Aller Anfang ist schwer

Es gibt 10 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von meini2001.

  • Jepp, gefällt. Den einzigen klitzekleinen "Fehler", den ich sehen kann *Oberlehrerbrillchen rauskram und über die Marmeladengläser stülp* ist, dass ihr rechter Zeigefinger im Kragen steckt.


    Wenn du jetzt mit Dazzeln anfängst und bereit bist, ein wenig Geld zu investieren, würde ich dir stark zu den folgenden Tools raten:


    - Brow Remover by Zev0 (erlaubt dir, aus einer bestehenden Textur die Augenbrauen zu entfernen und durch Fibremesh-Augenbrauen zu ersetzen, die du beliebig färben kannst, um den Denaerys-Effekt zu vermeiden)

    - Ultra Scatter Pro by HowieFarkes (erlaubt dir, Instanzen eines Gegenstands auf eibem anderen Gegenstand zufällig zu verteilen - super, um Grasebenen oder Wälder zu erschaffen. Dran denken, in den Rendereinstellungen die Instancing Optimization auf "Memory" zu stellen. Instanzen sparen dann sehr viel Geometrie und Texturen und damit extrem viel Rechenzeit. So sind gigantische Zahlen an Szenenitems möglich.)

    - Skin Builder for G8F (leider gibt's keine Male-Version...) (erlaubt dir, eigene Skins zusammenzubasteln, mit unterschiedlichen Hauttönen, Farb-Überlagerungen, Sommersprossen, Make-Up, Tanlines etc.)


    optional, aber sinnvoll:
    - TerraDome for Iray (erlaubt dir, aus zwei großformatigen Planes Terrains zusammenzumorphen. Die mitgelieferten Shader sind meh, aber da lässt sich mit anderen Shadern ne Menge machen, erst recht in Kombination mit Ultra-Scatter. Wenn du viel mit Außenaufnahmen in weitem Gelände machen willst, eine Investition wert. Wenn nicht, brauchst du es nicht unbedingt.)

    - Shader Presets, Shader Presets, Shader Presets und Shader Presets. (Shader Presets sind Materialien, die nicht auf einen spezifischen Gegenstand und seine UV-Map angepasst sind. Sie lassen sich auf jede Oberfläche legen, sind dann aber natürlich nicht an den Gegenstand angepasst. Dennoch, gerade für sowas wie Boden und Wände, oder auch für gut mit Materialzonen versehene Kleidung können Shader Presets geniale Effekt erzielen. Oder man kann sie benutzen, um ältere Gegenstände aufzumotzen, denn meistens ist es nicht das Mesh, das veraltet ist, sondern die Texturen.)

    - Zusätzliche Morphs für deine Figuren (Gerade, wenn du dir den Skin-Builder geholt hast und Spaß daran hast, dir die Gesichter und Körper deiner Figuren aus den Reglern selbst zusammenzustellen, sind zusätzliche Morphs sinnvoll. Denn die DAZ-Morphs schön und gut, aber auf viele Bereiche des Gesichts haben sie mal so gar keinen Einfluss.)


    Falls dir das alles zu viel Geld ist (was ich SEHR gut verstehen könnte), kannst du dir das auch nach und nach holen, wenn die Sachen mal im Sale sind. Es gibt mindestens für Firefox (ich weiß nicht, ob für andere Browser auch) das kleine Tool Daz-Deals, das dir zusätzliche Filter-Optionen auf der Daz-Seite gibt und optional auch E-Mail-Benachrichtigungen, wenn Wishlist-Items in den Sale kommen oder so. Es kann aber die Daz-Seite beim Laden stark verlangsamen.


    Und kleiner Tipp am Rande: entweder mit dem PowerPose-Tool oder mit dem Parameters-Tab und den Nodes des Upper und Lower Face Rig lassen sich viele kleine Muskelkontraktionen abbilden, die du mit den normalen Expression Morphs nicht hinbekommst.


    Sooo... irgendwelche Klugscheißereien vergessen?... Bestimmt. Aber das sind die Basics, denke ich. Wenn du weitere DAZ-Fragen oder Probleme hast, meld dich ruhig ^^

  • Um Lessas Posting zu ergänzen:

    Es kommt auch immer drauf an, was man selbst gern macht bzw. nicht gern macht. Im Unterschied zu Lessa kaufe ich keine Shader Presets, die mache ich mir selbst. Wenn man den Aufbau eines Shaders verstanden hat, kann man selbst passende Texturen erstellen und einsetzen.

