Glasstadt

Es gibt 15 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von PYGMALION.

  • glasstadt3.jpg 
    Dies ist das versprochene letzte Bild für dieses Jahr - also das letzte Computergenerierte zumindest.
    Es stammt aus der Serie der Bilder zu meiner Kurzgeschichte ("Das blaue Flackern") - naja, es ist eine Serie aus 2 Bildern. Nicht wirklich eine Serie also. Ich habe mir überlegt ein drittes Bild zu machen, aber dieses bietet sich nicht wirklich an - es sei denn, jemand gibt mir Poser10 in die Hand. Alle Versionen darunter wären mir zu unrealistisch.
    Dieses Bild ist vielleicht auch nicht so hyperrealistisch - muß es aber auch nicht sein. Es ist schließlich Scifi - und einige werden erkennen, daß diese Art von Bild ein bißchen in der Tradition der 50er, 60er Scifi-Bildern, zu Büchern liegt. Und damit meine ich nicht "Krieg der Welten" ;-)


    Auch zu diesem Bild, wäre es ratsam, wenn die Geschichte davor gelesen wäre, um einige fragwürdigen Sachen von vornherein zu erklären - andernfalls müßte ich es illusionsraubend hier im Thread tun.


    Das Bild renderte übrigens etwa 24 Stunden lang. Dieses aus folgenden Gründen :
    1.) Im Hintergrund sind 400 Glaszylinder gereiht, welche ausser Transparenz, einen Refraktions, sowie Reflektionswert haben...
    2.) Der Boden spiegelt das auch noch...
    3.) ein leichter Hazeeffekt hat ausserdem einiges an Renderzeit beansprucht (der Hazeeffekt deswegen, damit die Gebäude weiter weg erscheinen - obwohl sie in Bryce proportionale Entfernung vom Schiff haben)
    4.) Das Bild wurde im Fine-Art-Modus gerendert, was heißt : Rendertiefe: 16 (Strahlen?).


    So - die Gebäude sollten, angesichts ihrer Entfernung (etwa 3 Kilometer) etwas kleiner sein. Allerdings ließ ich sie so groß, weil ich meinte, daß sie so beeindruckender wirken. Der Grad an Realismus fiel insofern zum Grad der Bildkomposition zum Opfer. Und das find ich auch gut so. Diesen Tausch bin ich gerne eingegangen.
    Das Raumschiff links erscheint unabsichtlich zu dunkel - wenn ich es jedoch noch mehr erhelle (es ist so schon durch Photoshop erhellt worden), dann wird es unrealistisch.


    Übrige Sachen, die ich durch Photoshop gemacht habe, sind praktisch kaum Nennenswert, weils einerseits zuviel wäre, andererseits den Rahmen sprengen würde. Bei speziellen Sachen, kläre ich gerne auf.
    Die Objekte sind, bis auf Schiff und Ausserirdischen, selbst gemacht - was nicht allzuschwer war.
    Das Glasgefährt war eine Arbeit von bestenfalls einer halben Stunde - dasselbe bezieht sich auf die 400 Glasgebäude im Hintergrund, von denen aus der gegenwärtigen Perspektive bestenfalls hundert zu sehen sein dürften.


    Die Dunkelfärbung, bei der Tiefe der Stadt, kommt nicht nur deswegen, weil jedes Glas Licht verschluckt, sondern auch wegen der Reflektionstiefe, die bei Bryce auf 6 beschränkt ist. Nach insgesamt 12 Reflektionen (6 in jede Richtung), wird nur schwarzes Reflektiert von Bryce 4 (das kann jeder in Bryce ausprobieren, indem er zwei Spiegel gegenüberstellt, und dann rendern läßt).
    Bei Bryce 5 wurde das dahingehend erweitert, daß man die Reflektionstiefe selber auf beliebige Werte stellen kann.
    Ich hätte einen Wert von etwa 32, oder mehr gebraucht, damit die Glasstadt im Hintergrund so realistisch ist, wie es in der Wirklichkeit wäre - aber wenn ich die Glasstadt in Bryce 5 gerendert hätte - mit den erforderlichen Einstellungen, dann würde mein bescheidener Pc noch heute an dem Bild rendern...
    Und ich bin mit diesem Zwischendurch-Bild zufrieden - und kann mich zum Glück nun wieder dem Zeitmaschine-Projekt widmen...
    Für Kommentare wäre ich sehr dankbar.
    Verbesserungsvorschläge wären auch sehr willkommen. Ich habe durch mein voriges gepostetes Bild viel nützliches gelernt,auch wenn ich es in diesem Bild noch nicht umsetzen konnte (dafür müßte wieder ein Space-Bild her ;-)).

  • Hallo Pyg,


    erst einmal meine Frage, warum Du 400 Glaszylinder erstellt hast, wenn eh nur ca. 100 davon zu sehen sind? Du hättest eine Menge Renderzeit einsparen können, wenn Du nur 100 Stück eingebaut hättest.
    Die zweite Frage bezieht sich auf die Kugel, die vor dem Außerirdischen zu schweben scheint. Was soll das sein?
    Die Bodentextur finde ich nicht so schön, weil sie sehr unrealistisch erscheint. Du könntest nun natürlich vorbringen, dass solch eine Glasstadt auch ziemlich unrealistisch ist, aber dennoch empfinde ich die spiegelnde Textur als unpassend. Ich würde eine andere wählen.
    Nun zum Glasgefährt. Rutscht es über den spiegelnden Boden, ober schwebt es eher durch die Luft? Mir persönlich gefällt die 08/15 Form, also der Zylinder, nicht. Er wirkt so plump.


