Wassa is' eigentlich mit "Wasser"?

Es gibt 18 Antworten in diesem Thema, welches 9.735 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (12. Dezember 2015 um 15:55) ist von 3dfan.

  • Moin,
    nun sind wir ja wieder "online" (das "neue" Board ist ja fast genau ein Jahr alt: Verfallsdatum überschritten? :) und ich habe gleich wieder so eine typische(?) Beginner-Frage:

    Auch wenn die Titel-Frage heftig "ge-KALAUERt ist, auffällig ist schon, das es fast keine / ganz wenig 3D-Render unter Einbeziehung von Wasser gibt.

    War das einfach kein Thema für die Bild-Gestalter, also Zufall?
    Ist die Darstellung von realistischem Wasser so aufwändig?
    Oder ist das so leicht, dass nicht groß drüber geschrieben wird?

    Eigentlich sind doch Meer, Brandung, turbulente Wasserfälle und reißende Stromschnellen spannungsreiche Themen?

    Auch im DAZ-Shop ist das Angebot zu "Wasser" recht kläglich.

    Woran liegt das?
    LG Wilhelm

    Konstruktive Bildkritik, Hinweise auf Fehler und /oder bessere Arbeitsweise immer erwünscht.

    "Besser auf neuen Wegen etwas stolpern, als auf alten Pfaden auf der Stelle zu treten!"

    oder

    "Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist."

    • Offizieller Beitrag

    Ist die Darstellung von realistischem Wasser so aufwändig?

    Ja ist es. Bei wirklich realistischem Wasser kommen immer ein Glasshader mit IOR von Wasser und Caustic mit ins Spiel. Je nach Einsatz kann mal das eine oder das andere weggelassen werden (reflective und/oder refractive Caustic) und es gibt dann trotzdem brauchbare Ergebnisse. Materialien wo Licht durchscheinen kann, sind immer rechenintensiv, da der Strahl für Transmission sehr oft dort durch muss. Auch entstehen bei solchen Materialien gerne Fireflies und das unerwünschte Bildrauschen. Manchmal reicht auch ein Transparenzshader mit Glossy, aber das knappert immer am Realismus.


    Eigentlich sind doch Meer, Brandung, turbulente Wasserfälle und reißende Stromschnellen spannungsreiche Themen?

    Das mit Sicherheit, aber um das gut darzustellen ist immer eine Fluidsimulation von Nöten. Kann nicht jedes Programm, ist unheimlich rechen- u. renderintensiv und dann kommen noch die oben angeführten Materialprobleme dazu und schon ist man tagelang nur an der Simulations- und Bilderberechnung und das nur für evtl ein Bild, das man als Still verwenden will. Von Brandung und Gischt mal ganz zu schweigen. Da ist man mit Postwork oft besser und schneller dran.

    Kleinere Sachen lassen sich auch modellieren, siehe hierzu die Sachen von spacebones mit Wasserzuständen, denen einfach ein Glasshader mit Wasser IOR (1,33) zugewiesen werden kann.

    Was DS betrifft, war bisher realistisches Glas und Wasser immer ein Problem, könnte aber jetzt durch IRAY besser geworden sein. Das müssen Dir aber die DS-User erzählen.

    Lg
    Kushanku

  • Mhh, das hatte ich schon befürchtet.
    Danke, Kushanku.

    Konstruktive Bildkritik, Hinweise auf Fehler und /oder bessere Arbeitsweise immer erwünscht.

    "Besser auf neuen Wegen etwas stolpern, als auf alten Pfaden auf der Stelle zu treten!"

    oder

    "Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist."

    • Offizieller Beitrag

    Iray rendert Glas und Wasser sehr gut. Wenn man Caustics dazuschaltet, verlängert sich die Renderzeit allerdings deutlich.

    Das Problem mit dem Material wurde durch Iray ziemlich gut gelöst (ok, Schaum usw. könnte etwas knifflig werden). Das verbleibende große Pproblem besteht darin, dass ein gutes Mat auch gute Meshes braucht. Wasser kann sehr komplexe Formen annehmen, die nicht leicht zu reproduzieren sind. Fluid-Simulationen sind ein spannendes Thema, nur leider kenne ich mich nicht damit aus. ;)

  • Ah, genau. Caustics braucht man doch für die Reflexe?!
    Danke, esha.

    Konstruktive Bildkritik, Hinweise auf Fehler und /oder bessere Arbeitsweise immer erwünscht.

    "Besser auf neuen Wegen etwas stolpern, als auf alten Pfaden auf der Stelle zu treten!"

    oder

    "Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist."

    • Offizieller Beitrag

    Ja genau. In manchen Szenen kommt man ganz gut ohne aus. Aber wenn eine Flüssigkeit oder ein Glasobjekt einen Schatten auf ein anderes Objekt wirft, z.B. ein gefülltes Glas, fällt es dann doch auf, wenn die Lichteffekte im Schatten fehlen.
    Zwei Beispiele dazu finden sich hier: http://docs.daz3d.com/doku.php/publi…_features/start (bisschen runterscrollen)

  • Oh, Danke für den Link, esha.
    Da stehen ja interessante Sachen drin.

    Konstruktive Bildkritik, Hinweise auf Fehler und /oder bessere Arbeitsweise immer erwünscht.

    "Besser auf neuen Wegen etwas stolpern, als auf alten Pfaden auf der Stelle zu treten!"

    oder

    "Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist."

  • Wasser gehoert zu den schwierigsten Materialen und Geometrien in 3D.
    Und wie vorher erwaehnt, mit Caustics ist ein Resourcen Killer - aber man kann tolle Effekte erziehlen.
    Und Schaum - ich hab das nur mit VUE hinbekommen aber noch nie mit VRAY. :(

    Hier ein Render mit einer Wasseroberflaeche (alles ohne Caustics)

    Crashsite_3_2.jpg?gl=US

  • Wasser ist wunderschön - und schwierig.

    ein Render von 2007 in Poser
    V0R4Z5g.jpg

    ein Render von 2008 in DazStudio ...
    6LfGQFg.jpg

    2009 in Vue
    49ge7el.jpg

    2012 in Bryce
    OBLrOgq.jpg

    und 2015 in DazStudio
    UAVji1J.jpg

    Wie man sieht gebe ich nicht so schnell auf ... schwierig ist es immer noch.

  • Dieses Thema enthält 10 weitere Beiträge, die nur für registrierte Benutzer sichtbar sind.