Sooo, nachdem ich Luxus dazu bekommen habe, zu tun, was ich will, hier das Ergebnis:
Es war leider so, dass die Statue völlig überbeleuchtet wurde, und daher ein Krampf, das in Gimp wieder halbwegs gerade zu biegen. Als Vergleich auch noch mal der Originalrender:
Die Art der Statue und das auf diese fallende Licht erwecken (zumindest bei mir) den Eindruck einer Art "Erleuchtung".
Wenn der Titel nicht wäre, könnte es auch ein Einbrecher sein, welcher mit einer Taschenlampe auf die Statue leuchtet (naja, der Einfallswinkel des Lichtes ist mehr von oben), um diese gleich in einen Sack zu packen und mit dieser auf Nimmerwiedersehen das Weite zu suchen.
Ein guter Anfang mit Luxus. Das Licht soll wohl von der kleinen Laterne der Statue ausgehen. Ich weiß ja nicht wie das mit der Beleuchtung bei Luxus funktioniert, aber bei Cycles (auch ein unbiased Render) bekommt man die besten Lichtergebnisse mit Meshlights und natürlich Environment-Lighting mit HDRI.
Ja, das Licht kommt aus der Lampe. Dort drin ist eine Kugel als Meshlight, und (rein theoretisch, aber sehr weit runtergeschraubt) ein Backlight von hinten durch ein Fenster, und ein Seitenlicht aus dem Kamin. Da ich kein HDRI-Bild von dem Raum gemacht habe (müsste ich allerdings per Luxus auch können, solange ich eine 180°-Kamera hinkriege... zumindest konnte ich da die Option unter "Speichern" wählen), war natürlich nix mit HDRI.
Das Figürchen ist immer noch sehr hell, sodas die Halbtöne, zumindest oben, verschwinden. Gibt es in DS keine Möglichkeit das Material mit Diffusion etwas dunkler, oder eine Verminderung der Reflexion zu machen?
Licht-Gestaltung ist ja auch immer mein Problem. Ich hätte vielleicht eine Kuppel über die Figur gesetzt. In der Kuppel wären sehr viele kleine Spots verteilt mit einer ganz geringen Leuchtkraft. Eigentlich kann man so ein Teil ganz gut kontrollieren.
Mir gefällt die bearbeitete Variante sehr gut. Mich hat nur die grüne Arbeits-Unterlage irritiert. In CARRARA sieht so ein abgebrochenes Rendering aus, da sieht man grüne Blocks, die beim Werkeln erstarrt sind. Vielleicht ist die Matte überhaupt zu dominierend im Bild, ein Set mit Stiften hätte gereicht. Und die Stifte hätten noch ein paar schöne Reflexionen ergeben.
Die untere Hälfte des Bildes nehme ich nur als schwarze Fläche wahr. Was sollte da noch Wichtiges für das Bild verborgen sein? Oder hast Du das Rendering tatsächlich abgebrochen?
Hm, doch, stimmt, das geht. Aber in diesem Fall könnte (und wird vermutlich auch) tatsächlich die Specularity dafür verantwortlich sein. Ich guggns mal.
t-techniker: ich war noch nie die große Leuchte, was Licht angeht. Die Kuppel wollte ich nicht machen - das Licht kommt aus der Laterne und beleuchtet eben nicht die Oberseite derselbigen oder der Figur. Die Schreibtischunterlage ist ein plattgedrückter Zylinder; ich hab meinen Content noch immer nicht ganz installiert, und deshalb fehlen mir die ganzen Klitterkram-Dinge noch - Stifte, Papier, Ratzefummel, Blöckchen, der ganze Kram eben, den man so auf einem stilvollen Schreibtisch findet. Und da es (eigentlich) nur ein Testrender meines selbstgebastelten Schreibtischs sein solllte, hab ich auch noch nicht irgendwas in der Richtung modelliert. Könnte ich mal machen, dürfte flott gehen. Da ich mit Luxus gerendert habe (daher auch die etwas pixlige Qualität... ich habe zwar 24 Stunden rendern lassen, aber ich glaube, ich hab was groß gerendert... ) ist der Render unten sicher nicht abgebrochen. Eigentlich sollten das Feuer und das Fensterlicht (beides Meshlights auf einer im Zimmer bereits vorhandenen Plane) dafür sorgen, dass es da nicht so dunkel bleibt, aber ich hab sie wohl doch was gering eingestellt. Unten im Bild sind eigentlich nur Stuhl und Schreibtisch (ohne Schubladen).
