Hallolie.
...und wieder ein Update eines noch nie gezwigten Bildchens; habe ich wieder aus den unendlichen Tiefen eines meiner WIP - Ordnern gegraben.
Entstanden ist das Bild bereits 2014, die Heightmap entstand damals auch wieder in WorldMachine.
Die Szene entstand dann wieder einmal in Vue, das Segelschiff (welches man in der Auflösung kaum noch erkennen kann) entstand in Poser, das hatte ich wieder als .obj in Vue importiert und mit der Szene mitgerendert.
Auch hier kamen wieder einmal mehr Ron Deviney's Brushes zum Einsatz:
wie auch GNBD's Waterfall Brushes II zum Einsatz.
Außerdem kamen hier auch wieder die PS - PlugIns
Redfields Elementary und erstmals
OnOne's SkySwap zum Einsatz.
Dieses Mal habe ich auch wieder eine Geschichte zum Bild (diejenigen, die nicht "die großen Leser sind") bitte trotzdem das Bild - am besten in Originalgröße anschauen.
Vielen Dank - und ich hoffe wie immer, dass es Euch gefällt. ![]()
Die Geschichte:
Ter Narith
Im Herzen der Welt, verborgen hinter Schleiern aus Nebel und goldenen Wolken, lag das Land Ter Narith.
Kein Krieg hatte jemals seine Täler berührt, kein Hunger seine Städte verdunkelt.
Die Flüsse sangen leise Melodien, Wälder leuchteten nachts in sanftem Blau, und selbst der Wind schien dort mit Bedacht zu sprechen.
Ter Narith war das Land der Götter.
Doch anders als die alten Geschichten der Menschen erzählten, herrschten diese Götter nicht mit Donner und Furcht.
Sie liebten Schönheit mehr als Macht. Sie erschufen Berge nicht, um Grenzen zu ziehen, sondern damit die Morgenröte daran glühen konnte.
Sie formten Seen nicht aus Tränen, sondern damit sich Sterne darin spiegeln konnten.
Und jeden Abend, wenn die zweite Glocke des Himmels erklang, begann ihr liebster Wettstreit.
Dann versammelten sich die Götter auf den schwebenden Terrassen des Palastes von Serenith, hoch über den Wolken. Jeder Gott zog sich in einen anderen Teil Ter Nariths zurück, um den schönsten Sonnenuntergang zu erschaffen.
Aureth, Gott der Meere, ließ den Himmel über den endlosen Küsten in flüssigem Kupfer brennen. Die Wellen reflektierten das Licht wie geschmolzenes Gold, während riesige silberne Fische durch die Brandung sprangen.
Sylvara, Göttin der Wälder, färbte die Blätter ihrer uralten Bäume in leuchtendes Purpur und tiefes Bernstein. Zwischen den Stämmen tanzten Glühwürmchen wie kleine Sterne.
Kaelion, Herr der Berge, erschuf Sonnenuntergänge über schneebedeckten Gipfeln. Das letzte Licht legte sich dort wie rosafarbener Staub auf Eis, Schnee und Stein, bis selbst die härtesten Klippen weich wirkten.
Und dann war da noch Altheria.
Sie sprach selten. Während die anderen Götter prachtvolle Farben malten und ganze Landschaften veränderten, wanderte sie still durch Ter Narith. Niemand wusste genau, worüber sie herrschte. Manche glaubten, sie sei die Göttin der Stille. Andere sagten, sie sei die Hüterin vergessener Dinge.
An diesem Abend beobachteten die Götter voller Stolz ihre Werke. Überall jubelten die Bewohner Ter Nariths über die Schönheit des Himmels.
Nur Altheria fehlte.
„Hat sie aufgegeben?“, fragte Kaelion lachend.
Doch als die Sonne bereits fast verschwunden war, begann sich der Himmel über einer kleinen, unscheinbaren Ebene zu verändern. Kein feuriges Rot erschien dort. Keine goldenen Wolken.
Stattdessen wurde der Himmel sanft violett.
Ein einzelner warmer Wind strich durch das hohe Gras. Tausende weißer Blüten öffneten sich gleichzeitig, obwohl ihre Zeit längst vorbei war. Ein kleiner Fluss fing das Licht der letzten Sonne ein und trug es wie flüssige Sterne durch die Ebene.
Und mitten darin saß ein altes Menschenpaar Hand in Hand vor seiner kleinen Hütte.
Sie sagten nichts.
Sie schauten nur gemeinsam in den Abendhimmel.
Die anderen Götter verstummten.
Denn Altheria hatte verstanden, was die schönsten Sonnenuntergänge wirklich besonders machte: Nicht die Farben. Nicht die Größe der Landschaft.
Sondern der Moment, in dem jemand innehielt, um ihre Schönheit mit einem anderen Wesen zu teilen.
Seit diesem Abend änderte sich der Wettstreit der Götter. Sie versuchten nicht länger, sich gegenseitig zu übertreffen. Stattdessen erschufen sie Sonnenuntergänge für bestimmte Menschen: für müde Reisende, für Kinder am Fenster, für Einsame auf stillen Hügeln.
Und manchmal, wenn auf der Welt ein Abendhimmel besonders schön aussieht — mit Farben, die fast unmöglich wirken — sagen manche, dass die Götter von Ter Narith noch immer miteinander wetteifern.
Nur eben nicht darum, wer den prächtigsten Sonnenuntergang erschafft.
...sondern darum, wem sie damit einen Augenblick Frieden schenken können.
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Kommentare 2
Kushanku
Ein eindrucksvoller Moment, der so nur ein paar Minuten existiert. Gut eingefangen.

rjordan
Welch farbenfrohe Pracht!
