Large adress aware ...?

Es gibt 14 Antworten in diesem Thema, welches 4.462 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (1. Oktober 2012 um 21:52) ist von Sharwyn.

  • In Bryce kommt es des öfteren zu Meldungen wie " Out of Memory" , und dann ist der Render hin , wenn man nicht zwischengespeichert hat .... das ist mehr als ärgerlich . Nun habe ich an anderer Stelle gelesen , dass man das ändern kann . Bryce kann nur maximal 2GB Ram nutzen ,auch wenn mehr eingebaut ist . Es soll zum einen etwas bringen wenn man in den Rendereinstellungen (Pfeil neben dem Renderbutton) - dann auf Priority statt auf "Normal" auf "High" umstellt , dann sollte bei Dualcoreprozessoren der volle Ram- Speicher ausgenutzt werden ....also auf beiden Kernen gerendert werden.

    Meine Frage , was hat es auf sich mit dem Tool "Large adress aware" - funktioniert das auch mit Windows7 64bit Systemen , und wie wird das überhaupt gehandhabt ?
    Wäre schön , wenn das tatsächlich klappen würde , und dadurch gewährleistet wäre, dass Bryceabstürze vermieden werden .
    Weiterhin wäre wichtig zu wissen , ob das ganze sich auch nicht negativ auf die Stabilität des allgemeinen Systems auswirkt .
    Wer weiß näheres darüber?


    LG Sharwyn

    Lass Dir Deine Einzigartigkeit nie nehmen. Marionetten gibt es schon genug!

  • Serienmässig bekommen 32 bittige Programme unter Windows nur 2GB Addressraum. Von den 4GB die maximal möglich sind, wurden 2GB für den Kernel-Addressraum vorgesehen und weitere 2GB für den Benutzer-Addressraum.

    Unter 32bit Windows gab es noch die Möglichkeit, dieses Verhältnis auf 3GB Nutzer-Addressraum und 1 GB Kernel Addressraum zu verschieben. Unter Windows XP mussta dazu musste ein "/3GB" Schalter in die boot.ini Datei eingefügt werden (unter Vista und Windows 7 in die Boot Configuration Data, kurz BCD). Gleichzeitig musste die Anwendung als "Large Address Aware" markiert sein. Das ist ein kleines Flag im EXE File, das angibt dass die Anwendung mit mehr als 2GB Benutzer-Addressraum zurecht kommt.

    Unter Windows 64 bit braucht man keine Parameter mehr an den Kernel zu übergeben - soweit mir bekannt funktioniert das "Large Address Aware" Flag aber trotzdem und stellt der Anwendung dann bis zu 4GB Speicher zur Verfügung. Das kann bei Bryce bedeuten, dass es mit erheblich komplexeren Szenen zurecht kommt.

    Nicht jede Anwendung mag damit kompatibel sein - da hilft nur Ausprobieren. Das "Large Address Aware" Flag kann man setzen und auch wieder löschen. Dafür gibt es Tools, wie das von Dir genannte. Die Änderung lässt problemlos wieder rückgängig machen.

    noch ein Artikel dazu
    http://www.3dcenter.org/artikel/das-large-address-aware-flag

    Christian

    Einmal editiert, zuletzt von cbuchner1 (1. Oktober 2012 um 11:54)

    • Offizieller Beitrag

    LAA funktioniert nur auf 64 bit Windows-Systemen, weil nur diese mit mehr als 2GB RAM arbeiten können. 32-bit-Systeme unterstützen maximal 2GB RAM.
    Ich habe Hexagon, Bryce 7 PRO, Carrara und CDR damit laufen. Es verhindert nicht alle Abstürze, aber macht das Leben etwas leichter, da diese Programme dann bis zu 4 GB RAM nutzen, wenn Du sie denn hast.
    Sollte Dein PC / Laptop aber nur 2 GB haben, dann ist es sinnlos dieses Programm zu bemühen.

    Wenn Du das Programm ausführst.....siehe Dateianhang:

    Ich hoffe ich habe nichts übersehen im Eifer des Gefechts und Du kommst damit klar.

    Lg
    Kushanku

  • LAA funktioniert nur auf 64 bit Windows-Systemen, weil nur diese mit mehr als 2GB RAM arbeiten können. 32-bit-Systeme unterstützen maximal 2GB RAM.

    Sollte Dein PC / Laptop aber nur 2 GB haben, dann ist es sinnlos dieses Programm zu bemühen.

    Da muss ich zweimal widersprechen, es gibt den /3GB Switch auf 32 Bit Systemen. Ist aber nicht ohne Risiko, weil manche Treiber u.U. damit nicht kompatibel sind (das gibt vielleicht einen Blue Screen beim Booten). http://support.microsoft.com/default.aspx?scid=kb;de;833721

    und für bei PCs mit nur 2GB ausgerüstetem Speicher gibt es ja auch noch das Swap File, was es 32bit Anwendungen ermöglicht, 4 GB RAM anzufordern auch wenn nur 2 GB RAM im Rechner stecken. Nicht gerade schnell oder effizient, aber es geht.

    Einmal editiert, zuletzt von cbuchner1 (1. Oktober 2012 um 13:50)

    • Offizieller Beitrag

    cbuchner1

    Danke für die Info :thumbup: !

