Hallolie.
Yap. Das Bild ist auch wieder keine 3D - Grafik. Ein WIP allerdings auch nicht... Wieder einmal komplett in Photoshop entstanden - ohne KI.
Dennoch ist es ein Bild, das ich sehr gerne zeigen möchte; ist aus einem Stock von pixabay und einigen eigenen Fotografien entstanden.
Hier habe ich auch mal wieder OnOne PhotoRaw eingesetzt.
Eine kurze, zum nachdenken anregende Geschichte habe ich hierzu auch noch:
Das Bild zeigt einen gerodeten Wald. Nichts besonderes.
Sieht man ja häufig...
Es legt sich wie Staub über die Haut.
Die Luft schmeckt nach Metall und Verlust. Auch wenn das Licht durch den offenen Himmel auf diese Szene fällt, erscheint sie unwirklich; so sollte und dürfte es nicht sein.
…vor dieser Szene sieht man ein zweites - ein vorgehaltenes Bild - ein Foto; das gleiche Motiv, doch ein paar Stunden zuvor aufgenommen. Der Baum darauf ist noch da, stark und ungebrochen. Man versucht sich einzureden, die Erinnerung macht den Wandel erträglich.
Doch in der Mischung der beiden Bilder beginnt ein stiller Dialog: Was ist verloren, was bleibt?
Der gerodete Wald atmet nur noch in unserer Erinnerung.
Die Stämme liegen wie stumme Zeugen. Aufgerissene Rinde und zerborstene Baumstämme erzählen von Maschinenlärm und menschlicher Hast. Zwischen den Stumpen werden demnächst wieder kleine Zeichen der Hoffnung wachsen – Moos, das sich an die rauhen, zerfetzten Kanten schmiegt. Pilze, die das Sterben in Nahrung verwandeln. Der Himmel, der weiterhin graublau bleibt, als würde er den Tod des Waldes auf immer betrauern...
Jedes Mal, wenn jemand vorübergeht und die beiden Bilder übereinander sieht, spürt er die Kluft zwischen Jetzt und Gestern. Doch dort, wo der Baum einst stand, beginnt auch das neue, beinahe unmöglich geglaubte Wachstum: Samen, die sich in dem Tod des Waldes und dem daraus entstehenden Humus entwickeln. Wurzeln, die sich unter dem Staub hindurchdrücken, und deren stille aber wilde Entschlossenheit den Wald zurückzugewinnen.
Vielleicht sollte die Frage nicht sein, ob der Wald jemals zurückkommen wird; sondern, was wir aus dem finanziellen Profitbringenden Wegnehmen lernen werden und vor allem - lernen sollen!
Man sollte immer daran denken: Ein Foto kann und wird eine Erinnerung bewahren. Aber nur Geduld, aktive Planung und Schutz verwandeln Erinnerung in Zukunft. Solange wir den Blick zwischen den beiden Bildern wandern lassen, bleibt die Verantwortung bei uns; die Erde am Leben zu erhalten. Mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln.
Wir sollten nicht nur hoffen das es irgendwann einmal wieder besser wird... Wir selber sollten daran arbeiten!
Der Wald ist der Produzent unseres lebensnotwendigen Sauerstoffs!
Kommentare 8
m4n
Catoul Autor
...daher hab' ich auch den Bildtitel.
Danke Dir!
G-abi-K
Genial gemacht,gefällt mir sehr

Sheeban
Wirklich eine tolle Bildidee und super umgesetzt.
Thunder666
Super in Szene gesetzt ! gefällt mir gut
Kushanku
Ja, ein wichtiges und auch trauriges Thema
.
Hab immer noch keine Antwort wohin mit Deinen Matte-Painting-Werken, sorry.
Das hier wäre allerdings im Unterforum Fotografien gut aufgehoben.
Hansum
Einige Menschen werden es nie lernen, dass man der Natur endlos nicht alles wegnehmen kann ohne irgendwas dafür zahlen zu müssen. Denen geht einfach der Profit über alles.
Ansonsten stimmt das Bild schon nachdenklich. - Ich dachte erst, dass da ein Sturm gewütet hat und die Fläche deshalb gerodet wurde. Aber klar, die Forstwirtschaft will ja auch Holz verkaufen, also müssen ab und zu auch mal Flächen gerodet werden. Wichtig ist aber, das hinterher auch wieder aufgeforstet wird.
Und die Motividee:

ritch
Stimmt, denn Nachhaltigkeit benötigt Wiederaufforstung.
Ebenso wichtig ist der Verwendungszweck des Holzes. Z.B. für Wohnräume statt Klimakiller-Beton.