The Stone Realm of the Ancient Gods

Hallo.



Noch einmal ein etwas älteres, in Vue 2023 und PS CC upgedatetes Bild.


Diesmal nix Dunkles - nur ein bisschen Landschaft. (Am besten "in groß" angucken ;) )




Das "erste" Gelände baute ich mir mir in Quadspinners Gaea zusammen, dann witerbearbeitet in Vue 2023.


Diesmal waren hier in PS CC dann im Einsatz:



GNBD's Waterfall - Brushes


Ron Deviney's Fog II - Brushes


Ron Deviney's Light and Shadow - Brushes


Ron Deviney's Light Radiance - Brushes und


Ron Devineys Trees - Brushes and .psd's



DXO's NIK - Collection 8


Luminar Neo

OnOne NoNoise
und OnOne's Effects waren ebenfalls wieder mit am Start. ;)





Auch hier hat sich wieder die Geschichte zum Bild förmlch aufgedrängt....








The Stone Realm of the Ancient Gods







Am äußersten Saum der Welt, dort, wo die Erde selbst in Ehrfurcht zu erstarren scheint, erhebt sich ein Gebirge von solcher Größe und Würde, dass selbst die Zeit es nur zögernd berührt. Seine Gipfel ragen wie die Zinnen einer vergessenen Götterfestung in den Himmel, und seine Tiefen sind so unergründlich, dass kein Licht sie je ganz durchdrungen hat. Die Flanken sind von gewaltigen Furchen durchzogen, als hätten uralte Mächte den Stein mit Händen geformt, die stärker waren als Sturm und Feuer.


Die Alten, deren Stimmen nur noch in Geschichten weiterleben, erzählen, dass dieses Gebirge nicht gewachsen sei wie andere Berge. Sie sagten, dass vor unzähligen Jahrtausenden der Himmel selbst aufbrach – lautlos und doch erschütternd – und die Götter auf die Erde herabstiegen.


Sie kamen nicht als Schatten oder Träume.


Sie kamen als Wirklichkeit.


Wo ihre Füße den Boden berührten, bebte das Land. Wälder sanken nieder, Flüsse hielten inne, und selbst der Wind verstummte. Mit einem Willen, der die Welt formte wie weichen Ton, hoben sie das Gebirge aus dem Innersten der Erde. Sie rissen den Stein empor, schichteten ihn zu Türmen aus Fels, spalteten ihn mit bloßen Händen, sodass Täler entstanden, tief und weit, geschaffen für Wasser, Leben – und Erinnerung.


Ein Gott ließ die Gipfel wachsen, bis sie den Himmel berührten.


Ein anderer grub mit donnernder Kraft die Schluchten, damit das Schmelzwasser der Himmel seinen Weg finde.


Ein dritter hauchte den ersten Wind über die Höhen, und er blieb dort, gefangen zwischen den Zinnen, ein ewiger Atem des Gebirges.


So entstand dieses Land: nicht durch Zufall, sondern durch Absicht.

Als das Werk vollendet war, verließen die Götter die Welt der Sterblichen – oder so glaubte man. Sie stiegen zurück in die Höhen, doch sie nahmen ihre Schöpfung nicht mit. Das Gebirge blieb zurück, ein Monument ihres Wirkens, ein stummes Zeugnis göttlicher Macht.


Die Menschen jener Zeit, die Zeugen dieses unfassbaren Geschehens gewesen sein sollen, fielen vor Ehrfurcht nieder. Sie wussten, dass sie etwas gesehen hatten, das niemals wieder geschehen würde. Und so schworen sie, das Andenken der Götter zu bewahren – nicht in Worten allein, sondern in Stein.


Hoch oben auf den Kuppen, dort, wo die Luft dünn und der Himmel nah ist, begannen sie zu bauen.

Nicht in Jahren.


Nicht in Jahrhunderten.


Sondern über Generationen hinweg.


Der Tempel wuchs langsam, doch unaufhaltsam. Zuerst waren es einfache Mauern, dann Hallen, dann gewaltige Terrassen, die sich wie Stufen zum Himmel an die Berge schmiegten. Ganze Ebenen wurden aus dem Fels gehauen, Säulen errichtet, so gewaltig, dass zehn Männer sie kaum hätten umfassen können. Treppen wanden sich nach oben und unten, verbanden Ebenen miteinander, die sich tief in den Berg hineinbohrten oder kühn über Abgründe hinausragten.

Mit jeder Generation wurde der Tempel größer, höher, tiefer.


Er wurde nicht nur ein Bauwerk – er wurde ein Teil des Gebirges selbst.