    Gruß, Panic

  • Die Frage, wieso ich 400 Glaszylinder erstellt habe, halte ich für wichtig. Es stimmt schon, das an sich 100 Glaszylinder für die Front auch gereicht hätten. Aber dann hätte es so gewirkt wie Orgelpfeifen. Wie eine Aneinanderreihung von Orgelpfeifen. Und den Eindruck wollte ich nicht erzeugen - deswegen habe ich 400 Glaszylinder gemacht, und sie dann unter einer bestimmten Funktion diffussiert (das ist die Schaltfläche, wo die Würfel so durcheinander geworfen sind ;-)). Dadurch entstanden verschieden große Zylinder, welche auch verschiedene Plätze einnahmen - man mußte das ganze nur mit der Maus ziehen - solange bis alle etwa eine gute örtliche und größenmäßige Verteilung hatten. Dadurch sollte eine Art Tiefe entstehen. Schließlich sind die Glaszylinder doch einigermaßen durchsichtig.
    Was die Kugel vor dem Ausserirdischen ist, erklärt sich durch meine Kurzgeschichte. Sie hat eine wichtige Rolle in der Glasstadt.
    Das Glasgefährt schwebt an sich über den Boden - für eine Landung jedoch, darf es auch mal den Boden berühren ;-)
    Die zylindrische Form ist ein wesentliches Merkmal der Architektur der Vultu und der Emoni. Beide Rassen sind in meiner Kurzgeschichte erläutert. Es hat einen Grund, wieso das Bild so wirkt, wie es wirkt.
    Selbst der unrealistisch spiegelnde Boden hat einen Grund.
    Wenn du willst, daß ich jede Spannung für die Kurzgeschichte wegnehme, dann frag noch ;-)
    Es ist leider so, wie ich auch schon in meinem Öffnungsposting schrieb, das das Bild selbst schon viel verratet von meiner Kurzgeschichte. Kommen noch fragen, wieso das so und so ist, dann nimmt die Beantwortung erst recht jedes Gerüst der Geschichte.
    Die beiden Bilder (Das blaue Flackern und Glasstadt) sollten sehr Storybezogene Bilder sein.


    Ich kann aber deine Kritik verstehen. Es gibt viele Elemente in diesem Bild, welche ungereimt erscheinen. Welche vor allem von einem der länger mit Bryce arbeitet, sehr konfus wirken.
    Geht es um eine Kritik des Bildes, so muß man zwangsläufig die Elemente, durch die das Bild aufgebaut ist, behandeln. Und dadurch, das man sie behandelt, taucht man in die Bereiche, welche gelesen besser wären (Kurzgeschichte).


    Wenn es sich bei diesem Bild um eine Glasstadt, ohne Geschichte dahinter, handeln würde, dann wäre deine objektbezogene Kritik mehr wert - denn man kann die Objekte, wie du erkannt hast, wirklich liebevoller gestalten.
    Aber sie wurden mit Absicht "lieblos" gestaltet - und die Frage : Warum, sollte durch die Kurzgeschichte beantwortet werden *ggg*
    *WerbungfürdieKurzgeschichtemacht*

  • mit den glaszylindern schliess ich mich trotzdem panic an ....ich hab das so verstanden du hast so viele genommen wegen der grössenverhältnisse ?( die kann man doch einzelnd vergrössern oder ich hab wieder mal was missverstanden :D jetzt frage ich mich wo der kleine kerl ist ..... ?( 
    dem alien würde ich ne andere tex. verpassen und irgendwie mehr leben ein hauchen er steht etwas steif da vieleicht auch das er die kugel in seiner hand hält ?( dazu wäre natürlich poser gut geeignet.........einen dramatischeren himmel mit ein wenig mehr schatten könnte ich mir auch ganz gut vorstellen.....die harte abgrenzung hinten zwischen glaszylinder und boden macht sich meiner bescheidenen meinung nicht so gut ;D

  • Vielen Dank für deinen Kommentar, Dani...
    Die Textur des Aliens ist Absicht. In meiner Kurzgeschichte sind die Emoni (so heißen sie) so weiß, als ob sie gerade frisch gestrichen wären ;-)
    Jetzt hab ich eh bald die ganze Geschichte erzählt *gg*
    Die Glaskugeln schweben, und sind eigenständig - sie sind keine Gebrauchsmaterialien der Emoni - deswegen besteht kein Grund dafür, daß der Emoni die Glaskugel in der Hand hält. Wieder ein Teil der Geschichte verraten.


    Mit der Abgrenzung zwischen Stadt und Boden hast du leider recht ;( 
    Interessanterweise ist diese Abgrenzung links unt rechts aber sehr schön.
    Ich glaub, den Himmelsschatten habe ich eh eingeschaltet. Ich glaub, es kommt von dem reflektierenden Boden, weshalb der Boden den Schatten kaum annimmt (hmm obwohl er beim Ausserirdischen auch einen Schatten hat - weiß also jetzt nicht, warum die Wolken keinen Schattenwurf haben - ich hab im Himmeleditor einige Zeit verbracht, und bin eigentlich überzeugt davon, daß ich Himmelsschatten eingeschaltet hab).


    Auch der bombastische Himmel, den du vorschlägst, verwende ich nicht, weil in der Geschichte das eben so beschrieben ist - an einem bestimmten Teil...
    Es hat einen Grund, wieso der Himmel nicht dramatisch ist dort ;-)


    Was die Größe der Glaszylinder betrifft : ja man kann die Zylinder vergrößern - aber es ging mir nicht um die Größe, sondern um die Tiefenwirkung durch einen Haufen Glaszylinder. Wenn man einen Wald erstellen will, dann wird man die Bäume auch nicht an vorderster Front aneinanderreihen ;-)


    Deine Frage : "jetzt frage ich mich wo der kleine Kerl ist" habe ich nicht verstanden...


