Dies und Das

Es gibt 187 Antworten in diesem Thema, welches 15.155 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (27. Juli 2026 um 22:23) ist von Hansum.

  • Bezüglich eines Kommentars von Licke und meiner kurzen Antwort darauf, hier ein paar weitere Abschweifungen dazu: ;)

    Was die Urne angeht, so bin ich ja gar kein Freund davon, d.h. mir wäre eine Erdbestattung lieber. - Aber ich weis gar nicht, ob man das im Testament regeln kann.

    Und wo wir gerade beim Testament sind:

    ich war in den letzten Wochen hauptsächlich in der "Märchenecke" von You Tube unterwegs, wo man allerlei Geschichten findet, die teilweise recht unterhaltsam sind, manchmal aber auch einfach nur bekloppt. Ich nenne das "Märchenecke", weil viele Geschichten bei genauerer Betrachtung eigentlich Märchen sind, auch wenn sie in Form von Fantasy, SF, einer Art "Liebesroman" oder sonstwas daher kommen. Die folgende, wo es um eine Erbschaft geht, finde ich recht gut, auch wenn sie am Anfang ziemlich Ungerecht zu sein scheint.

    Geschiedene Mutter lacht über ihr 1 Dollar Erbe – bis der Anwalt sie zu einem Anwesen bringt

    Ansonnsten hab ich mir da in letzter Zeit so einige Geschichten zu allen möglich Themen reingezogen. Es würde hier den Rahmen sprengen, wenn ich auf all das eingehen würde. Aber das ist der Grund, warum ich hier im Forum in letzter Zeit kaum noch zu finden war... :|

    Was die Geschichten selbst angeht, so fiel mir im Laufe der Zeit auf, das viele davon mit KI generiert wurden, was man u.a. daran merkt, das zwischendurch mal unlogische Sätze auftauchen oder Sachverhalte vertauscht werden. Machmal werden Geschichten auch ziemlich in die Länge gezogen, weil einge Sachverhalte x-mal wiederholt werden. - Das ist hin und wieder als Stilmittel ja in Ordnung, aber ständig eingesetzt, nervt es. Da fragt man sich echt, ob sich die Geschichte nicht auf 50% des ursprünglichen Umfangs eindampfen liesse, wobei Spannungsbogen (so es einen gibt) und Inhalt komplett erhalten bleiben. (blieben?)

    Ach ja, manchmal wird in der Beschreibung auch drauf hingewiesen, dass sie mit KI erstellt wurden, - Aber eben nicht immer. :(

    Soweit mal dazu. :)

    Einmal editiert, zuletzt von Hansum (29. Juni 2026 um 02:31)

  • »[…] Aber ich weis gar nicht, ob man das im Testament regeln kann. […]«

    Du kannst alles im Testament regeln. Um nicht zu sagen: Du SOLLTEST alles im Testament regeln.

    Was wiederum voraussetzt: Du SOLLTEST dich um dieses Thema kümmern. So unangenehm es anfangs auch sein mag, sich mit seiner eigenen Sterblichkeit auseinanderzusetzen.

    Meine Frau ist Ergotherapeutin und betreut größtenteils betagte Menschen. Sie ist immer wieder negativ überrascht, wie verstockt, ja gerade zu panisch sogar 90-Jährige das Thema Sterben ausklammern und sich vor den Konsequenzen drücken. So nach dem Motto: »Mich betrifft das nicht. Ich bin unsterblich.«.

    Wirklich?

    Mein Vater dachte genauso. Und als er dann vor fast vier Jahren tatsächlich mit 92 Jahren gestorben ist, musste ich mich als einziger Hinterbliebener von heute auf morgen mit allem auseinandersetzen, was es zu regeln gab. Das war ein knallharter, aufreibender und belastender Crashkurs. Der hat mich meine wirtschaftliche Existenz gekostet. Denn kaum eine oder kaum einer ahnt, zu was man als gesetzlicher Erbe so alles verpflichtet ist – rechtlich und finanziell. Da fällt man aus allen Wolken.

