmosphäre der Erde zu sehen. Sie ist ein blauer Sichel, auf der linken Hälfte der Erde ;-) - eben wie es aus der Entfernung der Erde auch erschiene (wie Theoderich schon zustimmte (bezüglich der Weltraumphotos von der Erde ;-)).


    Phuu, so das war nun doch auch für mich etwas viel Schreibarbeit jetzt. Aber ich dank euch für eure ernstgemeinten Kritiken. Erstaunlich, das keine heuchlerisches Posting gab (so auf die Art - supertoll, weiter so). Das zeugt von der überaus großen Qualität dieses Forums (was Bryce-Kritik anbelangt ;-) - denn vom anderem konnt ich mir ja noch kein Urteil bilden).


    Liebe Grüße,
    euer Pygmamlion

  • Ups, während ich meine vorige Message schrieb, hat 3dcrew schon seine Message geschrieben.
    Seine Kritik will ich natürlich nicht ignorieren.
    Gut das du die blaue Sichel auf der linken Hälfte der Erde erkannt hast!!! Die will ich ja jedem hier als Atmosphäre(-nschimmer) verhöckern :D
    Nein, ehrlich, es ist wirklich die Atmosphäre (eine extra Gaskugel (volumetrisch), welche ich farblich und vom Durchschein her so bearbeitet habe, wie es von der Erde, von Satellitenphotos her auch bekannt ist. Es ist im Grunde nichts anderes als das Streulicht, welches sich bis zu dieser Hälfte der Erde gestreut hat. Deshalb hat dieser Schimmer (am Rand) praktisch Himmelsfarbe - sowie auch die Farbe des Himmels ist (entsteht ja auch durch Lichtstreuung).


    Du hast recht das die Sterne, wie die anderen schon sagten etwas dunkel geraten sind. Das kommt daher, wie ich dir auch schon sagte (bei Kometen und Sterne ;-)), weil ich von Brycesternen nicht viel halte, und sie eher im Dunkeln halten wollte. Manchmal schalte ich sie wie gesagt auch ganz aus. Beides dient dem Zweck, daß ich dann später eine anständige Sternenschicht draufpappen kann, mit Photoshop, Uviverse, oder sonstwas ;-)
    Hier in diesem Bild wollte ich es aber eher so aussehen lassen, als ob man ein Photo geschossen hätte (wie ich in diesem Thread auch schon sagte) - und bei Photos kommt ein Weltraumhimmel immer sternenlos vor (beachtet die Nasaphotos , die von der Mir, Apollo, usw. geschossen wurden - meine nicht Hubblephotos also ;-) sondern die die man eben mit einer Spiegelrexlexkamera oder Kompaktkamera, macht ;-)).


    Liebe Grüße,
    dein Pygmalion