    Finde es schade, daß ich bisher so wenig für meine Kurzgeschichte begeistern konnte...
    *weeiintwieeinbaby* ;(

  • es ist weihnachten da haben die meisten doch nicht so viel zeit am tage ;D kommt bestimmt noch was :] 
    wo er ist meine ich auf was für einen planeten wenn er auf der erde gelandet wäre hätte ich mir gut vorstellen können eine grössstadt ;D im hintergrund das meinte ich :] ich meinete nicht nur schatten aber das ist ja nun egal denn alles was ich geschrieben habe sollte hast du ja nun beantwortet das es so sein solle ;D jetzt fällt mir nischt mehr ein weil ist für mich auch schwer da ich nicht der sci-fi fan bin mir gehts eben wie bei dir mit fantasy ;D

  • *g* nein er ist nicht auf der Erde...
    Ich glaub, das alles schaut auch nicht nach Erde aus, oder ?


    *g* ich schick dir aber gern die Kurzgeschichte, dann weißt du, wo er ist *g* hihihihihi - ausserdem klären sich dadurch viele Fragen...


    Andererseits grüble ich : es ist sicher falsch, jedem der eine Frage am Bild an sich hat, die Kurzgeschichte an die Birne zu klatschen...


    Andererseits will ich auch nicht zuviel bei diesen Bildern verraten - Dire-Wolf und Silencer lesen schließlich noch an der Geschichte, bzw. werden sie lesen.


    Schwere Sache, ohne was zu verraten, was zu verraten *gg*

  • servus pyg,


    es gibt einige elemente im bild, die mir gefallen und einige die mir eher weniger gefallen:


    von oben nach unten: der himmel ist bunt und für einen außerirdischen himmel eigentlich in ordnung.
    die glaszylinder machen das ganze dann zu einem abstrakten bild, an "realismus" ist ab hier nicht mehr zu denken, selbst nicht an "außerirdischen realismus". welche aliens sind so langweilig und bauen nur zylindrische gleichförmige häuser? bisschen fantasie schreibe ich sogar außerirdischen zu. *g* wahrscheinlich widerspreche ich jetzt komplett deiner geschichte. aber andererseits gefallen mir die glaszylinder dann doch, eben in ihrer abstrakten form und auch in ihrem zweck als häuser. ich fände es aber gut wenn noch mehr objekte von diesen außerirdischen vorhanden wären; die häuser im hintergrund, der liegende zylinder vorne und das schiff rechts ist mir zu wenig. wenn mehr objekte im passenden stil vorhanden wären würde das ganze stimmiger aussehen und das zusammenspiel der verschiedenen objekte fördern. der liegende zylinder passt mir nämlich noch nicht wirklich zu den gebäuden, die doch alle hohe schlanke aufgerichtete zylinder sind. außerdem wirkt er wirklich etwas plump.
    ich weiß nicht ob das schiff rechts von der selben rasse außerirdischer ist, denn es ist aus einem ganz anderem material. vermutlich aber nicht, denn wenn die aliens auf diesem stern metall haben, wieso verwenden sie es nirgends beim bau ihrer stadt? (an dieser stelle darfst du wieder mit deiner geschichte gegenargumentieren ;)) das schiff an sich gefällt mir übrigens.
    jetzt zum alien selbst: hm, er steht etwas komisch da. so mitten im bild und ganz allein. spricht er zu uns? oder schaut er uns einfach nur ganz komisch an? irgendwie hat er uns, die wir ihn beobachten, aber bemerkt und versucht vielleicht zu interagieren... steht etwas dergleichen in der geschichte? was tut er sonst? er hat die kugel vor sich, beachtet sie aber offenbar nicht. damit dass die kugel schwebt habe ich kein problem, aber der alien sollte irgendetwas tun, wenn er nicht wirklich mit dem betrachter/der kamera kontakt aufnehmen will. (ist die geschichte eine ich-erzählung?)
    die bildkomposition gefällt mir also nicht so besonders, denn ein alien in der mitte, links und rechts jeweils ein komplett verschieden aussehendes objekt und im hintergrund eine stadt, alles auf einer total ebenen fläche... hmm.


    wenn das ganze ein landeplatz für raumschiffe ist, würde ein entsprechendes gebäude, terminal etc. hinpassen. (natürlich im gläsernen stil) vielleicht gibt es ein (gläsernes) transportsystem in die stadt? der kleine außerirdische schaut nicht so aus als wäre er wild drauf jetzt 3km zu fuß zu gehn, aber bei solchen leuten weiß man ja nie... oder nimmt er den zylinder links um herumzufliegen? dann würden doch mehrere aliens gerade durch die luft fliegen... wieso ist er eigentlich alleine? er lebt doch nicht allein in der ganzen stadt?
    man könnte eine lebendige szene daraus machen...
    aber da du wahrscheinlich wieder auf deiner geschichte beharrst, die sicherlich alles bis ins kleinste detail erklärt, würde dir das nicht so sehr gefallen.


    heute mal harte kritik von mir, aber hoffentlich ist das halbwegs in deinem sinne ;) wie lang ist diese geschichte, wenn ich mal etwas zeit hab würd ich mir die schon durchlesen... kommt aber auch drauf an, wenn das 100e seiten sind eher weniger...


    gruß sen, der sich nicht erinnern kann jemals soviel zu einem bild geschrieben zu haben



    PS:
    Wenn es sich bei diesem Bild um eine Glasstadt, ohne Geschichte dahinter, handeln würde, dann wäre deine objektbezogene Kritik mehr wert - denn man kann die Objekte, wie du erkannt hast, wirklich liebevoller gestalten.
    Aber sie wurden mit Absicht "lieblos" gestaltet - und die Frage : Warum, sollte durch die Kurzgeschichte beantwortet werden *ggg*

    diesen satz las ich erst nach dem schreiben dieses postings ;)

