Ich danke euch für die netten Kommentare.
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Es bewegte sich nicht, es leuchtete nicht, es gab keinen Laut von sich. Die Ringsegmente standen regungslos im Nebel, während weit darunter Datenströme flossen, synchronisiert auf die Nanosekunde.
Ich gehörte zu den wenigen, die sie lesen konnten.
Offiziell war ich Systemtechniker für Phasenstabilität. Inoffiziell war ich derjenige, der nachts zurückblieb, nachdem alle anderen gegangen waren. Nicht aus Pflichtgefühl – sondern weil das System anders funktionierte, wenn niemand zusah.
In der dritten Kalibrierungswoche bemerkte ich Abweichungen. Keine Fehler, keine Ausreißer. Vielmehr … Wiederholungen. Ein Muster, das nicht zur Umgebung passte. Zu sauber für Rauschen, zu präzise für Reflexionen.
Es trat nur dann auf, wenn die Ringanordnung in einer bestimmten Konfiguration betrieben wurde – einem schmalen Strahl, knapp unterhalb der ionosphärischen Grenzfrequenz.
Ich habe es nicht gemeldet.
Zuerst dachte ich, es sei ein Artefakt meiner Analyse. Dann ein Fehler. Aber der Code war korrekt. Die Hardware stabil. Und das Signal kam zurück. Immer gleichzeitig. Immer aus derselben Richtung. Nicht aus dem Weltraum – sondern hindurch.
Fortsetzung folgt.........






