Via Appia Antica

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Es gibt 15 Antworten in diesem Thema, welches 238 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Melegrian.

  • CARRARA, Wolken mit ESCAPE MOTIONS FLAME PAINTER. Carrara-Terrain-Generator. V4. Viel Kaufware eingesetzt; Grasbüschel und das Viadukt sind eigene Fabrikation.


    Auf meiner Interrail-Reise mit Melanie (16Jahre), ich (17Jahre), sind wir auch für neun Tage in Rom gelandet.

    Ich habe einfach mal mein altes Tagebuch abgetippt:


    Rom, 27.07.74

    Gestern nach dem Frühstück sind Melanie und ich getrennte Wege gegangen. Sie wollte Shopping gehen, ganz neudeutsch, während es mich mehr in die Natur hinaus zog.

    Um es gleich zu sagen, dieses satte deutsche Grün in verschiedenen Abstufungen gibt es hier nicht. Hier dominiert fahlgelb. Als Alternativen werden noch fahlgrau geboten. Mein Ziel habe ich ganz einfach festgelegt, aus dem Antico Caffé Greco hatte ich ein Faltblatt mitgenommen, mit einem Gedicht von Carossa über die Via Appia Antica.

    Der Taxifahrer war ziemlich verunsichert, als ich mich mit meiner Gitarre am Stadtrand an einer kleinen Kirche absetzen ließ. Are you shure? hatte er ein paar Mal wiederholt gefragt, bevor er mit Vollgas davon scheste.

    Fast bereute ich meine Idee.

    Aber der Spruch über der Kirchentür munterte mich wieder auf: Domine quo vadis. Wohin des Weges, mein Herr? Ich zuckte mit den Schultern, drückte meinen Strohhut zurecht, und trabte los.

    Irgendetwas funzt immer!

    Und die Hitze flimmerte!

    Das war nun die älteste Straße der Welt. Sie macht aber einen sehr unscheinbaren Eindruck. Gut, – in das rustikale Kopfsteinpflaster hatten sich die Reifenspuren von Caesers Kutschen tief eingefräst, das war aber auch schon alles. Solche Wege kenne ich auch am Mittelland-Kanal.

    Die Kulisse wurde dann doch ein klein wenig interessanter. Schlanke Zypressen und hochbeinige, weit ausladende Pinien säumten den Weg. Und riesige Kakteen, die hier das Aussehen einer gängigen Pflanzenart von Beteigeuze haben.

    Und es war heiß.

    Die Straße war von alten Mauern eingefasst. Entweder waren die Mauern Rückseiten windschiefer einstöckiger Häuser, oder sie begrenzten efeuüberwachsen einen Garten.

    Ich passierte ein verrostetes Eisentor, das inmitten eines Brennnesselfeldes stand. Auf einem besonders trostlosen Grundstück wuchs mittig eine braun verwelkte Palme. Das Gras sah sehr hart aus und war halbversengt. Das schien die Grillen aber nicht zu stören, die hier ihr Nachmittags-Konzert vortrugen.

    Eine Bauruine von anno Tobak lag vor mir.

    Eine Schafherde überquerte die Straße. Aufmerksam lief ein schwarzer Hund hin und her, den Schäfer behandelte er wie jedes andere Herdenmitglied auch. Er umkreiste ihn und bellte vorwurfsvoll, weil dieser wirklich langsam über die Straße schlurfte. Vielleicht schlafwandelte der Schäfer auch, denn seine Augen waren geschlossen.

    Ohne weiteres ließ ich mich von dem Hund in die Herde einreihen, ich nickte ihm zu und folgte den Tieren in die Wiese hinter einem Schild, das auf die VILLA CIRCO di MASSENZIO hinwies.

    Unweit der Schafe kletterte ich umständlich mit meiner Gitarre auf eine Ruine, die hier im Feld wie vergessene Holzbauklötze im Kinderzimmer herum standen. Ich winkte dem Schäfer mit meiner Salami und der Wasserflasche zu, aber er schüttelte den Kopf. Dabei schien er zu lachen. Er konnte also mit geschlossenen Augen sehen. Vielleicht ein Druide?

    Dank meines Überblicks wurde klar, dass es sich bei der Mauer um die Mittelachse einer lang gestreckten Pferderennbahn handeln konnte. Hier zu meinen Füßen galoppierten vor 2000 Jahren rassige Pferde vorbei, gegenüber in den Tribünen saßen elegante Frauen und feuerten ihren Reiter an. Wahrscheinlich war auch der Galan einer besonders Schönen dabei und der Hausherr wunderte sich schon, warum sein Ehegespons so viele Stunden am Reitstall verbrachte.

    Meine Gedanken wurden träge und schwappten durch Raum und Zeit.

    Überall gewaltige Grabmale, gebaut von einem Volk, das nicht an Wiedergeburt glaubte. Man konnte nur mittels der Erinnerung weiterleben. Je größer das Monument, umso länger blieb man. Das war natürlich ein Irrglaube, denn schon drei Generationen später waren Kaiser, Statthalter und Konsul auf die Zeilen der Geschichtsschreibung reduziert.

    Ich klimperte auf meiner Gitarre herum:


    Via Appia Antica - aus dem Liederzirkel Melanie

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    Steine aneinander

    RuinenStein

    Grab im Hain

    vergeht.


    Sonnen-Salamander,

    endlos alt.

    Gebet verhallt,

    verweht!