  • Lieber Mr. Senator...
    Ich danke dir sehr für deinen Kommentar. Es macht nichts, das er zu hart ist. Vor allem fand ich es sehr interessant, wie du Fehler erwähnst, dann aber selbst die Lösung findest - und diese Lösung haargenau die ist, die in der Geschichte vorkommt *g*.
    Du hast recht : der Zylinder links ist ein Gefährt. Der Ausserirdische hatscht keine 3 km zur Stadt ;-)
    Wieso in der Umgebung keine Ausserirdischen sind, ist leicht erklärt : Wieso sollten in der Umgebung welche sein ?
    Schau dich in der unmittelbaren Umgebung um - was gibt es da ? Nichts - eben - was sollten da also Ausserirdische zu suchen haben ?
    Du bemängelst die Kreativität der Ausserirdischen - obwohl, wenn du die Geschichte gelesen hättest, verstündest du, wieso das ganze derart Einfallslos ist.
    Du verstündest, wieso es sowenig andere Utensilien gibt in dieser Welt.
    Ich kann dir sagen, was noch für Objekte vorkommen, auf der ganzen Welt der Ausserirdischen (zumindest welche in der Geschichte öfter anzutreffen sind) : das ist ein liegender Halbkreiszylinder - dann Kästen, die ganz aus Glas zu bestehen scheinen - und Fächerförmige Glasgebilde und 30 mal 40cm große Metallfolien. Aus Punkt :-) 
    Ausserdem gibts das, was du hier siehst auf dem Bild : die Glaskugel, und das Glasgefährt.


    Der Himmel ist wirklich ein bissi zu bunt - ich weiß - das war mir auch bewußt,als ich in Photoshop die Bearbeitung machte - aber ich hatte kein so gutes Gleichgewicht gefunden, zwischen den Farben - da dachte ich : lieber etwas zu bunt, als zu fahl.
    Unser ausserirdische Freund ist fahl genug ;-)
    Du hast auch recht, das Schiff rechts besteht aus einem anderen Material - und wenn du bedenkst, daß dieses Bild mit dem Titelbild "Das blaue Flackern" zusammenhängt, dann wird dir vielleicht auffallen, daß es das gleiche Schiff ist ;-)


    Achja, und "Ja", die Kurzgeschichte ist aus der Ich-Perspektive...
    Es verwundert mich, wieviel du beim Bild von der Kurzgeschichte erschließen konntest. Das zeigt einerseits, daß du ein guter Stratege bist - andererseits ehrt es mich, daß man mein Bild derart entschlüsseln kann, wenn man sich nur genügend damit auseinandersetzt. Das hätte ich nicht gedacht - obwohl ich mir in diese Richtung schon Mühe gegeben habe.
    Du hast recht : das Bild wirkt abstrakt - aber wenn du die Kurzgeschichte liest, wirst du vielleicht sagen, es sei realistisch ;-)
    Wenn du wüßtest, wieviele Annahmen hier von dir und den anderen ganz auf den Kopf gestellt werden würden, wenn die Geschichte jedem bekannt wäre ;-) ...
    Ich will leider nur nicht soviel verraten...


    Ich schick dir gerne die Kurzgeschichte. Sie ist keine 100 Seiten lang. Sie hat normale Kurzgeschichten-Länge.
    Sie ist 28 Seiten lang. Ich wäre nämlich gespannt auf deine Meinung, auch über die Geschichte - vor allem dann auch, wie du dann zu dem Bild stehen würdest - welche Meinung du dann hättest. Diese Meinung würde womöglich sehr viel mehr zu einer Verbesserung des Bildes, im Sinne der Geschichte beitragen - und das strebe ich ja schließlich an.

  • Die Geschichte scheint immer interessanter zu werden. Ich hoffe ich bekomm sie bald zu lesen.


    du meinst, dass ich fehler erwähne, dann aber doch die lösung finde. das liegt daran, dass mir viele sachen auf den ersten blick komisch vorkommen, oder mir aber nicht so gefallen, wobei ich aber immer danach frage wieso die genau so sind und nicht anders. denn an irgendwelche zufälligkeiten in deinen bildern glaube ich nicht mehr. nicht wenn du jede bemerkung mit einer erklärung aus der geschichte widerlegen oder aufschlüsseln kannst. du scheinst 100 000ende gründe zu haben warum ein bild so auszusehen hat und nicht anders und jeder vorschlag zu einer größeren änderung passt dir nicht mehr in das gesamtkonzept hinein. auch deshalb will ich die geschichte schließlich lesen, damit ich vielleicht sachen finde die man verbessern könnte, die mit der geschichte vereinbar sind. denn die geschichte ist eine sache, deine vorstellung von der geschichte eine andere, und die differenz dazwischen (denn du kannst nicht alles beschreiben was du dir zu diesen außerirdischen männchen vorstellst), die lässt sich ändern. vielleicht kann man das bild so ändern dass es auch für leute ansprechender wirkt die die geschichte nicht gelesen haben. wäre doch ein positiver nebeneffekt. es würde ja sonst wenig sinn machen das bild hier zu posten.
    jedenfalls hab ich mir genauer überlegt wieso das männchen da so einsam in die kamera schaut. denn es kann leicht missverstanden werden, wie eine kinderzeichnung, in der ein kind alle figuren von der vorderseite malt, einfach nur "um sie zu malen" und nicht um sie "bei einer tätigkeit abbilden". bei der genauigkeit mit der du dir das bild überlegt hast war es nicht schwer darauf zu schließen dass der betrachter selbst mit der geschichte etwas zu tun haben muss.


    eine frage bleibt mir aber trotzdem: wenn an diesem ort keine außerirdischen was zu suchen haben, wieso ist dann dieser eine dort? und wieso ist die ganze stadt so ausgestorben? ich meine es gibt ja immerhin doch etwas dort: eine stadt. und ein (offensichtlich von einem anderen stern kommendes) gelandetes raumschiff, und womöglich noch ein drittes, aus dem nämlich der betrachter kommt. wäre das nicht grund genug dass leute kommen? und wieso landet das raumschiff genau dort, wenn da doch eh nix los ist? wird doch kein geheimtreffen sein?


    bin schon sehr gespannt auf die geschichte...


    gruß sen, der den himmel zwar bunt aber nie zu bunt fand.