    Deshalb: Kümmert euch drum. Setzt ein Testament auf. Hinterlasst schriftlich klare Anweisungen, wie ihr euch eure Beisetzung vorstellt.

    Dazu gehört unbedingt, euren Hinterbliebenen entweder so viel Bares zu hinterlassen, dass die Bestattungskosten gedeckt sind. Oder schließt alternativ eine Sterbegeldversicherung ab. Schließlich beteiligt sich Vater Staat an den Kosten für eure Bestattung mit exakt 0 Cent. In Worten: null. (Es sei denn, ihr seid verbeamtet.)

    Ich hoffe, dass ich nicht allzu schulmeisterlich rüberkomme. Aber ich selbst habe meine Eltern wegen ihrer Untätigkeit in dieser Hinsicht manchmal verflucht – zumindest, wenn es um diese (unerledigten) letzen Dinge ging.

    Wer nicht kann, was er will, muss wollen, was er kann. – Leonardo da Vinci

  • Wer das Erbe ausschlägt, kann hierzulande nicht zum Erben gezwungen werden. Somit bleibt es jedem selbst überlassen.

  • ritch, das mag für ein finanzielles oder materielles Erbe gelten. Das kannst du ausschlagen, klar.

    Was du nie und nimmer ausschlagen kannst: deinen rechtlichen Status als Hinterbliebener.

    Wenn du – so, wie es bei mir war – von einem Tag zum anderen das Problem lösen musst, wie es weitergehen soll mit deiner von heut' auf morgen alleinstehenden und zugleich hackendementen Mutter, die, auf sich allein gestellt, einsam in einem Einfamilienhaus lebt und sich selbst überhaupt nicht mehr im Geringsten selbst versorgen kann – dann kommst du aus dieser rechtlichen Bredouille nicht raus. Deine Mutter kannst du nicht »ausschlagen«. Du bist bestandspflichtig, sofern du der einzig verbliebene Hinterbliebene bist. Punkt.

    Sprich: Kümmerst du dich nicht darum und hinterlässt deinen hilflosen Elternteil seinem Schicksal, machst du dich strafbar. Dir bleibt nichts anderes übrig, als alles andere stehen und liegen zu lassen und dich nur noch darum zu kümmern. (Mal davon abgesehen, dass sowas für das Gros der Menschen auch eine moralische und familiäre Selbstverständlichkeit ist.)

    Solche Eventualitäten sollte man mit zunehmendem Alter vorher besprechen und testamentarisch regeln. Die meisten tun es aber nicht und bürden ihren Nachkommen damit eine enorme Belastung auf.

    Wer nicht kann, was er will, muss wollen, was er kann. – Leonardo da Vinci

  • Die meisten tun es aber nicht

    Du hast Recht, das ist ein irres Problem... Ich hatte ja die Schwiegermutter zu versorgen.... Ich meine es waren 8 Jahre in denen sie völlig ohne Verstand und bewegungsunfähig war... Meine Frau musste früher als geplant in Rente gehen.... das heißt weniger Rente... ich habe fast keine Rente... hatte mir etwas zurückgelegt ... 8 Jahre... wir mussten zwar nur die Hälfte aufbringen, weil meine Frau einen Bruder hat... aber wir mussten zusammen so um die 50 000 pro Jahr hinzu geben und das bei verminderter Rente statt Arbeitslohn - für Badante usw usw... haste auch nicht mal so in der Schublade.... und das die alte Dame bis 103 durchgehalten hat..... 8 Jahre haben wir nichts machen können.... also, sich da vorher damit zu beschäftigen oder sich abzusichern.... kann ich nur unterschreiben. Wenn ich so recht überlege hatte ich damals auch mit Daz angefangen.... konnte ja nichts anderes machen... Egal, geht, aber wir hatten Glück, dass wir das finanziell und auch sonst so verkraften konnten... Macht auch nicht jeder Ehepartner mit... Und das hört dann ja auch nicht auf.... Meine Frau will jede Woche zum Friedhof.... egal... irgendwie schafft man das auch... Füttere ich da eben Eichhörner und Kaninchen.... macht man ja sowieso als alter Mann. Gibt es doch auch ein Lied davon.. " Gehen wir Tauben füttern im Park" oder hieß das Tauben vergiften.... :nachdenklich: egal... Und wenn dann alles wieder normal wird.... ja, dann fällt man selber um.... gut das ich die ganzen Jahre mitgeholfen habe.... so kann meine Frau mich jetzt nicht rausschmeißen.... Aber erst die Mutter und jetzt den kranken alten Mann - ich hätte ihr etwas besseres gewünscht...

