Unterschied Iray-Textur zu Vor-Iray-Textur?

Es gibt 6 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von vidi.

  • Langsam hab ich mehr Zeit, mich in DAZ einzulernen. Und da ich früher in Photoshop meine Texturen für Poser immer gerne selbst gemacht habe, wüsste ich gerne, was der Unterschied von Iray-Texturen ist.

    Kann ich auch für DAZ-Iray weiterhin Texturen in Photoshop herstellen? Aber wie werden die dann Iray? Iray ist ein Licht- oder Render-System. Ich hab's wirklich noch nicht begriffen, da ich ja bekanntlich kaum Englisch kann. Es wäre toll, wenn mir jemand kurz erklären würde, was Iray nun eigentlich ist und ob ich noch Texturen photoshoppen kann. Ausserdem denke ich darüber nach, mir evtl. Blacksmith zu holen. Aber auch hier muss ich mich fragen, ob das, was gemacht wird, nachher unter Iray verwendbar ist. Schliesslich sind die Märkte voll von extra "Iray-Texturen". Also muss an denen irgendwas anders sein.


    Danke :-)

  • IRAY ist ähnlich wie Cycles von Blender ein sogenannter PBR Render.

    Hier mal allgemeine Infos zum Thema PBR ab der Überschrift "Was ist BPR?" in deutscher Sprache. Was es dann noch für Spezialitäten IRAY-spezifisch zu beachten gibt, müssen Dir die sagen, die diese Render Engine benutzen.

    https://viscircle.de/wie-sie-e…sed-rendering-pbr-finden/

  • Vielleicht erstmal Teil 1 des von Kushanku geposteten Artikels.


    Ein kurzer Überblick.


    Hier ein anderer kurzer erklärender Überblick.


    Ein Ablauf, wie man PBR Texturen herstellt (bezogen auf das Thema Eisenbahn, aber man kann es für eigene Zwecke ableiten).


    Zum Erstellen eigener PBR Maps eignet sich z.B. die Freeware "Materialize". Die erforderlichen Maps werden auf Basis einer vorhandenen Fototextur automatisch generiert, man kann alles nach Erfordernis einstellen und feintunen.


    Zum Ausprobieren und Experimentieren hier eine Bibliothek kostenfreier fertiger PBR Sets.


    Nachtrag: Was ich gerade eben selbst entdeckt habe (war mir bisher gar nicht bekannt) - ein weiteres kostengünstiges Programm (kostet z.Z. € 16,00 bei GitHub).

  • Eigentlich hat sich bei den Texturen im Vergleich zu vor-Iray-Zeiten nicht extrem viel verändert.


    Was du unbedingt brauchst, ist eine Color Map (Farbtextur); hier hat Iray die Eigenheit, dass es völlig gesättigte Farben nicht besonders mag, die rendern dann oft krisselig. Ganz reine Farben kommen aber auch in Wirklichkeit selten vor. Also statt reinem Weiß besser ein sehr helles Grau nehmen, statt reinem Schwarz ein sehr dunkles Grau, und alle anderen Farben nicht in maximaler Sättigung verwenden.


    Bumpmaps (Graustufen) oder Normalmaps (RGB) für die Struktur werden mittlerweile erwartet, das war aber auch schon vor Iray so.


    Weitere Maps, z.B. zur Kontrolle des Glanzlichts, können verwendet werden, sind aber oft nicht unbedingt nötig.

  • Iray ist eine Render-Engine, also der Interpreter, wie die Einstellungen dargestellt werden sollen.


    Die Bild-Texturen haben sich nicht viel verändert, sind höchstens hochauflösender geworden. Der große Unterschied liegt in der Interpretation der Kanäle, in die du die Bilder hineinlädst. Da muss man sich dann schon ein wenig von Vor-Iray umgewöhnen, doch das kannst du am besten rausfinden, indem du dich mal einen Nachmittag hinsetzt und einen Kanal nach dem Anderen durchprobierst. Wichtig ist, dass der Iray-Shader oft Untereinstellungen erst dann öffnet, wenn in der Elterneinstellung was anderes als "Null", "Keine Map" oder "Schwarz" (je nach Kanal) eingestellt wurde.


    Ein paar Bemerkungen, was sich stark verändert hat:


    • Der Glossiness-Kanal arbeitet nur sehr anders. Am besten, du probierst alles nach einander durch.
    • Iray arbeitet viel weniger mit reduzierter Opacity; das wird viel mehr durch eine erhöhte Refraction erledigt. Ausschnitte können natürlich noch immer per Opacity gemacht werden.
    • Bump hat kein min/max Wert mehr.
    • Mikro-Displacement, wie du es aus Poser / ggf. DS-pre-Iray gewohnt warst, gibts nicht mehr. Die Meshes müssen hochaufgelöst sein. Dafür hilft aber der Regler "SubD Displacement", der virtuell das Mesh verfeinert.
    • Der Emissive-Shader geht erst "an", wenn was anderes als Schwarz eingestellt wird. Probier mit den Beleuchtungseinheiten rum, ich mag am liebsten cd/cm², aber das sieht jeder anders.
  • Sehr schön. Danke Leute. Das ist alles wirklich sehr hilfreich. Ich werde die Tage auch alle Links durchgehen. Vermutlich werd ich mir das alles mehrfach ansehen und durchgehen müssen. Da ich ja nur selten mehrere Tage dran bleiben kann, verschwindet vieles wieder im Nichts. Aber bei jedem Durchgang bleibt auch was hängen. So arbeite ich mich nach und nach vorwärts. Vielleicht bin ich dann sogar eines Tages gut genug, um dem Forum ein paar Texturen zu spendieren. Hoffen kann man ja :)
    Danke :thumbsup:

    Was ist mit Blacksmith? Da hat keiner was gesagt. Ist das nicht empfehlenswert?

  • Lohnt sich Blacksmith 3D?


    Ist zwar schon ein alter Thread aber gilt heute immer noch. Mittlerweile gibt es auch Substance Painter,

    Das ist aktuell zwar das meist gehypte Programm, aber das heißt meist, nicht dass es auch das Beste für einen selber ist, sondern nur besser promotetet und daher auch "lauter" wegen der größeren Userbase


    Für alles gibt es Demos zum Ausprobieren