  • ok, ich bin jetzt fertig mit dem lesen, konnte es doch nicht mehr erwarten ;) es wird wirklich einiges erklärt. dennoch glaube ich könnte man das bild wesentlich interessanter gestalten, ohne dem inhalt des textes zu widersprechen. im großen und ganzen ist die geschichte es wert gelesen zu werden, ausführliche kritik gibts vielleicht später.


    gruß sen, dessen augen jetzt eine pause brauchen

  • Lieber Senator...
    Also du hast dir ja die Geschichte "hardcore" ja gegeben. Kein anderer hat sie bis jetzt an einem Tag durchgelesen *g* - was nicht für die Faulheit derer spricht - sondern vielmehr, daß 28 Seiten doch nicht soo wenig sind.
    In deiner obigen Message gebe ich dir recht, daß das Bild im Grunde meine Interpretation von der Geschichte ist - du aber erwähnst, daß es einen Unterschied zwischen der Geschichte, und meiner Interpretation gäbe. Das stimmt nur halb - denn jeder andere, der die Geschichte liest, kann nur eine eigene Interpretation von der Geschichte haben - und dann stellt sich die Frage : welche Interpretation ist mehr wert ? Die eines anderen, oder die meine ? Ich finde, jede Interpretation ist gleichviel wert. Dennoch gibt es einen Ausweg aus dieser Uneinigkeit. Nämlich, die vielen Interpretationen in einen Topf zusammenzutun - Interpretationen der Geschichte auszutauschen.
    Dann kann insgesamt ein ziemlich objektives Bild der Geschichte erzeugt werden, finde ich. Wenn aufgrund dessen also dann ein Bild geschaffen wird, würde dieser Bild wohl dann auch den meisten "story-entsprechend" sein. Die die die Geschichte nicht gelesen haben, würden auch dann fragwürdiges finden. Aber ich finds toll, daß aufgrund der Fragen über das Bild; aufgrund der Ungereimtheiten, Interesse entstand zu meiner Kurzgeschichte.
    Auf eine ausführliche Kritik, Mr.Senator, freu ich mich also sehr - und ich dank dir, daßd dir die Mühe wegen mir gemacht hast, und schlußends die Geschichte auch noch für lesenswert einstufst. Das freut mich.


    All die Fragen, die du in deinem vorvorigen Posting gestellt hast, dürften beantwortet sein...
    Ausser die vielleicht : der Betrachter stammt vom Schiff, rechts. Er hat sich eben ein wenig in der (leeren - hihi) Gegend umgesehen - Untersuchungen gemacht, usw. ;-) - und deswegen befindet er sich eben an diesem Ort (dem rechten Schiff um etwa 200 Meter zurückgestellt).


    Die Bildkomposition ist fürwahr einfach : Ausserirdischer in die Mitte geklatscht, rechts und links ein Gefährt - und ein Hintergrund - fertig.
    Jedoch habe ich dies absichtlich so gewählt. Der Ausserirdische vorne soll einen repräsentativen Eindruck erwecken, und das wird, hoffentlich, durch die Bildkomposition unterstrichen. Das Gefährt links, und das Raumschiff rechts sind fast im selben Winkel zum "Fluchtpunkt". Die Gebäude ragen gewinkelt nach oben (durch die Brennweite). Durch all das soll eine Art optische Sogwirkung erzeugt werden (Manae hat das vor allem besser hinbekommen (ich würde einige geben für sein Talent an Bildkomposition)). Durch diese Sogwirkung soll der Ausserirdische im Vordergrund hervorstechender wirken.
    Die umgekehrte V-Form der Anordnung der Glasgebäude soll schlußendlich noch eine majestätische Wirkung der Stadt bewirken.
    Das waren also die Gründe, weshalb ich die Objekte die im Bild vorkommen gerade so angeordnet habe (denn sie hätten womöglich "spannender" angeordnet werden können).

  • ok, ich hoffe es stört niemanden wenn ich ein bisschen über den text hier reinschreibe... ich bemühe mich möglichst wenig von der geschichte vorwegzunehmen...


    Insgesamt war sie recht lebendig erzählt, die charaktere gut ausgedacht und gut vorstellbar. Es werden viele details beschrieben, die zwar nicht immer wichtig sind, aber doch soweit begrenzt sind, dass sie nicht langweilen oder nerven. Die ganze geschichte würde ich in zwei abschnitte teilen, nach den verschiedenen handlungsorten. der erste teil, auf dem schiff, ist eine ziemlich "klassische" SciFi- erzählung wie man sie in unzähligen romanen findet. Ein Schiff, eine Crew, jeweils mit ihren guten und schlechten seiten usw.
    Im zweiten Teil, auf dem Planeten, wird natürlich erstmal die umgebung geschildert usw. doch dann, wo die emonis ins spiel kommen werden einige sachen für mich etwas unlogisch bzw. nicht so einleuchtend. das verhalten der emonis und das verstehen der sprache wird zwar alles erklärt, doch oft erst spät, wo sich der leser doch gleich am anfang fragt "wieso kann der die menschliche sprache?" Überhaupt finde ich manche dialoge etwas (hmm...) simpel, immer dann wenn die emonis von sich und ihrer geschichte/ ihren gewohnheiten erzählen sollen. auch die szene mit dem (wie hieß der doch gleich?) ... typen da tief unter der erde, diesem vultu- viech *g* würde ich noch etwas überarbeiten.
    vielleicht liegt es in der natur des menschen dieser fernen zukunftsepochen dass er keine angst vor fremden außerirdischen lebewesen hat, denn sowohl beim kontakt mit den emonis als auch in der eben erwähnten szene zeigen die menschen mir zu wenig angst oder wenigstens vorsicht. da das ganze eine ich- erzählung ist würde ich den ich- erzähler hier etwas mehr denken und fühlen lassen, so wie er es beispielsweise in den liebesszenen tut. die liebesgeschichte ist zwar von anfang an absehbar, aber ihr ende ist trotzdem interessant, wenn auch keine allzu große überraschung. der konflikt zwischen hierbleiben und zurückkehren gefällt mir sehr gut! schließlich ist das ende auch sehr kurzgeschichten- typisch, gefällt mir auch.