    Ich hatte mein WIN XP Pro 32-bit auch auf 3 GB Ram ausgerichtet. Musste da einen Eintrag in eine bestimmte Datei machen...weiß nicht mehr wie die hieß. Das hat auch gut funktioniert. Die Sache mit dem Swap File kenn ich jetzt nicht und ist wahrscheinlich für Otto-Normal-PC-Nutzer weniger geeignet. Aber gut zu wissen.

    Lg
    Kushanku

  • Kushanku:

    Das Swap File ist eigentlich identisch mit der ganz normalen System-Auslagerungsdatei, welche man bis XP immer automatisch hatte (und deren Grösse man auch manuell in der Gerätesteuerung anlegen konnte). Darüber hinaus legen Anwendungen wie z.B. Photoshop sich beim Programmstart immer derartige Swapfiles an, die dann auf einer HD solange resistent bleiben, bis der Rechner beim nächsten Mal runter gefahren wird...

    Geist ist geil!

  • Vielen Dank erstmal für die Antworten.
    cbuchner1 Danke noch mal für den Link.

    Kushanku ,das Tut ist verständlich , danke .

    @ Space

    Würde das dann heißen man benötigt gar kein Extra Tool , weil man es über die Auslagerungsdatei regeln kann?
    Ich häng mal einen Screen an von meinen Einstellungen. Es ist auf automatisch eingestellt. Ist das dann so zu verstehen , dass sich die Auslagerung bei der jeweiligen Anwendung danach verändert wieviel diese gerade benötigt ? Das System hat 4GB ram , so wie es aussieht kann man es aber bis 6GB ausreizen? Wo bekommt das System dann die nicht vorhandenen 2GB extra her ? Oder ist es generell so , dass virtuell immer mehr genutzt werden kann ?


    LG Sharwyn

  • Da seh ich wiiedermal, daß kein interesse besteht, Programme zu aktualisieren und dem aktuellen Stand der Techniik anzupassen, wenn sie schon verschenkt werden. Das verschenken wird vielleicht nur gemacht, um bekannt zu werden.

    Gruss

    SooniC

    JEDES WERKZEUG IST SO GUT WIE SEIN BENÜTZER

  • Bei WIN 7 mit 64Bit funzt die large adress sogar wunderbar. Ich kann da in Bryce sogar schon mal über 5GB Arbeitsspeicher laden. Schneller wird das Programm dadurch nicht aber es ist bei weitem mehr Inhalt möglich.
    ... und Bryce macht mir immer noch viel Spaß :thumbup:

  • Sharwyn:

    Dass sich die Grösse des virtuellen Speichers bei automatischer Zuweisung dynamisch anpasst, ist korrekt. Dieser Speicherplatz wird jedoch auf die Festplatte ausgelagert (hatte das aber erwähnt: "HD", sorry, wenn mißverständlich). Auf den Platten kann man natürlich jede Menge Speicher zuweisen, jedoch verlangsamt das den Speicherprozess bei grossen Dateien ungemein, weil bei jedem Arbeitsschritt die Daten erstmal physisch geschrieben werden.
    Für das RAM selbst spielt die Auslagerungsdatei keine Rolle. Aber um das RAM geht es ja bei der oben erwähnten Trickserei. Wenn Du z.B. nur 2GB hast, können auch nur max. 2GB adressiert werden. Bei diesem Optimierungstool liegt der positive Effekt darin, dass man systembedingte Höchstgrenzen ein wenig "umverlagern" kann. Wenn das funzt, kann es eine hilfreiche Sache sein. Wenn man Pech hat, verträgt irgend eine Systemkomponente diesen Trick nicht und der Rechner schmiert ab.

    Kushanku:

    Nicht nur Corel. Das macht jede professionelle Software, die mit grossen Dateien umgehen muss (Grafik, Video, Musik). Denn in früheren Zeiten (und daher kommen diese Funktionen) wär man aufgeschmissen gewesen, wenn man eine Bilddatei von 250 MB in PS bearbeiten musste, aber nur 1GB RAM zur Verfügung hatte: PS legt immer eine Sicherungskopie der gerade in Arbeit befindlichen Datei zusätzlich im Arbeitsspeicher ab (z.B. für das sofortige "Undo"). Damit wäre der Speicher in diesem Beispiel schon halb ausgereizt. Den Rest braucht das System und schon geht nichts mehr. Aus diesem Grunde schreiben sich derartige Programme beim Start ihre eigene temporäre Auslagerungsdatei (die nichts mit der vom System zu tun hat). Grösse und Speicherort dieser sog. "Scratch Disk" (oder Scratch Volume) legt man in den Grundeinstellungen des jeweiligen Programms selber nach Bedarf fest.

    vg
    space

    Geist ist geil!

    Einmal editiert, zuletzt von spacebones (1. Oktober 2012 um 21:22)

  • Ok , danke Space , das mit der HD hatte ich wohl überlesen....

    Funktioniert das Tool auch mit WindowsXP Home Edition(32bit) , mit 4GB Arbeitsspeicher , wovon ja nur 3,25 GB angezeigt werden oder ist das da dann weniger sinnvoll?


    LG Sharwyn

    Lass Dir Deine Einzigartigkeit nie nehmen. Marionetten gibt es schon genug!

    • Offizieller Beitrag

    Funktioniert das Tool auch mit WindowsXP Home Edition(32bit)

    Sorry, dazu kann ich leider nichts beitragen, da ich LAA zu Zeiten von XP 32-bit noch nicht kannte. Kann es auch nicht mehr testen, da ich nur noch 64-bit-Win7 habe.

    Lg
    Kushanku