    Dafür kaufe ich gerne Posensets in allen Variationen. Im Figuren-Posen bin ich nämlich grottenschlecht, die sehen am Ende immer alle aus wie verdrehte Kleiderpuppen :whatever


    Also besser immer erst nur ein Produkt der jeweiligen Art kaufen und schauen, ob man sowas lieber kauft oder selber machen will.

  • Ich hab da mal was geschrieben zu Posen... (auf Englisch)


    https://www.deviantart.com/wey…umanoid-Figures-788520299

    https://www.deviantart.com/wey…umanoid-Figures-788520793


    Und ich bastel auch gern an Shadern rum... nur ist das, wenn man keine große Texturensammlung hat, manchmal reichlich frustrierend. Daher kaufe ich Shader-Presets

    a) wenn sie Texturen bieten, die ich noch nicht habe und von denen ich glaube, sie versatil einsetzen zu können

    b) mir stundenlange Fummelei mit den Layern ersparen (da ist's bei mir dann doch noch ziemlich trial & error... ich muss mir endlich mal deine Tutorial-Reihe über Iray Shader zu Gemüte führen, wenn mein Tag mal 72 Stunden hat... :wacko:)

    c) sie nicht Standard-Iray sind


    Aber gerade für einen Anfänger ist es wahrscheinlich ziemlich einschüchternd, sich mit dem ganzen Gedöns im Surfaces-Tab auseinanderzusetzen. Da sind ein paar gute Presets wahrscheinlich gar nicht so schlecht, allein schon, weil man sich dann ansehen kann, was wie eingestellt werden muss. Ich hab damals unter 3DL auch erst geschnallt, wie das mit Metallen ging, nachdem ich mir die Real Metal Shader gekauft hatte und damit rumprobiert.

  • Danke ^^


    Für die, die kein Englisch lesen mögen oder keine Zeit / keine Lust haben, sich durch solche Textwälle zu graben, hier noch mal im Schnelldurchgang die Generellen Tips:


    1. Probiert die Pose selbst aus. Wenn was weh tut, ist sie falsch. Normale Posen tun weder weh noch sind sie anstrengend.

    2. Jede Pose ist Physik gegen Muskel. Wenn etwas der Gravitation folgen kann, wird es das tun.

    3. Fangt mit dem Root-Node an, sonst zerstört ihr, was ihr vorher gemacht habt.

    4. Bleibt in der Balance. Eure Stütze (meistens die Beine) muss unter dem Gewichtsmittelpunkt sein, sonst kracht's.

    5. Fast alle Bewegungen sind Bewegungsketten. Man bewegt nicht nur ein einzelnes Gelenk.

    6. Sucht euch Referenzen. Für Kampfposen bitte nicht die Filmindustrie, sondern Sportler.


    Hüfte:

    Nicht vergessen. Mit der beweglichste Knoten im ganzen Körper und Mittelpunkt fast aller Bewegung.


    Arme:

    Beim Über-Kopf-Heben bitte nicht den Arm seitlich abspreizen. Das ist anstrengend. Ellbogen neben den Körper, Unterarm-Bend, Oberarm-Front/Back und Schulter-Twist übernehmen die Bewegung. Beim Facepalm nicht den Kopf nach unten beugen vergessen.


    Hände:

    GFY, Handposing. Es ist schwierig und frustrierend, denn so gut die G8-Figuren sind, die Hände reagieren noch immer nicht gut genug auf Bewegung und die Finger sind noch immer zu dünn.

    Wenn ihr einen Gegenstand in der Hand haltet:

    1. VERSUCHT ES SELBST!!

    2. Man braucht mindestens drei Punkte, an denen der Gegenstand gehalten wird, sonst ist der Griff zu zerbrechlich.

    3. Guckt euch die Hauptachse des Gegenstands an (Türklinke: Daumenansatz Richtung Kleinfinger-Knöchel, Stift: Zeigefingerknöchel Richtung Mittelfingerspitze, Blatt Papier Daumenspitze Richtung Handwurzel und orthogonal auf der Handfläche etc.)

    4. Ihr müsst vorher schon wissen, wo der Gegenstand ungefähr ist, und euch von da an rantasten. Handposen dauern lange, weil man oft immer wieder neu ansetzt, wenn man doch einen kleinen Fehler bei der Positionierung des Gegenstands gemacht hat.