    Sprachlich ist die Sache teilweise noch etwas uneben, aber ich bin kein deutschlehrer und werde da nicht mit dem roten stift ausbessern. *g* teilweise ist es sehr "österreichisch", und du hast die eigenheit manchmal die wortstellung zu verdrehen und wörter hintenanzuhängen, wie z.b. (zitat aus diesem thread) "Es hat einen Grund, wieso der Himmel nicht dramatisch ist dort" bisschen holprig wirds dadurch... aber das ist nebensächlich...


    insgesamt... respekt vor der arbeit!


    jetzt zum bild: es war ja klar, dass du auch die einfache bildkomposition von anfang an genau so wolltest, genau wie fast alles was man an dem bild kritisieren könnte ;)
    trotzdem will ich hier nochmal widersprechen und behaupten dass eine "spannendere" bildkomposition vielleicht doch angebracht wäre. das würde dem majestätischen erscheinungsbild der häuser keinen abbruch tun und die sogwirkung... naja :rolleyes:
    szenen aus der stadt selbst wären imho auch sehr interessant, oder z.b das leben unter der oberfläche...


    dennoch bleiben mir 2 sachen übrig: kein leben in der stadt --> müsste man auch aus dieser entfernung sehen!
    das alien- transportgefährt könnte man etwas netter gestalten...


    gruß sen, sich fragt was als nächstes kommt...

  • Lieber Mr.Senator...
    Du hast eine gute Kritik zu meiner Geschichte abgegeben. Die beste bisher, find ich. Auch wenn einige Dinge, glaub ich, voreilig geschlossen wurden.
    Beispielsweise meintest du, daß die Dialoge mit den Emoni ziemlich simpel sind. Dabei mußt du dich fragen : welche Möglichkeiten hatten die Emoni denn, sich selbst weiterzuentwickeln ? Du weißt, in was für einer Welt sie sind - du weißt von Vultu-Lok. Und du kennst sie im Grunde vom Wesen nicht so gut, wie sie sich selbst kennen. All das läßt offen, ob sie wirklich haargenau die menschlich geistigen Errungenschaften anstreben, wie die Menschen eben. Es muß ihnen nicht um hochtrabende Diskussionen gehen, nur weil sie schon lange vor den Menschen existierten. Wenn man sich Fragen stellt, wie du sie stellst, dann kann man ruhig eigene Interpretationen als Antwort geben. Die Geschichte ist kein "Herr der Ringe", wo jede Faser durchdacht wurde. Die Geschichte soll irgendwie eine Reise mit dem Leser sein, und zwar insofern eine Reise, daß man nicht mehr weiß, wie wenn man dabei wäre. Man kann und darf eigene Schlüsse ziehen, ohne das diese Schlüsse eindeutig falsch oder richtig sind. Man kann sich im Grunde selbst die Welt dieser Geschichte ergänzen.


    Du sagtest weiter : die Menschen hätten zuwenig Angst vor ausserirdischen. Nun (bitte, die die Story noch nicht gelesen haben und lesen wollen : DEN ABSATZ ÜBERLESEN), du mußt wissen : Cer , Hub und Gorm, auf dem Schiff sind Ausserirdische. Mit den Klackons und Antaranern gab es schon einen Krieg, wie die Geschichte hinweist. Ausserdem ist die Eurynome ein Forschungsschiff, welches abgebrüht sein sollte, und nicht wie touristische Laien das große : "Wooooow - OHHH", hervorrufen sollte. Dennoch gibt es eine Art wissenschaftliche Faszination, die die Darsteller oft überfällt (Karl, wie er anfängt Schappschüsse zu machen - Freeman, der ganz ohne Worte auf die Welt der Emoni blickt, und die Sache, mit Jane und dem Fächer auf der Plattform (wobei das sogar über wissenschaftliche Faszination hinausgeht)).
    Fakt ist, das ausserirdische keine ungewöhnliche Sache sind, von denen man UNBEDINGT Angst haben muß. Vor allem als einer, der auf einem Raumschiff stationiert ist. Freilich wird beim Angriff des Antaraner-Schlachtschiffes die Flucht gewählt - aber vor unbekannten Wesen pissen sich die Forscher nicht gleich in die Hose.
    Und vorsichtig sind die Forscher ja schon - wie auch geschrieben, schickt Jack (der Captain) zuerst einen Sicherheitstrup auf die Stadt der Emoni. Erst als der Funkkontakt erhalten bleibt - die Emoni den Sicherheitsleuten freundlich gesinnt sind, und die Sicherheitsleute am nächsten Tag zurückkommen, wird beschlossen, daß auch alle anderen sich auf der Emoni-Welt umsehen können. Wo also soll da die Desensibilität gegenüber Neuem sein ?
    Du sagst, du würdest den Hauptdarsteller mehr fühlen lassen. Aber in der Geschichte kommt zum Ausdruck, daß er sogar einem menschlichen Wesen wie Jane, keine Gefühle empfinden will. Im Grunde, hat er sein Leben hinter sich - zumindest sieht er es so. Er ist im Grunde also abgebrüht. Seine wissenschaftliche Laufbahn erfüllt ihn nicht mehr - deswegen stellt er sie am Anfang der Geschichte sogar in Frage. Wieso sollte die ausserirdische Stadt auf ihn soviel Eindruck machen ? Man merkt, daß Jane, und Freeman sich vielmehr von der Stadt mitreißen lassen. Wäre Jane oder Freeman der Hauptdarsteller, wäre eine blumigere Beschreibung , wie die Stadt auf ihn wirkt, erforderlich gewesen. Aber ich wollte Daniel nicht seine Glaubwürdigkeit nehmen : einerseits ist er eben schon "fertig" mit seinem Leben, und sieht diese Landung auf dem neuen Planeten als eine Art nebensächlich interessante Sache an - andererseits soll er aber mehr jugendliche Pioniergefühle haben ? Er ist kein Abenteurer - er ist 43 Jahre alt - und aus dem Grunde wagt er ja nicht einmal dem verlockenden abenteuerlichen Angebot Janes, auf dem Emoni-Planeten zu bleiben, zuzustimmen. Ich hielt es für wichtig, daß der Charakter authentisch bleibt, und nicht nur wegen dem, weil es sich in der Geschichte anbietet, seinen Charakter, wie eine Faschingsmaske ständig ändert. Auch so wird er fast schon zu nachdenklich für seine Art, als er Vultu-Lok verläßt. Die Szene , nach Vultu-Lok verdeutlicht noch seine maximale Bereitschaft Dinge zu überdenken.
    Daniel soll keine Imitation des Lesers Gedanken sein. Auch nicht des Lesers Wunschgedanken, bzw. was der Leser machen würde, in Daniels Situation. Daniel ,und das was er tut, DARF manchen Lesern sogar unsympathisch sein - damit wird er nur authentischer, und keine maßgeschneiderte Star-Trek-Figur, die keine Fehler haben, und keine Arschlöcher sein können. Daniel darf manchen Lesern durchaus als Arschloch erscheinen - weil er selbstverschuldete Fehler macht, und gemacht hat - weil er rassistisch eingestellt ist, und und und. Er ist ein Charakter, dem der Leser auf seiner Reise vielleicht nur ungern folgt - aber er ist individuell und menschlich fehlerhaft. Und er macht das auch deutlich, wie egal ihm das ist, wie manche über seinen Charakter denken. Damit wird deutlich, daß er im Innersten ein ziemlich eingekehrter Mensch ist, und nur als Äusseres,den Kumpel mancher zwielichtiger Mannschaftsmitglieder raushängen läßt. Der Unterschied zwischen seinem Inneren, und seinem Äusseren wird auch verdeutlicht, indem er einmal im Maschinenraum vor sich hinträumt, während er an einem anderen Tag, einen Saufabend fabriziert.


