The Dark Land - The Expedition Has Just Begun - Update

Hallo, hier auch mal wieder eins von mir.



Ist wieder ein Update eines im Oktober 2014 erstellten Bildchens, damals bereits in PS CS6 bearbeitet, jetzt in PS CC upgedatetd.


Es war damals die Zeit, als ich mit Quadspinners GeoGlyph angefangen hatte, herumzuspielen.


Aus diesem daraus entstandenen Gelände wurde dann - damals noch mit Vue Infinite - wieder eine Szene daraus.



Die Burg, welche von Fledermäusen umflattert wird (die allerdings erkennt man noch), rechts unter dem Mond, ist leider nicht mehr zu erkennen. Diese entstammte Poser. Irgendwie war mir im Update der Wasserfall wichtiger, da der aus meiner Sicht besser ins Bild und zur Geschichte passte.



Hier im Bild wurde wieder ziemlich viel an Brushes und PlugIns verwendet. ;)



Brushes:



Ron Deviney's Birds Brushes


Ron Deviney's Light And Shadows Brushes


Ron Deviney's Light Radiance Brushes


Ron Deviney's Fog Brushes


Ron Deviney's Fog II Brushes


Ron Deviney's Dirt Brushes


Ron Deviney's Sand Brushes


Ron Deviney's Splashes Brushes


Ron Deviney's Trees Brushes


Ron Deviney's Weeds Brushes


Ron Deviney's Water Bundle Brushes


Ron Deviney's Waves Brushes




GNBD's Waterfalls Brushes


GNBD's Waves II Brushes





PlugIns:



Flaming Pears Flood II


DXO NIK Collection 8


Luminar Neo


OnOne Effects


OnOne NoNoise



So. Puh. Ich hoffe, das ist die komplette Auflistung; theoretisch dürfte ich nichts vergessen haben... ;)



Das Bild ist im Original 16.609 x 3.905 Px groß, ~ 11,4 GB "schwer" und insgesamt 275 Ebenen groß. Alles in allem stecken hier um die 280 Stunden drinnen.




Für diejenigen, für die "der Vorspann" noch nicht zu lange war, gibt's jetzt auch noch eine Geschichte zum Bild:










Die Höhle der Zeit





Der Forscher Jonathan Falk war seit Wochen allein unterwegs.


Mit seinem kleinen Kanu befuhr er einen abgelegenen Fluss tief im Herzen eines nahezu unerforschten Urwalds. Die Einheimischen hatten ihn vor dieser Gegend gewarnt. Sie nannten sie das Tal der verlorenen Stimmen. Niemand blieb dort lange, und wer verschwand, wurde nie wieder gesehen.



Jonathan glaubte nicht an Legenden.

Er glaubte an Karten, Messungen und Beweise.



An einem grauen Abend zog plötzlich dichter Nebel auf.

So dicht, dass selbst die Ufer des Flusses verschwanden. Sein Kanu wurde von einer starken Strömung erfasst und gegen die Felsen gedrückt.

Verzweifelt kämpfte er gegen das Wasser an.


Dann geschah etwas Seltsames.


Mitten im Nebel erschien ein schwaches blaues Leuchten.



Es kam aus einer Öffnung in einer steilen Felswand.



Jonathan steuerte darauf zu.


Als er das Kanu festmachte und näher trat, bemerkte er, dass die Höhle unmöglich auf seinen Karten verzeichnet sein konnte. Die Felsöffnung war gewaltig und wirkte, als hätte jemand sie mit ungeheurer Präzision aus dem Berg geschnitten.

Aus ihrem Inneren drang ein kalter Luftzug.



Zu kalt für einen tropischen Urwald.



Er entzündete seine Laterne und betrat die Höhle.



Schon nach wenigen Schritten verstummten alle Geräusche der Außenwelt.


Drinnen herrschte kein Wind, keine Insekten waren zu hören.



Ganz weit entfernt meinte man Wasser zu hören.


Insgesamt nur Stille, nur eben dieses weit entfernte leise Glucksen und leise Bewegungen von Wasser.




Eine Stille, die insgesamt so leise war, dass Jonathan sein eigenes Herz schlagen hörte.




Je tiefer er ging, desto merkwürdiger wurde die Umgebung. Inzwischen wurden auch die umgebenden Geräusche lauter.


Die Wände schimmerten wie schwarzes Glas, hinter dem ein schwaches Blau glühte. Darin bewegten sich Schatten...




Zuerst hielt er sie für Spiegelungen, doch dann erkannte er die Wahrheit.




Die Schatten zeigten Menschen.



Einen Jungen, der durch Schnee lief.


Ein kleines Mädchen, dass seiner Großmutter Blumen brachte.


Eine Frau, die an einem Fenster weinte.