    Beine:

    Das Standbein ist gerade, die Hüfte darüber die höhere Hüfte (klar, wenn ihr ein Bein nicht zum Stehen verwendet, klappt die Hüfte runter, weil nichts mehr sie hochhält). Bei Posen außerhalb der Balance muss ein Gegengewicht her. Beim Gehen geht der Schwerpunkt ein bisschen nach vorne, beim Rennen viel - es ist mehr wie ein kontrolliertes Nach-Vorn-Fallen.


    Gesicht:

    Upper und Lower Face Rig sind eure Freunde, wenn die Standardposen nicht mehr ausreichen. Eine Muskelkontraktion hat andere zur Folge - macht es selbst und spürt GANZ GENAU, wo sich was verändert. Beim Lachen gehen die Wangen nach oben und zur Seite, genau wie die Mundwinkel. Die Augen werden ein wenig schmaler. Die Ohren gehen leicht nach hinten.


    Männer & Frauen:
    Männer stehen UND GEHEN meistens mit den Beinen etwas auseinander, Frauen tendieren eher zu geschlossenen Beinen. Warum? Hitze. Männer mögen's kühl zwischen den Beinen, weil da was extra außerhalb des Körpers gelagert wird, das weder zu viel Hitze noch zu viel Druck mag. Frauen halten ihre Wärme alle im Bauch, für ihr Baby. Und auch der Eingang dahin mag seine gemütliche Temperatur so gern, dass er sich zwei Decken und einen Pelz zugelegt hat. Also: Frauen setzen die Füße ein wenig voreinander, Männer etwas nebeneinander, wenn sie gehen.

    Ti... Brüste!! Brüste und dicke Bäuche haben das Problem, dass sie eigentlich für einen starren Morph viel zu weich sind. Wer sich zutraut, kann versuchen, was er mit dforce hinkriegt, aber um Gottes willen, speichert eure Szene vorher ab!! Das kann nämlich auch eine Menge zerschießen.



    Nicht-Menschen:


    Auch sie haben ein Skelett, Sehnen und Muskeln. Guckt euch für Fantasy-Kreaturen Tiere and, die ihnen nahekommen. Drachen? Fledermaus-Eidechsen. Hydras? Schlangen und Dinos. Greifen? Adler und Löwen (wer hätt's gedacht). Klaut hemmungslos.


    Flügel:

    Gibt's in zwei Typen: Fledermausige und vogelige. Federn geben nach und sind an Armen und den zusammengewachsenen Fingern festgemacht. Fledermaus-Flughäute spannen sich zwischen den Fingern, den Armen und dem Körper. Also müssen sie den Arm im Kreis bewegen, um Luft darunter entweichen zu lassen.


    Lange Hälse / Tentakel:

    Knochen behindern auch bei der Bewegung. Heißt: Eine Giraffe kann ihren Nacken auch nicht küssen, nur weil sie einen langen Hals hat. Da sind genauso nur 7 Wirbel drin wie bei uns. Eine Schlange kann auch nicht einfach in der Mitte abknicken. Die Wirbel verhindern es. Tentakel allerdings bestehen nur aus Muskeln ohne Knochen.


    Beine:

    Die Vorderbeine von Vierfüßern sind auch nur Arme und müssen sich entsprechend bewegen. Der Ellbogen geht nach hinten, das Knie nach vorn - so auch bei Tierbeinen. Achtung auch für die Gangart: Bären und Menschen sind Sohlengänger. Katzen und Hunde sind Zehengänger. Und Pferde, Huftiere und Elefanten, Rhinos und Flusspferde sind Zehenspitzengänger.


    Wirbelsäule:

    Wenn ein Vierfüßer rennt, bewegt sich die Wirbelsäule mit. Man kann den Galopp in zwei Phasen unterteilen: eine Kontraktionsphase (Beine nach vorn, Vorderbeine nach hinten, Rücken nach oben gewölbt) und eine Streckphase (Beine nach hinten, Vorderbeine nach vorn zum Ausholen, Rücken durchgebogen). Seht euch 'ne Raupe an und macht das mit der Wirbelsäule nach.

  • Super Lessa, also wenn jetzt immer noch jemand das nicht richtig hinkriegt, ist er/sie selbst schuld. ;)


    Ich selbst hab mir viele Posen zugelegt als Start-Posen. Ohne daß man Hand anlegen muß, passen nur wenige. Vor allem nackt paßt alles, aber sobald Klamotten da sind, stimmt mitunter nichts mehr. Die Finger greifen bis auf die Haut durch zum Beispiel.


    Vieles kann man wirklich sehr leicht selbst ausprobieren.


    Eine unsaubere Pose kann jedenfalls den besten Render zerstören.