    Ob das Ende Kurzgeschichten-Typisch ist, mag sein - ist mir nicht aufgefallen.
    Manche Sachen werden einige Leser vermissen - die die es bisher gelesen haben, und mir ihre Meinung gesagt haben, meinen verschiedene Dinge. Dem einen fehlt das eine, der andere hätte das andere genauer erzählt bekommen.
    Ich wäre jedem Leser gerne nachgekommen - allerdings darf ich für den Contest, für den ich diese Geschichte schreibe, nur 15 000 Worte verwenden - und es wurde mir schon so gnädigerweise erlaubt, daß es 17400 Worte etwa wurden.
    Würde ich die Geschichte in der Weise ausbauen, wie es die Leser für gutheißen (und ich befürworte ihre Ratschläge ja), dann würde die Geschichte nicht nur, jeden erlaubten Rahmen für den Contest sprengen, sondern es würde zukünftige Leser selbst abschrecken...
    Oder hättest du die Geschichte gelesen, wenn ich gesagt hätte, sie hätte 70 Seiten ? *g* - du sagtest selbst, wenn die Geschichte 100 Seiten, oder so hätte, dann würdest du sie nicht lesen.
    Insofern wäre es somit an viel weniger Leser gekommen. Für viele sind schon 28 Seiten auch viel (zB für meine Schwester ;-)).
    Natürlich hätte ich die Geschichte auch reduzieren können - beispielsweise, indem ich die Liebesgeschichte ausgespart hätte - aber erstens wäre dann die Geschichte einseitiger (wenn auch ausführlicher) - würde weniger Arten von Lesern gmunden, und würde den Charakter von Daniel nicht so ausreizen. Jane reizt im Grunde den Charakter von Daniel bis zum äussersten aus - er gerät, wie du sagtest, in einen Konflikt. Der Konflikt, den du gut fandst, wäre ohne die Liebesgeschichte wohl nie entstanden - vor allem nicht in der tiefsinnigen und glaubwürdigen Art (denn es ist wahrscheinlicher, daß man aus emotionalen Gründen in einen Konflikt gerät zwischen Vernunft und Herz, als wenn es lediglich ein schwelgerischer Grund wäre (die Welt der Emoni), ob man nun zwischen Vernunft oder Willen wählt - letzterer Grund würde also ziemlich lau für einen Konflikt wirken, und würde Daniels Charakter nicht ausreizen - für den doch soviel Mühe in der ersten Hälfte der Geschichte aufgewandt wurde, um ihn zu vertiefen - und diese Tiefe dann eben auch in der ganzen Geschichte in gewissen wichtigen Momenten zu nutzen).


    Was mich ein wenig verwunderte ist, daß du sagtest, es wäre dir zu österreichisch. Dabei bist du selbst doch auch Österreicher oder ? Oder bist du Deutscher, der in Österreich lebt, und somit den Unterschied zwischen beiden Formulierungsgewohnheiten kennt ?


    Das das die Geschichte manchmal etwas holprig geschrieben wurde , dabei gebe ich dir recht. Es ist eine blöde Angewohnheit von mir, bestimmte Wörter nicht an die idealsten Stellen zu setzen (manchmal sogar an die falschen Stellen). Dabei habe ich die Kurzgeschichte schon einige Male durchgelesen, und die gröbsten "Verbrechen" schon verbessert. Ich weiß, daß einige Holprigkeiten bei 28 Seiten dennoch übriggeblieben sein werden. Es wäre mir wichtig zu wissen, ob du sie sehr störend findest - schließlich muß die Story einem Contest gerecht werden, und ich würde mir die Geschichte dann nochmal zur Brust nehmen ;-)