    REFRAIN

    Ewigkeit in Stein.

    Alter Gott begraben.

    Alle Zeit sei dein,

    lese deinen Namen

    im heiligen Schrein.


    VERS

    Sonnenheiße Mauern,

    fahles Gras.

    Himmel blass

    und leer.


    Nattern-Schlangen lauern.

    Via Appia

    war schon immer da

    zum Meer.

  • Licke & Melegrian, habt Dank für Eure Kritik.

    Jetzt, wo ihr das beide sagt, habe ich auch die Meinung, der Himmel war viel heller.

    Zumal im Tagebuch die Tageshitze zweimal erwähnt wird.

    Leider, leider gibt es aus der damaligen Zeit erstaunlich wenige eigene Fotos.

    Ich selbst hatte nur einen Apparat mit Rollfilm, 12 Negative, quadratisch, ich glaube 6cm x6cm.

    Da überlegte man sich jedes Foto zweimal.

    Und die täglichen Leute und Lehrer hatte man sowieso nie fotografiert, die sah man ja jeden Tag!

    Dafür schrieb ich 20 Jahre jeden Tag Tagebuch.

    Müsste man mal alles abtippen! Zwei Jahre habe ich bereits geschafft! ;)


    Das Bild ist etwas gefakt. Denn Melanie war in Rom geblieben, ich hatte die Wanderung allein gemacht, sie war nicht so für die Natur. Aber sie macht sich auf dem Bild besser als ich.

    Eine 16-Jährige allein in Rom!

    Da würde ich heute etwas anders drüber denken!


    Neu zu rendern habe ich absolut keine Lust mehr, der Rechner braucht lange und hat längst das nächste Bild in Arbeit. Vielleicht kann ich da mit Postwork etwas beikommen.


    t-techniker

  • Sorry, bin erst heute dazu gekommen mit das mal in Ruhe anzuhören.

    Der Song gefällt mir auch die Gitarre ist sehr gelungen.


    Das Bild ist auch passend, sowohl alle Zutaten als auch die Zusammenstellung, aber der Hintergrund ist zu krass unscharf. Wenn, dann müssten die Ruinenbögen bereits leicht mit unscharf werden. Die Helligkeit des Himmels ist ja schon angesprochen worden. Der könnte wirklich heller und klarer sein.

  • Kushanku vielen Dank für Deine Kritik.


    Da Du als vierte auch den Himmel angesprochen hast, bin ich wieder dran. (die dritte war meine Ehefrau, ich hätte ihr das Bild schon beim Entstehen zeigen sollen).

    Leider komme ich nicht mit einem neuen Render anbei, denn CARRARA verändert bei anderen Himmelsfarben das komplette Licht. Ich könnte auch mit Hintergrund-Plane arbeiten, aber das Licht müsste ich dann auch neu einstellen. Also habe ich mich vor zwei Stunden! für Postwork entschieden.

    Warum dauert das bei mir so lange!?

    Meine Bilder haben immer das Format 7680 x 4320, da kann man nur wenige Feinheiten heraus arbeiten.

    Was ist eigentlich die gängige Pixelzahl, welches Format verwenden wohl die meisten hier im Forum?


    Ja, das Aquädukt liegt relativ weit hinten. Vielleicht gehe ich da auch noch mal mit dem Auswahl-Lasso dran.


    Danke für das Gitarren-Lob. Ich übe dafür aber auch jeden Tag eine Stunde. Die dann weg ist.

    Altersabhängig habe ich immer Angst, dass meine Finger irgendwann einmal langsamer werden.


    t-techniker

  • Was ist eigentlich die gängige Pixelzahl, welches Format verwenden wohl die meisten hier im Forum?

    Ich kann nur für mich sprechen. Ich rendere für gewöhnlich in 1080 x 1920 und wenn es mal Landschaft ist dann 1200 x 2520. Das reicht mir und so gut sollen die Bilder garnicht sein, weil dann der Missbrauch durch andere doch ziemlich selten ist, wenn es nicht ganz so gestochen scharf ist. Außerdem benutze ich JPG mit Komprimierung. Da gibt es immer ab und an Artefakte.


    Altersabhängig habe ich immer Angst, dass meine Finger irgendwann einmal langsamer werden.

    Das kommt leider früher oder später. Ich habe ziemlich Arthrose in den Fingern und wenn dann noch ein Schub kommt, dann ist es nicht mehr lustig Gitarre zu spielen.

  • Jetzt

    Was ist eigentlich die gängige Pixelzahl, welches Format verwenden wohl die meisten hier im Forum?

    Auf dem Mond waren sie mit einer Hasselblad mit 6 x 6 Rollfilm. Ein neueres Modell bekommst Du da jetzt bereits mit 400 MB Pixel. Bisher begnüge ich mich noch mit einfach HD (1280 x 720), doch Full HD ist nun einmal besser (1920 x 1080), 4K braucht es hingegen nicht zu sein, wobei ein Trend zu 8K könnte möglich sein, würde ich meinen, was ja Deiner Auflösung entspricht. Nur man braucht nicht alles mitzumachen, was bereits möglich ist.

  • Ich hab auch Portale, Bogenwände, Römische Brücken/ Aquädukte

    zu den downloads im board gemacht, schnapp die dir für Carrara.

    Sind auch gute Texturen dabei. (OBJ mit Jpg Texturen)

    Downloads, Models - Architektur)

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