So ein Setting mit einer winzigen Lichtquelle, die einen großen, dunklen Raum ausleuchten soll, ist ziemlich anspruchsvoll. Schon beim richtigen Fotografieren müsste man eine lange Belichtungszeit wählen - kein Wunder also, das die Statue überbelichtet ist. Ich könnte mir nur einen Trick denken, das mehr dem menschlichen Augenschein ähnlich zu machen: ein HDR rendern. Sprich: mehrere Render mit verschiedenen "Belichtungszeiten" und diese dann als HDR zusammenrechnen, genau wie man's mit Fotos macht. Sollte mit einem Unbiased-Renderer ja eigentlich funktionieren - verbietet sich bei Lux wahrscheinlich nur wegen den Renderzeiten
Die Idee von Ehliasys ist gar nicht schlecht, ist auf jeden Fall einen Versuch wert. Ich habe vor Jahren mal einen Test in Bryce mit nur einer Lichtquelle gemacht, das Bild bitte ohne Wertung betrachten, war nur ein Versuch.
Ich weiß nicht, wie ich es mache, dass ich ein 360°-Bild mache, um ein HDRI zu erzeugen. Müsste ich rumprobieren. Ich habe gestern auch mal mit andern Einstellungen rumgespielt; die Reinhard-Methode gibt mir eine Möglichkeit, die Überbelichtung runterzustellen, dann wirkt nur die Statue etwas flach. Ich muss mal weiter probieren; die Rückseite des Raums kann ja auch durchaus auch vom Kaminlicht ausgeleuchtet werden - das Statuenlicht soll mehr eine Schreibtischlampe sein. Wenn es bis nach hinten käme, wäre es auch gut, aber erst einmal soll es den halben Schreibtisch beleuchten - die Uhr soll noch so halb beleuchtet sein, der Rest langsam im Dunkel versinken.
Ich weiß nicht, wie ich es mache, dass ich ein 360°-Bild mache, um ein HDRI zu erzeugen. Müsste ich rumprobieren.
Du brauchst kein 360° Bild. Nur das gleiche Bild in verschiedenen Belichtungsstufen, also von unter- über normal zu überbelichtet. 3 Bilder langen, 5 oder 7 sind besser. Diese lassen sich in einem geeigneten Grafikprogramm zu einem HDRI zusammenführen, so dass sowohl die Details der dunklen wie auch der hellen Bereiche sichtbar sind, also eher dem Dynamikumfang des menschlichen Auges entsprechen. Beispiel hier.
360° Bilder werden nur für IBL gebraucht, für das man aufgrund des hohen Dynamikbereichs ebenfalls gern HDRI (hier allerdings in Form einer Rundumaufnahme) benutzt. HDR (High Dynamic Range) ist nichts anderes als ein Bildformat, nur mit höherem Farb-/Kontrastbereich. Nicht verwechseln.
wie ich es mache, dass ich ein 360°-Bild mache, um ein HDRI zu erzeugen
Scheinbar ist das ein Verständnisproblem.
Ein HDRI Hi Dynamic Range Imaging hat nix mit 360 oder wieviel auch immer Grad zu tun.
Es ist ein Bild, das aus mehreren unterschiedlich belichteten Bildern Vom gleichen Standort aus, die dann zusammen montiert werden um den hohen Kontrastumfang der RW in ein 2D Bild umzusetzen. HDRI ist auch das Kontrastverhältnis, aber das hört sich nicht so cool an.
Das Auge kann etwa 10.000 : 1 warnehmen. Durch adaption, als o die gewöhnung an helle bzw dunkle Bereiche erhöht sich das auf 1.000.000.000 : 1. Keiner weiß bis heute, wie das Auge, gekoppelt mir dem Gehirn das schafft.
Dies entspricht etwa nem Lichtwert von 14-15. Ein Film kann etwa einen Umfang von 5-8 LW erfassen und das Papier kann nur 4-6 LW wiedergeben.
Deshalb macht man den Trick durch mehrere Belichtungenj jeweils einen Teil zu erfassen und das zusammen zu bauen.
Mit anderen Worten, ich mach von Laternenlicht fast aus bis Laternenlicht voll an Bilder, oder regle ich das dann über die Gamma beim Rendern?
Und sollte ich für die verschiedenen Lichter verschiedene Reihen machen? Bzw. sollte ich überhaupt die anderen Lichter (Feuer / Tageslicht) mit ändern?
Die Option war mir aufgefallen, ich wusste nur nicht, wie ich sie am besten nutze bzw. ob das Bild für sowas geeignet ist.
Hehe, ich auch nicht. Gerade erst herausgefunden. Ist in Verbindung mit dem Luminace Programm auch für Octane interessant, das im EXR Format speichern kann.