Seine Wände erzählten Geschichten: Reliefs zeigten die Ankunft der Götter, ihre Macht, ihre Schöpfung. Decken waren mit Sternbildern verziert, die längst vom Himmel verschwunden sind. In den innersten Hallen brannten einst Feuer, die niemals erlöschen sollten – doch heute sind sie nur noch Asche und Erinnerung.

Und dennoch… der Tempel steht. Beinahe unversehrt.


Verlassen scheint er, und ist doch nicht leer. Der Wind zieht durch seine Hallen wie ein flüsternder Wächter, und manchmal hallen Schritte wider, obwohl niemand dort geht. Nebel legt sich um seine oberen Terrassen, als wolle er ihn verbergen – oder schützen.


Die Berge selbst tragen das Werk weiterhin. Ihre Hänge sind bedeckt von uralten Wäldern, so dicht und mächtig, dass sie fast wie ein grüner Ozean wirken. Bäume von gewaltiger Größe stehen dort, ihre Wurzeln tief im Stein verankert, ihre Kronen im ewigen Gespräch mit dem Wind. In ihrem Schatten herrscht ein Zwielicht, in dem Zeit keine Bedeutung mehr zu haben scheint.


Tief unten in den Tälern rauschen die Gebirgsbäche. Klar wie geschliffenes Glas stürzen sie über Felsen, singen ihr endloses Lied und sammeln sich in stillen, klaren Becken. Diese Wasser sind mehr als nur Quellen – sie sind Spiegel. Wer in sie blickt, so sagen es die Alten, sieht nicht nur sein eigenes Antlitz, sondern einen Hauch von etwas Größerem… als würde das Gebirge selbst zurückblicken.


Wenn die Nacht über das Land fällt, beginnt das wahre Geheimnis.

Dann schweigen die Wälder.


Dann halten selbst die Wasser inne.


Ein fernes Grollen kann durch die Tiefen rollen, langsam und gewaltig, als würde das Herz der Berge schlagen. Licht scheint manchmal hoch oben im Tempel aufzuleuchten – flackernd, golden, unmöglich. Und in den Nebeln, die über die Gipfel ziehen, formen sich Gestalten, groß und undeutlich, als bestünden sie aus Erinnerung und Macht zugleich.


Die Alten sagen: Die Götter sind nie gegangen.

Sie ruhen im Stein, wachen im Wind, fließen im Wasser. Und der Tempel ist kein bloßes Denkmal ihrer Vergangenheit – er ist ein Ort der Verbindung. Ein Ort, an dem die Grenze zwischen Sterblichem und Unsterblichem dünn geworden ist.


Nur wenige wagen sich noch hinauf. Und von denen, die es tun, kehren manche verändert zurück – schweigsam, ehrfürchtig… oder gar nicht.


Doch das Gebirge bleibt.

Unerschütterlich.

Unvergänglich.


Ewig.


Ein Monument der Götter – und vielleicht…



ihr letztes Reich auf Erden.




Hoffe, es gefällt Euch. ;)

Kommentare 16

  • Danke für alle Likes! :top

  • :top ein ganz starkes Panoramabild :respekt

    • Vielen Dank, Maxime.


      Freue mich über Deinen Kommentar! :)

  • ...danke Euch sehr für die Likes! <3

  • Panorama mag ich! :thumbup: :thumbup: :thumbup:

    • Auch das freut mich, Reiner! :top


      Danke Dir!

  • Einfach nur herrlich :thumbup: Wat ne Aussicht :)

    • Vielen lieben Dank, Kamerad! :top

  • Erinnert mich an den Copper Canyon... den ich mit dem Zug von Chihuahua nach Los Mochis durchquert habe - lang lang ists her...


    Schoenes Bild! 

    • Das freut mich, das es Erinnerungen weckt! :top


      Danke für Deinen Kommentar!

    • Ja, wenn dir mal nichts mehr einfällt, wo du hinfahren könntest.... das ist der Ort... wesentlich größer und tiefer als der Grand Canyon in den Usa... Das war ein unglaubliches Erlebnis in sehr vieler Hinsicht. Ich bin froh, dass ich so viel in meinem Leben machen konnte und diese Erinnerung kam sehr unerwartet.... Ich danke dir dafür.... Ruf dir mal den Canyon in google auf... wirste die Ähnlichkeit sehen.... :D

    • Heyhou, Licke.


      Yawoll, gucke ich später! :thumbup:


      ...freut mich, dass ich diese Erinnerung wecken konnte! :top

  • Super-Hyper-Mega-Panavision. Das weiß zu gefallen.

    • Auch Dir, interozitor - vielen Dank!


      Freut mich sehr, wenn' gefällt! :top

  • Einfach großartig oder episch <3 :thumbup: .

    • Vielen lieben Dank, Kushanku!


      Das freut mich echt! :applaus