    Das mit dem Leben in der Stadt hast du recht. Ursprünglich hatte ich vor, einen ellipsoiden über die Stadt zu geben, welcher Pünktchen enthält die durchsichtig sind, und reflektieren - das hätte diese zylindrischen Gefährte verdeutlicht. Leider hatte das nicht hingehauen. Denn das Antialiasing hatte die Pünktchen stets weggelöscht. Auch mit Fine-Art stand es nicht besser. Deshalb vergrößerte ich etwas die Pünktchen - ich mußte aber die Punkte derart vergrößern, daß sie nicht mehr proportional wirkten - sodaß ein Gefährt über der Stadt nicht die Zylindergröße hatte, die du im Vordergrund siehst, sondern 4-5 fache Größe dieses. Ausserdem entstanden dadurch auch linienartige Gebilde, was mich ausserdem störte. Deswegen entschloß ich mich schweren Herzens, keine fliegenden Gefährte über der Stadt zu machen.
    Die Ausserirdischen Emoni jedoch kann man aus der Entfernung kaum bis gar nicht sehen. Du mußt wissen, es sind mindestens 3 Kilometer. Weiß nicht, ob man aus über 3 Kilometer (Flugzeug-)Höhe ein 14jähriges Kind ausmachen könnte (ist etwa derselbe Vergleich). Also ob überhaupt ein Punkt sichtbar wäre. Ich denke da nur an die Berge. Der Schneeberg ist etwas über 2000 Meter hoch. Das heißt, das in der Schräge etwa mehr als 3 km Entfernung zum Tal vorhanden wäre. Könnte man da denn einen Menschen als Punkt ausmachen ? Hmm - ich glaub, da macht die Optik des Auges, und die Luftinterferenzen - einschließlich Haze, Staub, usw. nicht mehr mit. Dafür bräuchte man mindestens einen Feldstecher.
    Das Gefährt hätte man, wie gesagt, vielleicht aufwendiger gestalten können - aber nun weißt du ja, was die Welt der Emoni ist, und war. Welchen Zweck sollten da menschenfreundliche Designs haben ? Vor allem dachten die Vultu sicher nicht daran, den Emoni einen so schönen Augenschmaus zu bereiten. Und das ist nur meine Interpretation, wie du weiter oben schon richtig gesagt hast. Aber wer sagt, daß das eine falsche Interpretation der Geschichte ist ? Eins ist klar - es ist auch keine Richtige. Es ist eben nur eine Interpretation, die ICH für richtig halte.
    Ich wäre schon gespannt, wie Interpretationen von anderen Lesern, meiner Geschichte aussehen würden - weil ich mir die Interpretationen der anderen Leser nicht einmal vorstellen kann...

  • Es ist schon möglich dass ich einige kritikpunkte zu voreilig genannt habe, aber ich hab die geschichte auch nicht wie ein lektor gelesen, sondern wie einer, der die geschichte ausschließlich zur unterhaltung liest und daher vor allem seine oberflächlichen eindrücke schildern kann. für eine genaue analyse war mir die zeit zu knapp...


    Bitte zu unterscheiden: Ich hab nicht geschrieben dass mir deine sprache zu österreichisch ist, lediglich dass sie teilweise sehr österreichisch ist. Ich bin kein Feind des Österreichischen, schließlich spreche ich auch so, bin in Wien geboren und lebe seither auch hier. es geht hier auch nicht um irgendwelche wiener dialektausdrücke, sondern um das österreichisch allgemein, das ja immernoch anders ist als das "hochdeutsch" was in deutschland geschrieben wird. ich würde es für einen contest trotzdem zu vermeiden versuchen, auch wenn es mich als österreicher prinzipiell nicht stört. Man wird trotzdem immer deine herkunft herauslesen können: Den Unterschied zwischen den Formulierungen kennt jeder, der regelmäßig mit den verschiedenen leuten in kontakt ist. ich bin in dieser hinsicht vielleicht etwas unwienerisch, und behaupte, sehr wohl deutsche, schweizerische und österreichische standardsprache unterscheiden zu können.


    ms word hat in der rechtschreibprüfung auch einiges mit "indianermustern" versehen, also würd ich da schon nocheinmal alles durchgehen. der eine oder andere ausdrucksfehler wäre glaub ich auch noch dabei, kennst du vielleicht jemanden, der das beruflich macht? ein lehrer in der ferienzeit hat ist sicher ganz wild darauf einmal zu verbessern ;)


    gruß sen, der nicht behauptet, dass er es besser könnte

  • Lieber Mr-Senator...
    Danke für deine Erläuterungen. Du hast recht - wenn man unter vielen Leuten ist, kann man sehr wohl auch die Fähigkeit erwerben unter mehreren Ausdrucksweisen zu unterscheiden.
    Zu dem mit den Fehlern, stimme ich dir auch zu. Es gibt leider sicher viele Ausdrucksfehler, usw..
    Zum Glück kann ich dir aber sagen, daß es bei dem Story-Contest wenig um die Orthographie, und Ausdrucksfehler geht (zuletzt schreibe ich auch noch in der alten Rechtschreibung) - sondern vielmehr um die Storyidee an sich. Es sollte natürlich nicht herumgeschleudert werden mit den Fehlern - eine gewisse Menge an Fehlern wird aber verziehen.
    Es ist sicher auch besser, daß du die Geschichte mehr zur Unterhaltung gelesen hast - sie soll eigentlich auch eher unterhalten - und zwar hoffentlich so viele Typen von Lesern, wie möglich. Dennoch hoffe ich, daß ich deine Fragen klären konnte mit meinem vorigen Posting. Und einige Fragen, wie ich erwähnte, sind überhaupt dem Leser überlassen zu beantworten ;-)
    Ich dank dir auf jeden Fall sehr, daß du dich mit meiner Geschichte auseinandergesetzt hast - immerhin der, der sich bisher mit ihr am meisten auseinandergesetzt hat.
    Ich kann nicht besser sein, als ich war, als ich die Geschichte schrieb. Sind Fehler drin, so kann ich sie aus meiner Warte nicht mehr verbessern. Aber es hat mir viel genutzt zu wissen, wo etwa meine Geschichte steht, bei etwas kritischeren Lesern, und als solche darf die Jury angenommen werden ;-)