The Chronicle of the Fratricidal War in the Albrun Valley_AR

Hallolie.


Hier habe ich wieder ein Update eines inzwischen 16 Jahre alten Photoshop - Composings.


Damals hatte ich das Bild zur Teilnahme eines "Mittelalter - Contests" eingereicht.


Hier sind sehr viele Stock - Fotos wie auch - wie immer - Photoshop Brushes - und PlugIns verbaut.


Den Wikinger hatte ich in Poser erstellt, die oben hereinhängenden Äste in Vue.



Die Stocks:


Die Burg auf dem Wasserfall war eine Vorgabe für den "druckstdu" - Contest


Der Burgeigang stammt von pixelio.de


Der Karersee - ebenfalls von pixelio.de


Der Himmel ebenso von pixelio.de


und die Hohenzollernburg stammte auch von pixelio.de


DasKatapult - von Adobe Stock


Das Bidford - Viadukt ebenso von Adobe Stock


12 Knights - von Adobe Stock


5 Knights ebenso von Adobe Stock


Die Pfeile stammten damals von fotolia.de– fotolia: Bildnummer – 7108988_S / ist allerdings inzwischen online nicht mehr verfügbar.



Hierin habe ich auch noch 21 eigene Fotos verbaut.




Wieder einmal mehr - hier im Update, OnOne Effects


wie auch OnOn NoNoise und


Luminar Neo




PlugIns:


Redfield Quad Pencil


Flaming Pear - Flood II




Brushes:


Ron Devineys Waterfall Brushes


Ron Devineys Waaves Brushes


Ron Devineys Weeds Brushes


Ron Devineys Light And Shadows Brushes


Ron Devineys Splashes Brushes


GNBD's Waterfall Brushes


GNBD's Waterfall Brushes Vol 2





...wem diese Auflistung noch nicht zu lange war, für den habe ich auch noch die Geschichte zum Bild:








Die Chronik vom Bruderkrieg im Tal des Albrun




Im Jahre des Herrn 867 lag schweres Unheil über dem Tal des Albrun.


Die Krähen kreisten.


Die Hunde heulten.


Der Nebel wich nicht.




Die Alten sprachen von einem Fluch, der älter war als die Burgen auf den Felsen und älter als die Erinnerung der Menschen, die dort lebten.


Doch nur wenige hörten auf ihre Warnungen, denn Stolz macht taub und Hass macht blind.




Auf dem westlichen Felsen stand Eichenfels.


Auf dem östlichen erhob sich Rabenwacht.


Dazwischen floss der Albrun.


Dazwischen wuchs die Zwietracht.




Einst hatten Arnulf und Gerwald gemeinsam über das Erbe ihres Vaters gewacht und Seite an Seite gegen Räuber und Plünderer gekämpft.


Nun betrachtete jeder den anderen als Feind, und niemand wusste mehr zu sagen, wann aus Brüdern Widersacher geworden waren.




Die Jahre vergingen.


Der Hader blieb.


Die Worte wurden härter.


Die Herzen wurden kälter.




Aus kleinen Streitigkeiten um Wälder, Weiden und Abgaben entstand eine Fehde, die sich langsam über das ganze Tal legte wie ein dunkler Schatten.


Selbst unter Bauern, Knechten und Händlern begann man Partei zu ergreifen, sodass der Hass von den Burgen bis in die ärmsten Gehöfte kroch.




Dann kamen die Zeichen.


Die Krähen starben.


Der Fluss wurde rot.


Die Hunde heulten bei Nacht.




Wochenlang fanden die Menschen tote Vögel auf Feldern und Wegen, und manche behaupteten, der Wind trage ein fernes Klagen aus den Wäldern.


Ob dies wahr war oder nur die Furcht der Menschen sprach, vermochte niemand zu sagen.




Nur Dietrich suchte noch Frieden.


Er war der jüngste Bruder.


Er war ein gerechter Mann.


Er glaubte an Versöhnung.




Während Arnulf und Gerwald ihre Heerbänne sammelten und einander immer offener drohten, ritt Dietrich unermüdlich zwischen den Burgen hin und her.


Viele hielten ihn für töricht, doch das Volk vertraute ihm mehr als den beiden Burgherren.




Eines Abends erschien eine alte Frau.


Sie war blind. Sie war gebückt. Sie war allein.




Manche behaupteten später, sie sei älter gewesen als jeder Mensch im Tal und habe bereits ihren Großvätern dieselben Warnungen zugeflüstert.


Sie legte Dietrich einen Anhänger aus Hirschknochen in die Hand und sprach mit rauer Stimme zu ihm.




„Reite nicht nach Osten.“ „Meide die Straße nach Rabenwacht.“


„Die Erde dort ist durstig.“ „Und sie kennt deinen Namen.“




Dietrich lächelte.


Er schenkte ihren Worten keinen Glauben.


Drei Tage später verschwand er.


Seine Begleiter fand man im Wald.




Sie waren tot.


Ihre Leiber waren verstümmelt, Ihre Augen fehlten.


An uralten Eichen hingen ihre Körper wie düstere Mahnungen, und selbst erfahrene Recken bekreuzigten sich beim Anblick der Toten.


Auf ihren Brüsten war ein seltsames Zeichen eingeritzt, das niemand deuten konnte und das älter schien als alles, was die Menschen im Tal kannten.




Dann kam die Botschaft.




Dietrich lebte.





Dietrich war gefangen.




Dietrich befand sich auf Rabenwacht.



Arnulf glaubte augenblicklich an Verrat, und die Wut in seinem Herzen verdrängte jeden Gedanken an Vernunft oder Nachsicht.