  • In meinem Testament, das während der Eröffnung vorgetragen wird, steht: Von mit ist nix zu holen, also lehnt es ab.

    Was ich meinen Töchtern und Enkel zuvor unter der Hand geschenkt habe, geht niemanden etwas an und wurde auch nirgendwo verbucht.

    Ob ich mich postum damit strafbar machen werden, müsste mich dann auch nicht mehr interessieren.

    Moral und Gesetz müssen nicht zwingend etwas mit einander zu schaffen haben.

    Oder ich vererbe alles an SaveTheFrogs, denn jene Organisation ist international und unantastbar. :saint: ;)

  • Liebe Leute,

    das Ihr hier über Testamente und Nachlassregelungen im realen Leben schreibt ist ja sehr schön und auch wichtig, aber: Sobald man sich da seine ersten Gedanken gemacht hat, sollte man einen Notar hinzuziehen, der einen auf die rechtlichen Dinge aufmerksam macht, die man als Leihe meisst nicht auf dem Schirm hat und oft auch nicht auf dem Schirm haben kann, wenn man sich nicht schon durch entsprechende Ratgeberliteratur informiert hat. Nur kann diese Ratgeberliteratur leider manchmal auch mehr verwirren, als Klarheit schaffen. Und wenn sie nicht aktuell ist, nützt sie einem auch nix, weil die Gesetze ja alle paar Jahre mal geändert werden.

    Und schliesslich war das nicht die Intension für den Beitrag #177, sondern es ging mir um die verlinkte Geschichte, die sich anscheinend keiner angehört hat, oder doch???

    Okay, die ist sehr wahrscheinlich erfunden und bezieht sich obendrein auf US-Recht, wobei sich das in Nachlassfragen auch von Bundesstaat zu Bundeststaat unterscheidet, wie es in der Geschichte irgendwo gesagt wird. Aber das nur nebenbei.

    Und da hier ja auch so viele KI-Fans unterwegs sind, wäre es mir lieber, wenn Ihr über generative KI zum "Geschichten schreiben" diskutiert, und was dabei manchmal heraus kommt, das man so vielleicht doch nicht haben will. Denn wie oben schon geschrieben, gibt es da auch die einen oder anderen Artefakte, die nicht viel Sinn ergeben...

    Und schliesslich wäre es für mich von Interessse, ob Ihr Euch häufiger mal solche Geschichten anhört und was Ihr so allgemein davon haltet.

  • Lieber Hansum

    Was mich interessiert: Woher bekomme ich eine KOSTENLOSE E-MAIL-ADRESSE, die mit WINDOOFS Outlook funktioniert?

  • es ging mir um die verlinkte Geschichte, die sich anscheinend keiner angehört hat, oder doch???

    Und schliesslich wäre es für mich von Interessse, ob Ihr Euch häufiger mal solche Geschichten anhört und was Ihr so allgemein davon haltet.

    Für andere kann ich nicht sprechen. Ich habe sie tatsächlich nicht angehört: Eine Stunde für solche Yellow-Press-Geschichten – da setze ich zu viel kostbarer Lebenszeit aufs Spiel.

    Wenn ich Info-Beiträge auf YT sehe, stelle ich die Wiedergabegeschwindigkeit meist auf 2x. Was mich an diesen Videos stört: Das sind zu zu 99 % Podcast-Monologe oder vertonte Powerpoints, die mit relativ willkürlichen Bildern oder Filmclips illustriert werden.

    Wer nicht kann, was er will, muss wollen, was er kann. – Leonardo da Vinci