Einen alten Mann auf seinem Sterbebett.


Eine Katze, die ihren Bestzern eine Maus auf den Fußabstreifer legte.




Es waren keine Spiegelungen. Es waren Augenblicke.


Aus verschiedenen Zeiten.




Jonathan zwang sich weiterzugehen.


Nach fast einer Stunde erreichte er eine gewaltige Kammer.



Dort stand etwas, das ihm das Blut in den Adern gefrieren ließ.


Ein gigantischer Torbogen aus schwarz glänzendem Stein.



Mindestens zwanzig Meter hoch.



In seiner Mitte schwebte keine Tür, sondern eine silberne Fläche, die wie flüssiges Metall pulsierte.



Darüber waren Worte eingraviert:





„Wer die Zeit betrachtet, wird von ihr betrachtet.“




Ein kalter Schauer lief Jonathan über den Rücken. Dennoch trat er näher.


Als seine Hand die silberne Oberfläche berührte, verschwand die Höhle.




Die Welt zerbrach.




Plötzlich stand er auf derselben Stelle – doch die Höhle war verschwunden. Stattdessen erhob sich um ihn herum eine uralte Stadt.

Schwarze Türme ragten in einen blutroten Himmel.


Tausende Menschen liefen panisch durch die Straßen.


Über ihnen hing eine gewaltige dunkle Kugel am Himmel.



Sie wurde größer.


Und größer.



Dann verschlang sie das Licht.


Schreie erfüllten die Luft.



Jonathan blinzelte.



Wieder wechselte die Szene.


Nun stand er in der Zukunft.



Der Urwald war verschwunden, der Fluss war ausgetrocknet.

Die Erde war grau und tot.


Verlassene Ruinen erstreckten sich bis zum Horizont.


Doch etwas bewegte sich zwischen ihnen.


Etwas Riesiges.


Etwas, das ihn beobachtete.


Zwei glühende Augen öffneten sich in der Dunkelheit.



Jonathan spürte plötzlich einen Schmerz im Kopf.



Eine Stimme erklang.


Nicht in seinen Ohren - direkt in seinem Geist.




„Du hast die Höhle gefunden.“




Er wirbelte herum, doch niemand war da.




„Nun hat die Höhle auch dich gefunden,“ ertönte die dröhnende Stimme wieder.



Die Vision zerfiel.


Jonathan stürzte zurück in die Gegenwart.


Keuchend lag er vor dem Torbogen.


Doch jetzt war er nicht mehr allein.


Am anderen Ende der Kammer stand eine Gestalt.




Groß.


Dürr.


In schwarze Fetzen gehüllt.


Wo ihr Gesicht hätte sein müssen, war nur Dunkelheit.


Die Gestalt bewegte sich nicht - sie beobachtete ihn.




Dann bemerkte Jonathan etwas Schlimmeres.


Die Gestalt hatte exakt seine Körperform.


Seine Größe.


Seine Haltung.


Es war er selbst.


Oder etwas, das aussah wie er.


Langsam hob das Wesen einen Finger und zeigte auf ihn.



Dann flüsterte es: „Ich habe auf dich gewartet.“


Die Laterne fiel Jonathan aus der Hand.


Die Flamme erlosch.


Absolute Dunkelheit verschlang die Höhle.


Er rannte.


Er wusste nicht, wie lange.




Minuten.



Stunden.




Vielleicht Tage...




Als er schließlich den Ausgang erreichte, war der Nebel verschwunden.


Sein Kanu lag noch am Ufer.


Zitternd paddelte er davon, ohne sich umzudrehen.


Er sprach nie wieder über die Höhle.





In den folgenden Jahren bemerkten Freunde eine Veränderung.


Manchmal starrte Jonathan stundenlang ins Leere.


Manchmal behauptete er, Schritte hinter sich zu hören.


Und kurz vor seinem Tod schrieb er nur diese beden Sätze in sein Tagebuch:





"Ich bin nie aus der Höhle entkommen. Nur etwas, das aussieht wie ich, hat sie verlassen."





Als man Jahre später nach der Höhle suchte, fand man nichts.



Keinen Eingang.


Keine Felswand.


Keine Spur.




Nur einen verlassenen Fluss.


Und gelegentlich berichten Kanufahrer bis heute von einem seltsamen blauen Licht im Nebel.





Ein Licht, das sie aus der Dunkelheit beobachtet...




Ich hoffe, das Bild wie auch die Geschichte dazu gefällt Euch. ;)




....wer möchte, gerne einmal auf das Bild klicken... ;)

Kommentare 1

  • Mal was anderes, eine Höhle und wieder gigantisch gelungen.

    Sehr gute Story dazu <3 :thumbup: :thumbup: :thumbup: .