Die Worte der Gesandten verhallten ungehört, denn für ihn war die Schuld seines Bruders bereits gewiss.




Die Banner wurden gehisst.


Die Hörner erklangen.


Die Schwerter wurden geschärft.


Das Verderben nahm seinen Lauf.




Aus allen Teilen des Landes strömten Männer herbei, bewaffnet mit Speeren, Äxten und Messern, um ihren Herren in den Krieg zu folgen.


Und als die Heere auszogen, verdunkelten Staub und Rauch den Horizont über dem Tal.



Die erste Schlacht begann im Nebel. Man sah kaum zehn Schritte weit.


Man hörte Schreie.



Man hörte Stahl.




Als die Reihen aufeinanderprallten, verschwand jede Ordnung, und bald kämpfte jeder Mann nur noch um sein eigenes Überleben.


Speere zerbarsten, Schilde splitterten und Äxte fanden ihre Ziele, während der Boden das Blut der Gefallenen trank.





Der Krieg dauerte an.


Die Gehöfte brannten.


Die Felder verödeten.


Die Friedhöfe füllten sich.




Wo einst Kinder gespielt hatten, lagen nun verkohlte Balken und tote Tiere, über denen sich Krähen und Wölfe stritten.


Der Tod zog durch das Tal wie ein unsichtbarer Herrscher, und niemand vermochte sich seinem Griff zu entziehen.







Nachts hörte man Geschichten.


Nachts wurden Gebete gesprochen.


Nachts verriegelten die Menschen ihre Türen.


Nachts wagte sich kaum jemand hinaus.




Einige behaupteten, dunkle Schemen zwischen den Bäumen gesehen zu haben, während andere von Stimmen berichteten, die aus dem Nebel ihren Namen riefen.


Ob Wahrheit oder Aberglaube – die Furcht breitete sich schneller aus als jede Krankheit.




Schließlich zog Arnulf gegen Rabenwacht.




Sein Heer war groß.


Sein Zorn war größer.


Seine Gnade war verschwunden.




Tagelang hämmerten die Rammböcke gegen die Tore, während von den Wehrgängen Pfeile, Steine und siedendes Pech auf die Angreifer niederregneten.


Vor den Mauern türmten sich die Toten, und die Luft war schwer vom Geruch des Rauchs, des Blutes un des Todes.




Die Mauern fielen.


Die Tore brachen.


Die Verteidiger wichen zurück.


Der Burghof wurde zum Schlachtfeld.




Zwischen den Hallen und Ställen wurde erbittert gekämpft, bis die Pflastersteine unter den Füßen der Männer rot geworden waren.


Als die Sonne hinter den Hügeln versank, lagen mehr Tote in der Burg als noch Lebende standen.





In den Kerkern fand man Dietrich.



Er lebte.


Doch er war gebrochen.


Sein Haar war weiß geworden.




Die Dunkelheit der Gefangenschaft hatte ihn gezeichnet, und seine Augen wirkten älter als die eines Greises.


Dort erzählte er von Hrodgar, jenem Ritter, der die Entführung geplant und die Brüder gegeneinander aufgehetzt hatte - doch die Wahrheit kam zu spät.




Der Krieg war gewonnen.


Das Land war verloren.




Und Gerwald lag im Sterben.




Ein Pfeil hatte seine Brust durchbohrt, und sein Blut rann über die Steinplatten der großen Halle, während draußen noch die letzten Kämpfe verklangen.




Als Arnulf an sein Lager trat, war von seinem Hass nichts mehr übrig.






„Für was?“


Arnulf schwieg.



Gerwald hustete Blut.



Sein Blick wurde trüb.


„Für Land?“


„Für Grenzen?“


„Für Stolz?“


„Wir haben alles verloren.“




Seine Stimme war kaum mehr als ein Flüstern, doch jedes Wort traf Arnulf schwerer als jede Waffe auf einem Schlachtfeld.




Dann schloss Gerwald die Augen und verschied.








Der Krieg endete.


Die Schwerter ruhten.


Die Feuer erloschen.


Die Krähen blieben.





Arnulf herrschte noch viele Jahre über Eichenfels und über die Ländereien seines gefallenen Bruders, doch Frieden fand er niemals.


Jeden Abend stieg er auf die Zinnen seiner Burg und blickte hinüber nach Rabenwacht, die dunkel und verlassen über dem Tal stand.




Manchmal sah er dort ein Licht.


Manchmal eine Bewegung.


Manchmal glaubte er seinen Bruder zu erkennen.





Ob es Wahrheit war oder die Last seiner Schuld, vermochte niemand zu sagen.




Als Arnulf schließlich starb, fand man ihn auf dem Wehrgang.





Sein Blick war nach Osten gerichtet.


Seine Augen waren offen, sein Gesicht war voller Furcht.




Und in derselben Nacht stieg dichter Nebel aus dem Tal empor, dichter als jemals zuvor, sodass weder Mond noch Sterne zu sehen waren.




Die Alten sagten später, der Fluch habe endlich erhalten, was er verlangte.




Denn die grausamsten Fehden werden nicht von Königen geboren.




Nicht von Dämonen und nicht von alten Göttern...








...sondern im Herzen der Menschen.









Und zuletzt: Bitte das Bild anklicken, um es vergrößert anzusehen.



Ich hoffe, es gefällt Euch. ;

Kommentare 3

  • Imposantes Panaroma.

  • So schöne Gegend und soviel Hass und Zwietracht.

    <3 :thumbup:

  • Schöne Landschaft im Vordergrund und toller Ausblick auf die Fälle! Die 16 Jahre haben es gut reifen lassen :thumbup: